Krankenkasse ohne Homöopathie

Globuli
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Seit einigen Jahren erstatten fast alle Krankenkassen auch homöopathische Mittelchen. Nur mit dem Blick auf das eigene Wohl und nicht das der Versicherten werden Wundermittel wie Medikamente behandelt. Dagegen regt sich endlich Protest.

Zu kommenden Freitag (08.12.2017) sind Dr. Christian Lübbers und Natalie Grams bei einer Krankenkasse eingeladen. Sie wollen dort gegen die Erstattung von homöopathischen Mitteln argumentieren.

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Via Twitter riefen die Initiatoren dazu auf, sich unter dem Hashtag zu beteiligen. Lübbers schrieb: "Alle Tweets mit dem Hashtag #KrankenkasseohneHomöopathie drucken wir aus und überreichen Eure Fragen und Kommentare der Krankenkasse."

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Der Aufruf war erfolgreich: Mehrere hundert deutschsprachige Twitter-User schlossen sich bereits den Forderungen der beiden Ärzte an.

Häufig wird dabei kritisiert, dass Krankenkassen Zuzahlungen für z.B. Brillen und Zahnersatz verlangen, um (vermeintlich) Kosten zu sparen - auf der anderen Seite jedoch das Geld der Versicherten für unwissenschaftliche Pseudomedizin ausgeben.

Kommentare (7)

Hans- Jörg Zett (nicht überprüft)

Di. 5 Dez 2017 - 08:07

Mein alter Prof. hatte eine sachgerechte wie allgemein verständliche Definition der Homoeopathie:"Wenn der Bauer aufs Feld geht, einen fahren lässt und glaubt es sei gedüngt - das ist Homoeopathie." Brillen, Zahnersatz, Dermatologika nicht erstatten und dafür anderen Unsinn erstatten und dann noch zu prahlen, wie welt- und anschauungsoffen man sei, das ist tatsächlich verlogen und abgrundtief gemein.

Mark Fraser (nicht überprüft)

Di. 5 Dez 2017 - 09:07

"Zuzahlung" für Brillen, das ist gut. Ich zahle alles. Bei meinen Augenproblemen komme ich selbst mit einem sehr günstigen Gestell auf rund 800 Euro. Ist demnächst wieder dran. Für eine Zuzahlung sind meine Augen aber zu "gut".

Na, das kann aber nicht sein. 20€ gibts immer aufs Gestell - alle x Jahre und für die Gläser gibt es auch einen Zuschuss. Aber es ist schon richtig, die Zuschüsse sind ein Witz, nur bei Kindern wird alles bezahlt. Hat ja auch wieder etwas für sich ...

C.Esser (nicht überprüft)

Di. 5 Dez 2017 - 18:21

Ich möchte eine #KrankenkasseohneHomöopathie , weil ich mit meinen Beiträgen keinen Hokus Pokus mitfinanzieren möchte, der anderen Menschen falsche Hoffnungen weckt.

Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

Do. 7 Dez 2017 - 15:31

Antwort auf von C.Esser (nicht überprüft)

DAs merkwürdige ist: Der MDK muss diese Vergütung genehmigen und muss dafür Gutachten beibringen. Wie die Homöopathen das geschafft haben, Kompliment, das erinnert tatsächlich an die Kirchen, die es bis heute schaffen, einen transzendenten und unbeweisbaren Geist erwachsenen Menschen als Realität zu verkaufen...

Kay Krause (nicht überprüft)

Do. 7 Dez 2017 - 08:29

ich sehe eine große Ähnlichkeit zwischen den Machenschaften(sprich:der Arbeistsweiseder Kirchen sowie der mittlerweile organisiertenHomöopathie:Beide versprechenHeilung, sofern man nur selbst fest an diese Heilung glaubt, und beide lassen sichdiese Versprechen staatlich finanzieren.ebenso scheuen beide sich nicht, das Wort "Wissensdchaft" für ihre Zwecke zu mißbrauchenZwei blinde Augen unsererGesetzgeber genügen offensichtlich nicht,um diesen Mißstand zu übersehen. Hier endlich Ordnung zu schaffen,das wäre doch eine dankenswerte Aufgabefüreine "erneuerte" SPDin einer neuen GROKO-Auflage!

Dieter Bauer (nicht überprüft)

So. 7 Jan 2018 - 02:25

Eine Unterscheidung zwischen Naturheilkunde und Homöopathie tut not. Unbestreitbar ist, dass die Erfahrungen aus nachweisbar erfolgreicher Anwendung altbewährter Heilmittel und Methoden (bei sachgemäßem Einsatz) nicht in Abrede gestellt werden können. Nichts spricht gegen eine Behandlung mit fallbezogenem Mitteleinsatz, der in Abwägung der Heilungseffizienz den bestmöglichen Heilungserfolg erwarten lässt. Schwierigkeiten erwachsen häufig aus missbräuchlicher Voranstellung von monetären Interessen beider Lager, die letztendlich dem Hilfeverlangen des Patienten nicht dienlich sind.

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