Eine unerträgliche Vorstellung
Hat Gott einen Bergsturz verursacht?
Foto: © Frank Nicolai
Ein Paar stirbt bei einem Bergsturz im italienischen Val Vigezzo. Der Bruder der tödlich Verunglückten glaubt, Gott habe es so gewollt. Ein ungeheuerlicher Gedanke, wenn man ihn zu Ende denkt.
Wenn Gläubige gewisse Vorkommnisse oder Ereignisse nicht erklären können, greifen sie gern auf den geflügelten Spruch zurück: Gottes Wege sind unergründlich.
Übersetzt heißt das: Gott, egal welcher Couleur oder Provenienz, beobachtet uns, begleitet uns, lenkt uns möglicherweise und greift in unseren Alltag oder unser Leben ein. Primär natürlich helfend.
So jedenfalls verkünden es viele Geistliche und Seelsorger. Ein Credo, das Trost und Hoffnung spenden soll. Und uns Menschen anhalten, ein möglichst gottgefälliges und sündenfreies Leben zu führen. Strenggläubige sind denn auch überzeugt, von Gott schon im Diesseits belohnt zu werden, indem er sie vor Krankheiten und Unglücksfällen bewahrt.
Doch selbst die Kirchen scheinen Zweifel zu haben, dass Gott omnipräsent sei und seine schützende Hand über alle Gläubigen halten kann. Deshalb setzt er sein Bodenpersonal in Bewegung, nämlich die Schutzheiligen.
Davon gibt es ein ganzes Heer. Für die Katholiken ist Maria die erste Anlaufstelle. Viele Berufsgattungen haben sogar eigene Schutzheilige. Die Mineure zum Beispiel hoffen auf die heilige Barbara, wenn sie beim Tunnelbau tief im Berg ihre gefährliche Arbeit verrichten. Für die Autofahrer und Reisenden ist der heilige Christopherus als Schutzpatron zuständig, für die Feuerwehrleute der heilige Florian.
Auf dem Weg zur Blutenden Madonna tödlich verunglückt
Passiert trotz Wohlverhalten und intensiver Fürbitte doch ein Unglück, sind die Gläubigen ratlos und greifen – wie bereits erwähnt – auf den Spruch von den unergründlichen Wegen Gottes zurück.
Es gibt aber tragische Situationen, bei denen alle religiösen Heilsversprechen und Erklärungsversuche in sich zusammenfallen. So passiert am Ostersonntag im Centovalli unweit der Schweizer Grenze zum Tessin. Ein Ehepaar aus Minusio TI war auf der Pilgerfahrt zur Blutenden Madonna in der Wallfahrtskirche im italienischen Re. Die Tessiner wollten etwas für ihr Seelenheil tun.
Zwischen den beiden Ortschaften Olgia und Meis krachten riesige Felsbrocken vom Berghang herunter und begruben die Pilger unter sich. Das Paar kam beim Unglück ums Leben.
Der Unfall wirft für Gläubige viele Fragen auf. Wie kann Gott es zulassen, dass Gläubige auf tragische Weise ihr Leben verlieren, die zu seinen Ehren unterwegs waren? Oder ist es Gott egal, was mit uns hienieden passiert? Kann er allenfalls nicht eingreifen, weil ihm die Macht dazu fehlt? Oder ist er bei den Milliarden von Menschen, die permanent beobachtet und begleitet werden möchten, heillos überfordert?
Denkbar ist eine weitere Variante: Es gibt Gott gar nicht, weshalb jede Hoffnung auf Schutz, jede Fürbitte und jede Wallfahrt vergebliche Liebesmühe ist.
Für Gläubige sind dies ketzerische Fragen. Auch der Bruder der tödlich verunglückten Frau hat keinen Gedanken an eine solche Möglichkeit verschwendet. Gegenüber dem Blick sagte er, Gott habe es so gewollt, der Erdrutsch müsse Bestimmung gewesen sein.
Eine unerträgliche Vorstellung
Ein ungeheuerlicher Gedanke, wenn man ihn zu Ende denkt. Er bedeutet, dass Gott die Felsen absichtlich auf seine Gläubigen hat niederdonnern lassen – aus welchen Motiven auch immer. Diese Vorstellung stellt den Glauben an einen barmherzigen Vater im Himmel völlig auf den Kopf.
Das Beispiel zeigt, dass unsere konkreten Lebenserfahrungen oft in einem krassen Widerspruch zu den religiösen Dogmen und Heilskonzepten stehen. Es demonstriert uns auch, wie verstörend der Glaube sein kann. Wen wundert's, dass es heute vielen Menschen schwer fällt, an einen Gott zu glauben?
Übernahme mit freundlicher Genehmigung des Autors von watson.ch.
Kommentare (28)
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Schon ein seltsamer Glaube.
Schon ein seltsamer Glaube. In meinem persönlichen und beruflichen Umfeld haben sich
ca.20 Menschen das Leben genommen und das überraschende, es waren alles Christen.
Soweit der göttliche Beistand.
Was muss dat doch für ein
Was muss dat doch für ein verkommener Charakter sein, wenn ein Gott seine treuesten Anhänger zermamlt, was braucht es da noch Schutzheilige, wenn der Chef doch jeden nach belieben vernichtet.
Der Autor hat hier eine
Der Autor hat hier eine Erklärung scheinbar völlig übersehen, welche dem Bruder aber offensichtlich erscheint: Gott hat die beiden zu sich geholt als "Belohnung" für ihr gottesfürchtiges Verhalten. Für einen wahren Gläubigen muss das doch das Ziel sein. (Oder? - Vorsicht Satire!)
Sobald ein Pfaffe seine
Sobald ein Pfaffe seine Stimme erhebt, reagiere ich verstört.Religion ist in der Tat verstörend.
Bei dem Christentum stößt man
Bei dem Christentum stößt man auf eine Art von Gespaltensein der Persönlichkeit (Schizophrenie)das weiterhin für ganz normal gehalten wird, ja das man jungen Menschen
mit öffentlicher Duldung etwa im Religionsunterricht auch systematisch zumutet.
Vorstellungen, wie die, das irgendwo ein geheimnisvolles Wesen walte, von dem alles abstamme, bei dem die Fäden zusammenliefen, das, mit einem Wort, die Welt erschaffen habe und sie lenke, - Gott - solche Vorstellungen mögen einen Kinderhimmel schmücken können, einer irgendwie gearteten Wahrheitsgehalt haben sie nicht.
Auszug aus Wunder, Wahn und Wirklichkeit Theo Löbsack Goldmann Sachbuch
Theologen lügen.
Gott schaut nicht nur
Gott schaut nicht nur unbarmherzig auf das Elend von Tier und Menschen. Ohne ihm fällt ja nicht einmal ein Sperling vom Dach. Warum soll ich damit rechnen, dass er gerade mir nach meinem Tode Barmherzigkeit erweist? Vielleicht sind ihm meine Höllenqualen lieber? Es wäre aber auch möglich, dass hinter all diesen Gedanken nur ganz grausame Menschen stehen. Ziehen sie dadurch Gott in den Schmutz oder ist das eine besondere Form der Gottesverehrung?
Dr. Emmerich Lakatha,
Dr. Emmerich Lakatha,
von welchem "Gott" ist hier die Rede, wo uns die Geschichte von mehr als 3300 Göttern berichtet? Welcher Gott ist da als der "Einzig Wahre" anzusehen? Sperrlings-Geistergeschichten verlieren schlagartig ihre Glaubwürdigkeit, verlangt man den Wahrheitsnachweis. Irgend welche irrealen Behauptungen aufzustellen, ohne irgend einen Tatsachennachweis zu erbringen, erscheint reichlich dümmlich. Dies hat auch Gülltigkeit mit bezug zu einem Leben nach dem stofflichen Tod. Wo, wenn nicht nur in der Fantasie von Religioten, soll dieses Leben verortet sein, sich abspielen? Wie und auf welchem Weg wurde uns jemals reale Kunde von der Existenz solchen Lebens?
Es ist anzunehmen, dass von Verkündern und Verfechtern solch märchenhaften Tun's bewusst, ihnen eigentlich zur Kenntnis gelangten Tatsachenverhaltes, Schindluder getrieben wird.
In der Annahme, dass dies nicht wieder als "Wirres Geschwafel" (wie Dr. Emmerich Lakatha an anderer Stelle sich zu äussern gemüsigt sah) abqualifiziert wird.
Freundliche Grüße!
Dieter Bauer
Ich weiß nicht, was du meinst
Ich weiß nicht, was du meinst. Ich habe doch schon öfters zum Ausdruck gebracht, dass ich Monist bin. Ist es so schwer zu erkennen, dass meine Ausführungen ironisch gemeint sind? Oder kennst du nicht den Unterschied zwischen einem monistischen und dulistischen Weltbild?
Was sollte dem Realist
Was sollte dem Realist verborgen bleiben?
MfG! DB
"Füttere keinen Troll", daran
"Füttere keinen Troll", daran sollte ich mich bei dir halten. Warum hast du eine derart schlechte Einstellung zu mir, dass du immer nur (auch unsachlich) kritisierst? Siehst du dich als Jäger und mich als willkommene Beute? Dein Verhalten ist mir rätselhaft.
Ha, wie blind bin ich doch!
Ha, wie blind bin ich doch! Erst jetzt habe ich dein "MfG" wahrgenommen. Kann es sein, dass wir auf dem Weg sind, uns gegenseitig zu verstehen? Wäre schön.
Die Antwort gibt Michael
Die Antwort gibt Michael Schmidt-Salomon in "Es gibt keine Alternative zu Fakten!"
Es wäre schön, wenn der "Wink mit dem Zaunpfahl" verstanden würde. MfG DB
Faktum ist, dass ich an kein
Faktum ist, dass ich an kein dualistisches Weltbild glaube. Ebenso scheint es ein Faktum zu sein, dass du MSS zwar zitierst, ihn aber nicht verstanden hast. Darum rennst du bei mir immer offene Türen ein.
Der evolutionäre Humanismus geht von einem monistischen Weltbild aus. Das bedeutet, dass es nur eine aus der Materie stammende Wirklichkeit gibt. Das dualistische Weltbild geht davon aus, dass es zwei Wirklichkeiten gibt: eine materielle Wirklichkeit und eine geistige Wirklichkeit. Ich vertrete ein monistisches Weltbild. Mit ihm ist der Glaube an einen Gott oder an eine vom Körper verschiedene Seele unvereinbar.
Kapier das bitte endlich!
.... die Frage sei erlaubt,
.... die Frage sei erlaubt, wer hier wen füttert: "Füttere keinen Troll" oder "füttert keinen Proll"? - "Schon kapiert"? -
Überheblich über Mitmenschen urteilende, offenbar im eigenen zerbrechlichen geistigen Gefängnis ausharrende, Wesen dürfen sich gerne einer Korrektur in ihre Denkweise hingeben. MSS wurde und wird besser verstanden als dies so manchem Akademiker lieb ist.
Und Tschüss!!!
Mich wundert nur zu welchen
Mich wundert nur zu welchen geistigen Verrenkungen diese Leute in der Lage sein müssen, um die einzig richtige Antwort rausfiltern und ungelesen in den Papierkorb verschieben zu können. Hut ab!
So hat man denn die Wahl zu
So hat man denn die Wahl zu glauben, dass Gott für alles verantwortlich ist (allmächtiger Gott) - oder zu glauben (auch das ist Glaube), dass Gott mit gar nichts etwas zu tun hat!
Jeder verlockende Mittelweg: Gott schafft nur das Gute, hat aber mit allem Schlechten nichts zu tun, ist lediglich eine intellektuelle Bankrott-Erklärung!
Denken statt glauben!
Am 1. November 1755
Am 1. November 1755 veränderte ein ungleich dramatischeres Ereignisse das Denken vieler Menschen. Ein verheerendes See- und Erdbeben in und um Lissabon ließ zehntausende von Menschen sterben. Da viele Gläubige an Allerheiligen in ihren Kathedralen zum Gottesdienst versammelt waren, traf es besonders viele strenggläubige Katholiken, während das Rotlichtviertel von Lissabon (wie du ein Wunder?) weitgehend verschont blieb.
Künftig durfte wenigstens der Gedanke gedacht werden, dass "Gott" mit Naturkatastrophen nichts zu tun hat. Warum der Bruder wieder diesen Rückfall in die Zeit vor Lissabon hatte, bleibt mir schleierhaft. Oder hat er seine Schwester so sehr gehasst, dass er ihr öfters ein Gottesgericht an den Hals gewünscht hat? Dann wird er bald ein Fall für den Psychiater, weil er in seiner Glaubenswelt eine Mitschuld an ihrem Tod trüge.
Letztlich ist es das Dilemma der Theodizee, in der der arme Bruder steckt. Religionen trösten nämlich nicht wirklich, sondern bringen Gläubige hin und wieder um ihren Verstand...
Tja, wer's glaubt, wird selig
Tja, wer's glaubt, wird selig. Und sein Herrgott hilft mit, dass das Selig-Werden schneller geht...
Gott ist nicht schuld;sondern
Gott ist nicht schuld;sondern der Mensch selbst....
Wir sollen kein Götzen Statuen verehren,sie anbeten,den so was wird Gott bestrafen,Die Menschen haben sich von Gott abgewendet und kehren Gott den rücken und gehen fremd,Es ist genau wie bei einer ehe....
2. Mose 20:3-6
Du sollst außer mir keine anderen Götter verehren! Fertige dir keine Götzenstatue an, auch kein Abbild von irgendetwas am Himmel, auf der Erde oder im Meer. Wirf dich nicht vor solchen Götterfiguren nieder, bring ihnen keine Opfer dar! Denn ich bin der Herr, dein Gott. Ich dulde keinen neben mir! Wer mich verachtet, den werde ich bestrafen. Sogar seine Kinder, Enkel und Urenkel werden die Folgen spüren! Doch denen, die mich lieben und sich an meine Gebote halten, bin ich gnädig. Über Tausende von Generationen werden auch ihre Nachkommen meine Liebe erfahren.
Die aber, deren Herz an den widerlichen Götzen hängt, werde ich bestrafen. Alles, was sie getan haben, fällt auf sie zurück. Mein Wort gilt!«
Hesekiel 11:21
Die Menschen sollen umkehren zu den einziegen lebenigen Gott
Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben. Gott hat nämlich seinen Sohn nicht zu den Menschen gesandt, um über sie Gericht zu halten, sondern um sie zu retten. Wer an ihn glaubt, der wird nicht verurteilt werden. Wer aber nicht an den einzigen Sohn Gottes glaubt, über den ist wegen seines Unglaubens das Urteil schon gesprochen.
Johannes 3:16-18
Es ist gut, dass solche
Es ist gut, dass solche"Predigten, wie die von Herrn oder Frau HERR auch im hpd veröffentlicht werden. So werden geisterglaubensfreie Menschen wie ich doch mit der Nase darauf gestoßen, dass solche unverbesserlichen und lernresistenten, ignoranten Mitbürger immer noch unter uns sind und letztlich unser aller Leben mitbestimmen!
Herr / Frau HERR übersieht jedoch eines: da nach christlichem Glauben ALLES Leben auf unserem Globus von einem Gott geschaffen wurde, kann der Mensch gar nicht Schuld sein für seine Missetaten, oder gar für einen Bergrutsch oder Zunami. denn kondequenterweise ist der Mensch auch mit seinen Fehlern und Unzuläglichkeiten von Gott geschaffen, so dass wir hier logisch folgern könnenGott hat ein Fehlprodukt geschaffen. Da er aber allwissend und allmächtig ist (?), hat er dieses Fehlprodukt BEWUSST geschaffen. Insofern muß Gott schon selbst ein Fehlprodukt sein, was sich wiederum schon logisch daraus ergibt, dass Gott ein vom Menschen geschaffenes Fehlprodukt ist Alles klar?
HERR, seid Ihr es wirklich,
HERR, seid Ihr es wirklich, der hier zu uns spricht? Hosianna...
Toternst gemeinte Fragen:
Toternst gemeinte Fragen:
> sondern der Mensch selbst.
Wie kann man den Schuldigen finden oder wen meinen Sie genau?
> keine anderen Götter verehren
Wie viele andere Götter haben damals real existiert?
> einziegen lebenigen Gott
Sind die andere Götter bereits tot?
Kann man das irgendwie beweisen?
Wieso ist nur ein einziger Gott noch lebendig?
Wie gesagt, diese sind sehr ernst gemeinte Fragen.
KS
Ich dachte, das Problem sei
Ich dachte, das Problem sei seit dem großen Erdbeben von Lissabon am 1. November 1755 abgefrühstückt. Damals ertranken nämlich zwischen 30 und 100 000 gottesfürchtige Bewohner während des morgendlichen Allerheiligengottesdienstes in Lissabons Kirchen und Kathedralen, die durch den auf das Erdbeben folgenden Tsunami mehrere Meter hoch geflutet wurden, während die Nutten, Zuhälter, Spieler und Bordellbesitzer in der Alfama, Lissabons damaliges Rotlichtviertel hoch über der Stadt, nicht einmal aus ihrem sanften Schlummer gerissen wurden. Danach wurde das Märchen von der Gottesstrafe nur noch von unbelehrbaren Hardcore-Religioten für bare Münze genommen.
Wie war Einsteins Spruch von der Unendlichkeit des Universums und der menschlichen Dummheit? Ja, sie sterben nicht aus.
Wenn wir davon ausgehen dass
Wenn wir davon ausgehen dass es nichts gibt was nicht an Gott vorbeiging...
Sicher wird die Bestattung
Sicher wird die Bestattung der beiden Pilger voller Lobgesänge auf ihren Mörder sein. Wer es nicht schafft, sich z.B. aus der emotionalen Abhängigkeit von seinem prügelnden Partner zu befreien, ist psychisch gestört, aber für Theisten und ihren "lieben" Gott gelten natürlich andere Maßstäbe.
"... aber für Theisten und
"... aber für Theisten und ihren "lieben" Gott gelten natürlich andere Maßstäbe."
Das lese ich so oft. Tenor: "Gott" ist der Eigentümer von allem, weil er es selbst gebastelt hat. Daher darf er damit machen, was er will. Wir haben das hinzunehmen und zu dulden, wir sind seine Sklaven...
""Gott" ist der Eigentümer
""Gott" ist der Eigentümer von allem, weil er es selbst gebastelt hat. Daher darf er damit machen, was er will."
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Ein inspirierender Gedanke für alle Eltern...
Religion ist halt ein
Religion ist halt ein Kollektiver Irrtum, und diese kollektiven Irrtümer sind gefährlich.
Dahinter steckt das unstillbare Verlangen, für alles eine Ursache zu finden. Dies ist eigentlich sehr vernünftig: gehe ich in der Savanne auf einen Busch zu, hinter dem es rasselt, dann ist es ungemein förderlich für das Überleben, wenn ich mir zu den Rasseln eine Ursache denke, z.B. eine Klapperschlange.
Dieses Reaktionschema ist viel älter als der Homa Sapiens, alle höher entwickelten Lebewesen haben es. Und es ist also nicht im Großhirn , sondern in viel älteren Schichten unseres Gehirns angesiedelt und also nur schwer zu kontrollieren.
Also suchen wir auch nach Ursachen, wo es keinen Zusammenhang gibt, Diese zwanghafte Frage nach dem Warum ist zwar einerseits die Grundvoraussetzung für jede Wissenschaft, aber diese Suche "entgleist" sozusagen, wenn in der Fragestellung falsche Vorausetzungen enthalten sind. Es gibt ganz viele "falsche" Fragen, es seien nur einige als Beispiel angedeutet.
"Warum verprügeln Sie Ihre Frau, Herr Bürgermeister?" (Die Frage emthält eine falsche Behauptung.)
"Warum hat Gott solches Unglück zugelassen?" (gleich drei Behauptungen: a) es gibt einen "Gott", b) er hätte es verhindern können, c) er ist gerecht.)
Die ehrliche Antwort auf diese letzte Fage kann dann nur sein: "Er wird schon wissen, wofür er die beiden bestrft hat." Eine wirklich perverse Deutung, aber nur so kann die Vorstellung des gütigen allmächtigen Gottes gerettet werden.