Kommentar

So ne oder so ne Wissenschaft…

Armin Laschet
Armin Laschet (CDU)

Am Wochenende sorgte CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet mit unpassendem Gelächter im von der Unwetterkatastrophe schwer getroffenen Erftstadt für Schlagzeilen. Die darin zum Ausdruck kommende Empathielosigkeit und das mangelnde Gespür für staatsmännisches Verhalten riefen allgemeines Kopfschütteln hervor. Doch das Problem mit Laschet ist nicht nur, dass er an der falschen Stelle lacht. In Hinblick auf drängende Probleme von Gegenwart und Zukunft dürfte sich vor allem seine Wissenschaftsferne als fatal erweisen. Diese teilt er allerdings mit Vielen in Politik und Gesellschaft. Was die Sache nicht besser macht. Ein Kommentar von Udo Edruscheit.

Wir haben ein Problem. Das habe ich schon vor einigen Jahren einmal mit dem Satz illustriert: "Solange es gelingt, auf breiter Front den Menschen wirkungslose Zuckerkugeln als Medizin zu verkaufen, so lange wird es nicht gelingen, Akzeptanz für wissenschaftlich fundierte Problemlösungen in anderen Bereichen zu wecken."

Will sagen: mehr denn je ist in der Pandemie schmerzlich deutlich geworden, dass allzu viele Menschen mit dem Begriff "Wissenschaft" bzw. "Wissenschaftlichkeit" nichts anzufangen wissen. Als "Weltanschauung", gar als "Religionsersatz" oder auch "Ideologie" wird die Wissenschaft angesehen, als ein Tummelplatz der Meinungen, als Bestellbörse für genehme "Ergebnisse". Nicht etwa als eine Methode zur Generierung von Erkenntnisgewinn, die von ständiger Selbstüberprüfung lebt und sich durch das Verwerfen von Falschem und Ungenauem und dem Hinzufügen von Neuem und Besserem "emporirrt" – und das immer auf der Grenze zwischen Wissen und Nichtwissen. In Unkenntnis dessen werden Irrwege eingeschlagen und Schlussfolgerungen gezogen, die im Ergebnis Fakten und Meinungen ununterscheidbar machen. Wir pfeifen auf Intersubjektivität und entscheiden nur noch, ob wir dem persönlichen Bauchgefühl folgen oder uns eine Portion Opportunismus leisten wollen!

Solches Unverständnis in der breiten Bevölkerung ruft (laut) nach Aufklärung und Bildung, nach Vermittlung von Grundwissen über die wissenschaftliche Methode schon in der Schule. (Es soll gar Universitätsabsolventen geben, die nach ihrem Abschluss nicht imstande sind, den Begriff "Wissenschaft" halbwegs korrekt zu definieren.)

Haarsträubende Selbstverortung bei Politikern

Eine andere Kategorie sind Aussagen und Selbstverortungen von Politikern und Leuten mit vergleichbarer öffentlicher Wirkung. Hier tritt die Kritik, auch scharfe, an die Stelle der Aufklärung. Als Notwehr.

Das klassische Beispiel einer haarsträubenden Selbstverortung zur Wissenschaft ist Claudia Roth. Auf den Hinweis, dass Homöopathie in überwältigendem Konsens wissenschaftlich erledigt sei, entblödete sie sich einst nicht, vor laufender Kamera zu antworten: "Es gibt so ne Wissenschaft und so ne Wissenschaft."

Wie es scheint, hat sie nun einen würdigen Mitstreiter gefunden: Armin Laschet, mit dem sie sich mit einiger Wahrscheinlichkeit gar in nicht allzu ferner Zukunft in einer Regierungskoalition wiederfinden wird.

Nämlicher Armin Laschet höchstselbst vertrat vor kurzem öffentlich im Landtag von NRW die Ansicht: "Immer, wenn jemand ankommt und sagt 'die Wissenschaft sagt', ist man klug beraten, zu hinterfragen, was dieser gerade im Schilde führt. Denn 'die Wissenschaft' hat immer auch Mindermeinungen. Und wenn es ein Einzelner ist."

Es macht die Sache nicht gerade besser, dass er selbst diesen Satz nicht gesagt hat. Eher schlimmer. Denn einen doppelten Fehlgriff hat Laschet dadurch getan, dass er einem AfD-Vertreter, der zuvor mit dieser Sentenz hervorgetreten war, bescheinigte, damit habe jener "einen wahren Satz gesagt".

Es sei deutlich gesagt: Solche Leute als hochrangige Entscheider können wir uns schlicht nicht mehr leisten. Sie stellen angesichts der anstehenden Probleme, unter ihnen einige der größten der menschlichen Zivilisation, eine reale Gefahr dar. Und nein, das hier ist kein politischer Rant. Er handelt einfach nur von öffentlichkeitspräsenten Persönlichkeiten, die offensichtlich selbst während der und durch die Pandemie in Sachen Wissenschaft nichts, gar nichts gelernt haben. Was vielleicht die eine oder andere Entscheidung in der Vergangenheit sogar verständlicher machen mag. Zweifellos kann man noch manche hinzufügen, die aber zumindest so klug sind, sich nicht auch noch mit ihren Ansichten öffentlich zu exponieren.

Ach so, ich vergaß: das alles handelt von Deutschland, dem Vernehmen nach eines der reichsten und hochentwickeltsten Länder der Welt. Nicht, dass da Missverständnisse aufkommen.

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Kommentare (48)

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Di. 20 Jul 2021 - 13:03

Dieser Herr Bundeskanzleranwärter Laschet wird in Realität von Herrn Nathanael Liminski
geführt und gefördert und ist somit eine Marionette der Kirche, sowie deren verqueren Ansichten. Diese hemmen jegliche wissenschaftliche Erkenntnisse bei einem Großteil der Bevölkerung.
So, wie man an die Zauberkraft von Zuckerkügelchen glaubt, so glaubt man auch an einen lieben Gott, der alles im Griff hat, sich aber nie zeigt, da dieser auch nur eine Handpuppe
der Kirchen ist, dessen erfundene Existenz die Menschen gefügig und dumm halten soll.

Es geht den Kirchen auch nicht um die Menschen im Lande und deren Wohlergehen, sondern einzig um die Macht der Kirchen über die Menschen und da ist Aufklärung und Wissenschaft natürlich im Wege und muss relativiert werden, das dumme ist nur, viele fallen darauf auch im 21. Jahrhundert noch rein, da sie von Kindheit an permanent darauf programmiert wurden und es deshalb schwerfällt dies zu hinterfragen.

Letztendlich gibt es nur eine Wahrheit in allen Bereichen und diese ist unteilbar.

H. Lambert (nicht überprüft)

Di. 20 Jul 2021 - 13:24

Ich bin verwirrt! Gibt es nach Ansicht des Autors in "der Wissenschaft" nicht auch viele, ernstzunehmende, unterschiedliche Meinungen?
Außerdem finde ich den Tonfall überheblich und unangenessen.

David Z (nicht überprüft)

Mi. 21 Jul 2021 - 15:32

Antwort auf von H. Lambert (nicht überprüft)

Sie sind nicht verwirrt. Der Artikel ist komplett misslungen. Alleine der Vergleich der beiden Äusserungen Roth/Laschet ist völlig unplausibel, da sich der jeweilge Kontext extrem unterscheidet.

Das fällt jedem auf, der auch nur ansatzweise etwas von Erkenntnistheorie oder Wissenschaft im allgemeinen versteht. Um so erschreckender, dass der Autor wie auch viele Kommentatoren glauben, sie würden hier die Wissenschaft verteidigen.

Ich glaube eher Sie haben Lücken bezüglich Erkenntnistheorie und Wissenschaft. Lesen Sie mal bei Karl Popper nach, dort werden Sie wenig von "Meinungen" finden. Zu Laschet und Claudia Roth: Beide haben ein gestörtes Verhältnis zur Wissenschaft! Insofern gehören schon beide in denselben Kontext ...

David Z (nicht überprüft)

So. 25 Jul 2021 - 07:23

Antwort auf von B. Bührer (nicht überprüft)

Was genau meinen Sie? Erkennen Sie in der pauschalen Verabsolutierung "der Wissenschaft" etwa kein Gefahrenpotential für Missbrauch?

Florian (nicht überprüft)

Do. 22 Jul 2021 - 01:11

Antwort auf von H. Lambert (nicht überprüft)

Doch, die gibt es. Aber am Ende gibt es zu fast allen Themen (Corona, Klimawandel, ...) einen wissenschaftlichen Konsens. Zu dem gelangt man nicht durch Auswürfeln oder Lobbyismus, sondern eben über wissenschaftliche Methoden, Theorien, Versuche, Beweise, ...

Wenn danach 99 von 100 sagen "Corona ist tödlich" und 1 von 100 sagt "Corona ist nur ein Schnupfen", ist ersteres der Konsens.

Herr Florian, Sie haben das Problem in diesem Falle m.A. nicht verstanden. 1. Der "wissenschaftlicher Konsens" hat in diesem Falle keinesfalls die von Ihnen im Beispiel postulierte Eindeutigkeit. 2. Erkennen was ist, ist eine Sache, was zu tun ist, eine ganz andere.
Die Engführung der öffentlichen Diskussion von vielen Medien und fff auf CO2-Vermeidung, koste es was es wolle, führt uns in die Majafalle: Deren Menschenopfer haben den Klimawandel nicht aufhalten können, jedoch nebenbei ihr Gemeinwesen ruiniert.

Da muss ich Ihnen glatt widersprechen.

Gehen Sie mal auf den hervorragenden Blog "KlimaLounge" des renommierten Forschers Stefan Rahmstorf. Den betreibt er jetzt schon seit dreizehn Jahren, sehr anspruchsvoll und absolut empfehlenswert.

B. Bührer (nicht überprüft)

Do. 22 Jul 2021 - 15:58

Antwort auf von H. Lambert (nicht überprüft)

Nein, in der Wissenschaft hat "Meinung" wenig Platz. Es kommt auf rational erarbeitete Ergebnisse an, die in Experimenten, Versuchen oder Studien erarbeitet werden. Diese müssen auf gsichertem Wissen aufbauen, überprüfbar und reproduzierbar sein. Glauben und meinen ist fehl am Platz.
Den Ton finde ich eher moderat und bei weitem angemessen. Ich hätte deftiger formuliert ...

Herr Bührer, das ist doch selbstverständlich, aber nur die halbe Wahrheit. Es kommt auch immer auf die Einordnung an. Und zu behaupten, die herrschende Meinung in der Wissenschaft sei bei komplexen Systemen von Einheitlichkeit geprägt (sehr wenige Gegenmeinungen) negiert die Wissenschaftsgeschichte. Es gab immer Strömungen, die von abweichenden Interpretationen - um Meinungen zu vermeiden - abgelöst wurden.

Manfred H. (nicht überprüft)

Di. 27 Jul 2021 - 10:12

Antwort auf von H. Lambert (nicht überprüft)

Herr Lambert, das ist doch nun auch selbstverständlich.

Aber um diese Einordnung vornehmen zu können, muss man mindestens über ein abgeschlossenes Studium im naturwissenschaftlich-technischen Bereich verfügen.

Leider äußern sich viele zu diesen komplexen Themen, obwohl sie in keinster Weise den nötigen Background aufweisen.

Zweifellos hat Angela Merkel als Physikerin den nötigen Background, genauso klar ist aber auch, dass ein Armin Laschet auf dem Gymnasium einmal sitzen blieb und Claudia Roth ihr (nicht naturwissenschaftliches) Studium nach zwei Semestern abbrach.

H. Lambert (nicht überprüft)

Di. 27 Jul 2021 - 11:05

Antwort auf von Manfred H. (nicht überprüft)

Sehr geehrter Herr Manfred H, über Ihre Argumente sollten Sie etwas reflektieren. Als ob eine akademische und dazu naturwissenschaftliche Ausbildung etwas über das Beurteilungsvermögen sagt!

Lieber Herr Lambert, was vermuten Sie denn, woher Ihr Vermögen, etwas beurteilen zu können, kommt?

Vom Himmel gefallen ist es wohl nicht.

Also wurzelt das Beurteilungsvermögen wohl in der Ausbildung, welche wiederum auf der Schulbildung fußt. Jahrelange Erfahrung führt dann zur Festigung.

Wenn Sie also wissen wollen, was Frau Roth oder Herrn Laschet - oder auch Sie selbst, Herr Lambert - bezüglich eines Themas befähigt, ein fundiertes Urteil abzugeben, müssen Sie im Grunde nur ihren/Ihren schulischen und beruflichen Werdegang betrachten.

H. Lambert (nicht überprüft)

Do. 29 Jul 2021 - 11:01

Antwort auf von Manfred H. (nicht überprüft)

Diese Auffassung wird empirisch nicht bestätigt. Anders ausgedrückt: Wie weltfremd ist das denn!

Manfred H. (nicht überprüft)

Fr. 30 Jul 2021 - 11:58

Antwort auf von H. Lambert (nicht überprüft)

Ach nein, wirklich?

Na dann klären Sie mich doch mal auf!

Hat es Ihnen der liebe Gott in die Wiege gelegt oder haben Sie es mit der Muttermilch eingesaugt?

H. Lambert (nicht überprüft)

Mo. 2 Aug 2021 - 10:21

Antwort auf von Manfred H. (nicht überprüft)

Sie haben keinerlei Anlass hämisch zu werden. Diese Form ersetzt kein Argument.:-)

Nun ja, würden Sie tatsächlich über richtig handfeste Argumente verfügen, hätten Sie mir diese wohl längst um die Ohren gehauen.

Sie haben eben Ihre Meinung, aber auf mehr als einem Bauchgefühl scheint diese nicht fußen.

Äußerst problematisch finde ich nur, wenn es so weit geht, den wissenschaftlichen Konsens zu bestreiten, weil er nicht in das eigene Weltbild passt. Spätestens an diesem Punkt kann von Selbstreflexion m.E. keine Rede mehr sein.

Würden mehr Menschen das einfache "Schuster, bleib bei Deinem Leisten!" beherzigen, gäbe es weniger Probleme mit alternativen Fakten und dem Denken in Verschwörungskategorien.

H. Lambert (nicht überprüft)

Di. 3 Aug 2021 - 12:39

Antwort auf von Manfred H. (nicht überprüft)

Ihre Ansicht von Wissenschaft ist sehr unterkomplex. Wenn Ihnen im Zusammenhang mit Corona nicht aufgeht, wie vielfältig wissenschaftliche Erkenntnisse sind und dass sich ein Konsens zu einzelnen Aspekte erst im Diskurs unterschiedlicher Meinungen herausbildet, was kann Sie dann überzeugen?

Ich hatte eher Ihre Antwort an Florian bzgl. des wissenschaftlichen Konsenses zur CO2-Vermeidung im Sinn.

Ansonsten dachte ich nach wie vor an Claudia Roth und Armin Laschet, die mit diesem Begriff offensichtlich ihre Schwierigkeiten haben.

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Di. 20 Jul 2021 - 13:54

Wie immer sauber auf den Punkt gebracht, lieber Udo.
Die Wissen(schafft)sferne vieler (wenn nicht der meisten) Politiker ist erschreckend, was wiederum nicht wundert - haben doch die wenigsten von ihnen so etwas wie zB Chemie auch nur ansatzweise studiert.

A.S. (nicht überprüft)

Di. 20 Jul 2021 - 16:19

Dass "Wissenschaft" letztendlich der Name eines Verfahrens ist, wird in den Schulen nicht vermittelt. Das rächt sich gerade, bietet aber auch die Chance, zukünftige Generationen besser zu bilden.

Ulrike Dahmen (nicht überprüft)

Di. 20 Jul 2021 - 16:32

Vielen Dank für diesen ausgezeichneten Artikel.

Christian Kozla (nicht überprüft)

Di. 20 Jul 2021 - 18:53

Es ist bekannt: Die etablierten Parteien in Deutschland sind kirchenhörig - also für jeden, der die Wahrheit über die deutschen Kirchen kennt, unwählbar.

Wie können wir also die 40 % Konfessionsfreien dazu bringen, die Partei der Humanisten zu wählen - mit dem Ziel, das deutsche Mittelalter zu beenden???

Als deren kleineren Koalitionspartner, wenn es denn einen geben müsste, wünsche ich mir die Grünen - dann regieren gleich zwei Klima-Parteien.

Sigrid Meißner (nicht überprüft)

Mi. 21 Jul 2021 - 13:17

Antwort auf von Christian Kozla (nicht überprüft)

Die HPD ist leider zu wenig bekannt, warum macht sie nicht mehr Werbung? Ich habe sie jedenfalls gewählt und wähle sie im September wieder! S.M.

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Do. 22 Jul 2021 - 11:02

Antwort auf von Sigrid Meißner (nicht überprüft)

Gut so, ich bin Mitglied in dieser Partei und habe in keiner anderen Partei soviel kluge Köpfe gefunden wie in der PdH (nicht HPD), was die Wahlen betrifft, so sind wir für die kommende Bundestagswahl gut aufgestellt, googeln sie doch mal PdH also Partei der Humanisten.
Was den Humanismus betrifft, so gibt es darüber viele Bücher, auch von mir sind 3 davon auf dem Markt.

Christian Kozla (nicht überprüft)

Do. 22 Jul 2021 - 15:48

Antwort auf von Sigrid Meißner (nicht überprüft)

Die HPD hat zu wenig Geld. Das schreiben sie auch auf ihrer Webseite. Ich habe ihr 100 € gespendet. Das reicht nicht ganz.
Wie wäre es, wenn die Säkularen Geld sammeln würden für die Humanisten, um so ihre säkularen Ziele zeitnah in die Tat umzusetzen?
Wie wäre es, wenn die Säkularen diese säkularen Mitstreiter tatkräftig unterstützen würden durch Werbemaßnahmen in Absprache mit den Humanisten?
Wie sehen überhaupt die Kontakte aus zwischen dieser Partei und dem Rest der Säkularen in Deutschland? Erlauben sich die Säkularen immer noch, auf andere Parteien zu setzen (Grüne)?
Die Säkularen wirken ähnlich gepflegt verschlafen wie die Katholiken und Protestanten.

Was tun wir???

David Z (nicht überprüft)

Di. 20 Jul 2021 - 21:22

"Wie es scheint, hat sie nun einen würdigen Mitstreiter gefunden:... "

Wie es scheint, weiss der Autor nicht, wann ein Vergleich valide ist und wann nicht.

Im Fall von Claudia Roth wurde spezifisch eine als unwissenschaftlich empirisch nachgewiesene Behandlungsmethode thematisiert.

Im Fall von Laschet ist die Aussage ohne spezifischen Kontext, auch wenn er sich womöglich auf die sehr weiten Bereiche Klimawandel oder Corona bezieht - Bereiche also, wo wir von der Erkenntnissicherheit des ersten Falls Lichtjahre entfernt sind und dort die der Wissenschaft inherente Skepsis nicht nur möglich sondern essentiell und wichtig ist für die weitere Erkenntnisgewinnung.

Die Aussage Laschets ist somit völlig richtig und es verwundert doch sehr, dass diese recht simple Erkenntnis den Autor sowie die im Spiegel oder Twitter erwähnten Personen nicht erreicht - um so mehr, als dass sie sich scheinbar als Verteidiger der Wissenschaft verstehen während sie verkennen, dass sie lediglich ihre eigene, ganz persönliche "Wissenschaft" verteidigen und sich damit im exakten Gegenteil von Wissenschaft befinden, im Dogmatismus.

Laschet hat aber nicht dazu aufgerufen, zu überprüfen wie die Evidenzlage tatsächlich ist, sondern alleine auf die Motivation derjenigen abgezielt, die seiner Meinung nach von "der Wissenschaft" sprechen.

Das ist wiederum eine Einladung zu Fehlschlüssen. Man müsse alleine die Motivation desjenigen anschauen und könne anhand dessen die Evidenz einschätzen.

Warum sollte Laschet zu so etwas "aufrufen"? Ist das nicht eine Selbstverständlichkeit?

Sein Thema war die pauschale Verabsolutierung von etwas, was einfache Menschen als "die Wissenschaft" bezeichnen.

Das ist doch ein völlig valider Punkt angesichts dessen, was wir so miterleben müssen, wenn Kinder, die grade mal ein paar Jahre auf diesem Planeten sind und noch nicht einmal ihr Zimmer aufräumen können, sich als Masterbrains gerieren und hysterisch, wie im religiösen Wahn, völlig unreflektiert "hört auf die Wissenschaft!" kreischen und bestimmte politischen Richtungen diese uralte Methode der Instrumentalisierung der Jugend erkannt haben und fröhlich ausnutzen.

Ihrer Interpretation kann ich demnach nicht ganz folgen, zumal er ja überhaupt nicht von "Motivation" oder "Evidenz" spricht, sonden vielmehr davon, dass "die Wissenschaft" keine Religion mit absoluten Wahrheiten ist und auch nicht sein will - und auch nicht sein darf.

Laschet sagt, man solle hinterfragen, was jemand im Schilde führt. Da geht es alleine um Motivation und nicht Evidenz.

David Z (nicht überprüft)

Do. 29 Jul 2021 - 11:46

Antwort auf von libertador (nicht überprüft)

Genau. Jemand, der pauschal "die Wissenschaft" als Totschlagargument verwendet, dem sollte man mit dem, was er fordert, durchaus skeptisch gegenüberstehen.

Ich halte das für eine völlig valide Einschätzung. In der Argumentationslogik hat dieser Trugschluss sogar einen Namen: argumentum ad verecundiam

1. anscheinend, nicht scheinbar ...
2. Er vertritt sehr wohl das Vorgehen der Wissenschaft über das es weitgehende Übereinstimmung gibt. Vielleicht mal bei Karl Popper nachlesen ...
Die Wissenschaft liefert nicht die Wahrheit, aber die beste Annäherung an die Wahrheit. Daher sollte man sich schon an wissenschaftliche Ergebnissen orientieren und ihnen vielleicht skeptisch, aber nicht misstrauisch begegnen.

David Z (nicht überprüft)

So. 25 Jul 2021 - 08:14

Antwort auf von B. Bührer (nicht überprüft)

1. Nein: offensichtlich

2. Wenn der Autor tatsächlich den Gedanken der Wissenschaft vertreten würde, hätte er nicht diese offensichtlich falsche Analogie zwischen den beiden Aussagen gezogen.

Er hätte ferner erkannt, dass es bei Laschet nicht darum geht, wissenschaftliche Hypothesen zu ignorieren sondern darum, dass diese nicht eindimensional als politisches Argument instrumentalisiert und damit missbraucht werden.

Da diese valide Kritik nicht nur, aber zum grossen Teil die Parteigänger seiner Weltsicht trifft, schlägt der Autor unreflektiert verbal um sich. Und das ist mit Verlaub das Gegenteil einer erkenntnisorientierten Sichtweise.

Quod erat demonstrandum.

Adam Sedgwick (nicht überprüft)

Di. 20 Jul 2021 - 23:56

Wissenschaftsignoranz
Ja, da kann einem angst und bange werden bei diesem Politik-Personal. Sowohl die Pandemien als auch die Klimaerhitzung sind für die Fortexistenz der Menschheit einige der entscheidenden Probleme. Handhabung und Lösung dieser Probleme erfordern eine hohe wissenschaftliche Expertise, natürlich auch für das Denken in Systemen. Darauf macht der Beitrag von Udo Endruscheit ja eindringlich aufmerksam. Natürlich können sich die Zustände in der Republik, auch in der EU, zu etlichen weiteren Katastrophen entwickeln, wenn wichtige Entscheidungsträger noch im ewig gestrigen Denken verhaftet sind. Armin Laschet hat es bisher noch nicht geschafft, mit einsichtigen, überzeugenden Zukunftskonzepten zu brillieren. Dabei stellt sich bei der Betrachtung des aktuellen CDU Wahl-Programms überraschend heraus, dass man sich den mittlerweile gefährlichen Umweltentwicklungen stellen muss, und die entscheidenden Probleme zumindest auf dem Papier erkannt hat. Das Wahl-Programm der Grünen dagegen ist mehr stereotyp und nicht mitreißend oder gar ermutigend. Bin selbst überrascht über die leichte fortschreitende Entwicklung der Parteien. Dass ich mal nichts Negatives zur CDU sage, wundert mich, zumal ich in meinem Leben nie die CDU gewählt habe, werde es auch weiterhin nicht tun können, dank Laschet. Nach Hannah Arendt gibt es keine Wahl zwischen zwei Übeln, also einem größeren und kleinerem, Übel bleibt Übel, also kann man es nur lassen mit der Wahl.

Nun noch was kurzes zur Wissenschaft: Politik und Wissenschaft, speziell Naturwissenschaft, gehören zusammen wie Feuer und Wasser. Politik ist, wie jedermann weiß, interessengeleitet und die Wissenschaft der Wahrheit und dem Erkenntnisgewinn verpflichtet. Naturwissenschaft erarbeitet Thesen und nach gründlicher Forschungsarbeit oft eine Theorie. Wichtig dabei sind die Fragestellung, der logische Aufbau von Experimenten zur Beantwortung der Fragen. Die gründliche und logische Interpretation der Ergebnisse. Alle Experimente müssen reproduzierbar sein. Die gefundenen Thesen müssen grundsätzlich falsifizierbar sein. Mit diesem Vorgehen kommt die Politik nicht klar. Der Politiker selbst denkt nur an seine eigenen Interessen, wenn dem nicht so wäre, sondern er nur zum Wohle der Mehrheit des Volkes handelte, sähe der Globus nicht so aus, wie er jetzt aussieht. Die vielen Verträge mit Lobbyisten, Nebentätigkeiten sprechen da eine deutliche Sprache, der Abgeordnete ist nur seinem Gewissen verpflichtet, heißt es im Grundgesetz. Davon spürt man nur äußerst wenig.
Noch eine Bemerkung zum Ansehen der Naturwissenschaft in der Öffentlichkeit: Naturwissenschaft wird häufig als Spielerei aufgefasst, das kleine Fernrohr im Kinderzimmer. Dagegen die Geisteswissenschaften, die Dichtkunst, der ausgefeilte, mehrschichtige Roman wird als höchste menschliche Leistung gewürdigt. Ein Beispiel für meine Einschätzung: Jedes Jahr wird der Nobelpreis für Literatur am meisten gewürdigt durch längere Beiträge in den Medien wie „heute Journal“ oder „tagesthemen“, die anderen Preisträger in Chemie, Medizin und Physik werden nur mal erwähnt, außer wenn es ein deutscher Preisträger ist.

David Z (nicht überprüft)

Mi. 21 Jul 2021 - 15:43

Antwort auf von Adam Sedgwick (nicht überprüft)

"Wissenschaftsignoranz"

Laschet warnt vor Missbrauch der Wissenschaft und Sie sehen da "Wissenschaftsignoranz"? Sehr eigenartig.

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Do. 22 Jul 2021 - 11:12

Antwort auf von Adam Sedgwick (nicht überprüft)

Was meine Meinung dazu ist schnell gesagt. < Schauen Sie was die Habgier und die
Machtgier aus diesem einzigartigen Planeten gemacht hat.>

Christian Meißner (nicht überprüft)

Mi. 21 Jul 2021 - 06:36

Wenn der Herr AfD-Politiker mit seiner Aussage Recht gehabt hätte, mag Herr Laschet gern zustimmen. Nur ist die Aussage skandalös. Sie diskreditiert alle, die sich wünschen, dass politische Entscheidungen evidenzbasiert sind.

Im Grunde genommen sagen die beiden Herren: "Misstraut Menschen, deren Entscheidungsgrundlage die Vernunft ist." Hier soll offenbar die Möglichkeit einer konservativen Einheitsfront skizziert werden, deren Grundlage der Irrationalismus ist.

Es sind genau solche Ideen, die in völkisch-nationalistische Diktaturen führen können. Wer das nicht glaubt, lese bitte den zweiten Band von Karl Poppers "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde". Dort ist dies detailliert beschrieben.

David Z (nicht überprüft)

Mi. 21 Jul 2021 - 15:23

Antwort auf von Christian Meißner (nicht überprüft)

Ich denke, Sie haben Laschet komplett missverstanden. Laschet sagt nicht, dass man Wissenschaft ablehnen sollte, sondern das genaue Gegenteil. Er warnt davor, dass "Wissenschaft" als Argument missbraucht werden kann und somit das Argument der Wissenschaft nicht mehr dem Wissen dient, sondern dem ideologisierten Dogmatismus. Übrigens etwas, das der von Ihnen zitiere Popper ebenfalls erkannt und formuliert hat.

Das Zitat des Herrn Laschet steht oben im Artikel. Und es ist nun mal keine hinreichende Beschreibung von Wissenschaft, dass es dort Meinungen und "Mindermeinungen" gäbe. Die haben Sie in einem Schulraum voller Sechstklässler auch.

Vielmehr geht es zunächst um die Frage, anhand welcher Kriterien Erkenntnisse eigentlich als - vorläufig! - gesichert angesehen werden können. Schon wird das Gros der "Mindermeinungen" entzaubert. Für die restlichen "echten" wissenschaftlichen Mindermeinungen gilt selbstverständlich das Gebot der kritisch-rationalen Prüfung.

Ungeachtet all dessen sollte evidenzbasierte Politik ihre Entscheidungen natürlich maßgeblich am derzeitigen wissenschaftlichen Konsens ausrichten. Dieser ist ja auch in sehr vielen aktuellen Fragestellungen vorhanden: Ist Impfen sicher? Ja. Ist der Klimawandel menschengemacht? Ja. Usw.

Im Gegensatz zur Aussage des Herrn Laschet besteht also in den meisten Fällen überhaupt kein Grund misstrauisch zu werden, wenn jemand mit "der Wissenschaft" argumentiert.

David Z (nicht überprüft)

So. 25 Jul 2021 - 09:16

Antwort auf von Christian Meißner (nicht überprüft)

Ich bin entsetzt, meinen Sie das tatsächlich ernst? Selbstverständlich beinhaltet Wissenschaft auch "Mindermeinungen" - Galilei und Einstein würden sich ob Ihrer Behauptung im Grabe umdrehen. Oder versuchen Sie hier unredlicherweise, das Wort "Mindermeinung" als "minderwertig" umzudeuten, obwohl der Kontext (Minderheitenmeinung) klar aus Laschets Aussage hervorgeht?

Nein, es geht nicht "um die Frage, anhand welcher Kriterien Erkenntnisse eigentlich als - vorläufig! - gesichert angesehen werden können." Es geht in Laschets Aussage vielmehr darum festzustellen, dass "die Wissenschaft" keine homogene, pauschale oder absolute Einheit ist, die man selektiv und eindimensional als Argument verwenden kann, grade in Bereichen, in denen Hypothesen anstatt empirischer Erkenntnisse dominieren.

"Dieser ist ja auch in sehr vielen aktuellen Fragestellungen vorhanden: Ist Impfen sicher? Ja. Ist der Klimawandel menschengemacht? Ja. Usw."

Genau diese naiv infantile, eindimensionale, pauschalisierende Simplifizierung ist das, was oben angesprochen wird.

"Im Gegensatz zur Aussage des Herrn Laschet besteht also in den meisten Fällen überhaupt kein Grund misstrauisch zu werden, wenn jemand mit "der Wissenschaft" argumentiert."

Verstehe. Also jeder, der irgendwie das Wort "Wissenschaft" in seiner Behauptung platziert, handelt immer objektiv und hat stets Recht mit dem was er sagt und fordert - denn er "argumentiert ja mit der Wissenschaft". Na Prost Mahlzeit.

Selbstverständlich gibt es "Mindermeinungen" in der Wissenschaft. Ich habe auch nichts Gegenteiliges behauptet.

Wer gleich zu Anfang seines Kommentars meine Worte ins Gegenteil verdreht und ferner mit absurden Unterstellungen arbeitet, hat sich für mich als Diskussionspartner erledigt.

Bei Ihren ansonsten weitgehend erkenntnistheoretiebefreiten Aussagen mache ich ohnehin liebend gerne den Drosten. Ihnen einen schönen Tag!

Nein, nicht ich bin es hier, der Worte verdreht, sondern doch wohl ganz offensichtlich Sie. Sie verdehen die Worte Laschets und deuten sie als Strohmann, um sich dann fröhlich daran abzuarbeiten. Und jetzt verdrehen Sie auch noch Ihre eigenen Worte.

Denn ganz eindeutig haben Sie mit Ihrer Wortwahl "Mindermeinung" negativ konnotiert. Vielleicht hilft folgendes als Gedächtnisstütze. Zitat: "Und es ist nun mal keine hinreichende Beschreibung von Wissenschaft, dass es dort Meinungen und "Mindermeinungen" gäbe. Die haben Sie in einem Schulraum voller Sechstklässler auch."

Die pauschale Verächtlichmachung von Mindermeinungen ist eindeutig. Und das ist inakzeptabel. Zum Glück haben Sie das erkannt, sonst würden Sie nicht so infantil-eingeschnappt reagieren.

Dass Mindermeinungen nicht stets wissenschaftlich valide sind, ist richtig. Aber das gilt für die Mehrheitsmeinung ebenso. Ihr Hinweis auf das "Gebot zur kritisch-rationalen Prüfung" ist folglich eine Binsenweisheit, die weder ich noch Laschet widersprechen würde. 

Auch Ihnen einen wunderschönen Tag.

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Mi. 21 Jul 2021 - 10:02

Noch n' Kommentar zum Artikel.
In gewisser Weise hat Frau Claudia Roth ja recht mit dem Ausspruch es gibt so ne oder so ne Wissenschaft. Zum einen gibt es die Fakten basierte evidente Wissenschaft, welche dann auch Wissen-schafft, zum anderen die Pseudo-verschwurbelde " Wissenschaft"
welche einfältige Gemüter ver(b.....)unsichert.

malte (nicht überprüft)

Mi. 21 Jul 2021 - 13:16

Ist das Zitat von Laschet wirklich so falsch? Ja, in der Wissenschaft gibt es Minderheitspositionen, und oft werden genau die als "die Wissenschaft" präsentiert.

Auch der Bundesverband homöopathischer Ärzte beruft sich auf "die Forschung": https://www.dzvhae.de/homoeopathie/forschung/grundlagenforschung/
Der Autor des Textes wird mir sicher zustimmen, wenn ich sage, dass man gut beraten ist, so etwas kritisch zu hinterfragen. Auch Anhänger von Thesen wie "Es gibt mehr als zwei Geschlechter" oder "Geschlecht ist ein Spektrum" berufen sich gerne auf einen angeblichen "Konsens der Wissenschaft", obwohl sie sich lediglich auf obskure Außenseiterpositionen beziehen.

Wahrscheinlich hat Laschet das nicht gemeint, aber er hat hier aus Versehen eine Wahrheit ausgesprochen...

Auch in den von Ihnen genannten Fällen ist man gut beraten auf die Evidenzlage zu schauen und nicht das ins Zentrum zu rücken, was der andere vermeintlich oder tatsächlich im Schilde führt. Es sei denn man möchte vornehmlich ideologische Debatten führen und sieht die Wissenschaft auch als im wesentlichen Auseinandersetzung von verschiedenen Standpunkte ohne Methoden der Evidenz.

Das man immer irgendwelche Außenseiter auf (un-)wissenschaftlichen Abwegen findet ist ja wenig aussagekräftig, wie man an den Beispielen der Homöopathie, Corona oder dem Klimawandel sehen kann.

Es gibt Fragen, die sind wissenschaftliche offen und es gibt welche die sind weitestgehend geklärt. Die sind weiterhin für neue Evidenz offen, aber ohne diese wird sich aus guten Gründen nichts ändern.

malte (nicht überprüft)

Fr. 23 Jul 2021 - 11:22

Antwort auf von libertador (nicht überprüft)

Klar muss man immer auf die Evidenzlage schauen. Mein Punkt ist, dass einige, die sich auf "die Wissenschaft" berufen, genau das nicht tun, sondern die vermeintliche Wissenschaftlichkeit eher als rhetorische Figur verwenden. Man pickt sich die Studien und Forscher heraus, die die eigene Weltsicht bestätigen, ohne das große Bild und die allgemeine Forschungslage zu berücksichtigen.

Und wenn Menschen beim Blick auf die Wissenschaft so selektiv vorgehen, muss man natürlich immer auch nach der Motivation fragen. Oreskes und Conway haben ja z.B. aufgezeigt, wie die Leugnung des anthropogenen Klimawandels mit marktradikaler Ideologie zusammenhängt.

Christian Meißner (nicht überprüft)

Do. 22 Jul 2021 - 18:01

Ich möchte an dieser Stelle noch ergänzen, dass ich die Angriffe auf Herrn Laschet wegen seines Lachers für nicht berechtigt halte: Jeder, der sich schon einmal in einer für die Psyche belastenden Extremsituation befunden hat, weiß, dass dem Lachen hier eine Entlastungsfunktion zukommt. Das ist also menschlich. Sind wir jetzt Humanisten oder nicht?

So viel zu der Situation. In seinen Schuhen haben wir nicht gesteckt! Und mit der vom Autor bemängelten fehlenden Empathie ist es da wie mit dem Toreschießen. Von der Fernsehcouch sagt es sich leicht: Den hätte ich aber locker reingemacht!

Wenn dergleichen heute offenbar schon unverzeihlich ist: Wie können wir uns dann die wirklich großen und echten Fehler vergeben?

"Es ist ja auch Wahlkampf", werden jetzt einige vielleicht sagen. Aber was sagt das über dessen Niveau aus, wenn so ein hochkameraauflösendes Detail endlos breitgetreten wird? Ich finde, wir alle haben in der Hinsicht Besseres verdient. Wir sollten jetzt m. E. deshalb wirklich - und ausschließlich - über Inhalte reden!

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Fr. 23 Jul 2021 - 14:00

Antwort auf von Christian Meißner (nicht überprüft)

Den Lacher kann ich Herrn Laschet verzeihen, aber die Tatsache, dass er von Nathanael
Liminski beeinflusst, wenn nicht gar geführt wird, ist für mich unverzeihlich.
Dieser N.L. ist ein hohes Tier bei Opus Dei und vertritt ausschließlich die Interessen der RKK.
Aus diesem Grund werden in NRW auch Verträge mit DITIP gemacht um die rückwärts gerichteten Ziele der Religionen zu stärken. Eine Apokalyptische Weltsicht dient nur den Religionen und behindert den Fortschritt der Menschheit, aber, genau das ist die Agenda der Kirchen. Die Tatsache, dass der Vatikan, der kleinste Staat der Welt, nach den USA der reichste Staat der Welt ist, sollte doch mal zu denken geben.
Diese Reichtum, der sicher nicht erarbeitet wurde, gibt der RKK Macht, welche sie für ihre Ziele benutzt.
So ziemlich in allen Staaten, in denen monotheistisch Religionen das Sagen haben, sind die
dortigen Politiker nur Marionetten der religiösen Ideologie.

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