Gesellschaft

Charlie, Aylan und der Wunsch, gut sein zu wollen

BERLIN. (hpd) Das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" hat eine Karikatur zum ertrunkenen syrischen Jungen Aylan Kurdi veröffentlicht. Ein Grund zur Empörung für viele Nutzer der sozialen Netzwerke. Währenddessen bessert BILD sein Image mit Flüchtlingen auf, reagiert aber verschnupft auf einen Fußballverein, der nicht mitzieht. Für hpd-Gesellschaftskolumnist Carsten Pilger zwei Ereignisse, die ähnliche Probleme aufweisen.

TTIP-freie Zonen?

BERLIN. (hpd/press) Attac verzeichnet auf einer Deutschlandkarte bereits 285 Gemeinden als "TTIP-freie Zone". Doch so radikal wie das klingt, sind manche Lokalpolitiker nicht gegen ein Handelsabkommen mit den USA. Sie wehren sich gegen Verschlechterungen. Eine Übersicht über den Protest, der sich derzeit bundesweit in Kommunen regt.

Beschneidungskampagne - vor dem Bundeskanzleramt

Antidiskriminierungsstelle toleriert Geschlechterdiskriminierung

BERLIN. (hpd) Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) ist eine Einrichtung, die sich - wie der Name schon andeutet - mit der Aufklärung über und dem Kampf gegen Diskriminierungen aus unterschiedlichsten Gründen (Religion, Geschlecht, ethnische Herkunft u.a.) beschäftigt. Aktuell ruft sie unter dem Motto "Gleiches Recht. Jedes Geschlecht." zu einem für den 16. September geplanten Aktionstag in Berlin auf.

Junge Union vs. Moderne

BERLIN. (hpd) Alljährlich versammeln sich fundamentalistische Christen zum sogenannten "Marsch für das Leben". Unterstützt wird der Marsch von der Jungen Union Deutschlands, die mit ihrer Teilnahme bewusst die Kooperation mit Rechtspopulisten eingeht.

Keine Ehrung für Nazi-Zoodirektor

BERLIN. (hpd) Im Berliner Zoo steht eine Bronzebüste des ehemaligen Zoodirektors Prof. Dr. Lutz Heck. Dieser war von 1932 bis 1945 Direktor des Berliner Zoos und glühender Anhänger des Naziregimes. Doch Zweiteres erfahren die Besucher des Berliner Zoos nicht.

Abbau von Bürokratie statt neuer Restriktionen für Flüchtlinge

BERLIN. (hpd) Anlässlich der Ergebnisse des Koalitionsgipfels zur Flüchtlingspolitik begrüßte das Deutsche Institut für Menschenrechte die Entscheidung der Bundesregierung, den syrischen Flüchtlingen in Ungarn die Einreise in Deutschland zu genehmigen. Das Institut kritisierte gleichzeitig aber auch die Verstärkung von Restriktionen für Flüchtlinge, wie es die Regierungskoalition am 6. September beschlossen hat.

Die "Bilderberg"-Gruppe

BONN. (hpd) Der Politikwissenschaftler und Soziologe Björn Wendt untersucht in seinem Buch "Die Bilderberg-Gruppe. Wissen über die Macht gesellschaftlicher Eliten" das Wissen von Medien, Politik und Verschwörungsanhängern zur genannten Gruppe. Dabei macht er deren strukturellen Blindheiten und Verzerrungen deutlich, kann aber – was indessen auch nicht sein Ansatz ist - letztendlich auch keine Einschätzung zur politischen Relevanz der "Bilderberger" vornehmen.