Kuba: Erste römisch-katholische Kirche seit 1959 eingeweiht
Foto: © Blue Serge, Flickr CC BY-SA 2.0
Im westkubanischen Sandino ist nach 60 Jahren wieder eine katholische Kirche gebaut und eingeweiht worden. Sie ist die erste fertiggestellte von drei durch die Regierung genehmigten Kirchen. Die Kirche fordert, neben der Erlaubnis Gebetshäuser bauen zu dürfen, auch Mitspracherecht bei der Formulierung der neuen Verfassung.
Zum ersten Mal seit der Revolution im Jahre 1959 ist eine katholische Kirche eingeweiht worden. Sie soll etwa 200 Gläubigen Platz bieten und wurde auf vom Staat gewährten Boden erbaut. Zwei weitere Kirchen, eine in Havana und eine in Santiago befinden sich im Bau, bzw. im Baustart. Die Los Angeles Times sieht darin eine Erwärmung der Beziehungen zwischen Kuba und dem Vatikan. Bereits in den 90er-Jahren hatte Fidel Castro die Restriktionen für die Kirche gelockert. Sowohl Johannes Paul II, Benedikt XVI und Franziskus hatten Kuba besucht.
Neben Verbindungen zum Vatikan verstärken die Kirchen auch die Annäherung an Gemeinden in den USA. Die Finanzierung der drei Kirchenbauten stammt zu einem großen Teil aus den USA. Eine Gemeinde in Tampa, Florida, hatte laut Cibercuba 95.000 Dollar (entspricht etwa 83.250 Euro) gespendet.
Das Erstarken der Kirche jedoch bringt neben Gebetshäusern auch Einmischung in die Politik mit sich. Betroffen ist nach Angriffen auf die Ehe für alle auch die Diskussion um die neue Verfassung. Darin wird mit der Formulierung der Ehe als eine gesellschaftliche und juristische Institution und Form der Familienorganisation versucht eine Ehe für alle in Zukunft zu ermöglichen. Die Kirche versteift sich weiterhin auf die Formulierung, dass die Ehe eine Union zwischen einem Mann und einer Frau sei.
Laut Jornada fordert die Kirche zudem, dass der Passus zur Religionsfreiheit erweitert wird. So soll die Kirche juristisch anerkannt werden. Auch erwartet sie, neben Sozialismus und Kommunismus als Form der persönlichen Entfaltung genannt zu werden.
Kommentare (18)
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legt diesen heuchlerischen
legt diesen heuchlerischen Heilsverkündern endlich das Handwerk!
Kaum vom sogenannten Kommunismus genesen ( oder besser gesagt: befreit), fängt nun auch in Kuba die ganze Geschichte wieder von vorne an, so, wie in Polen und anderen ehemaligen Ostblockstaaten
OK, dann aber bitte auch die
OK, dann aber bitte auch die "Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters" berücksichtigen! Ehe ist eine Verbindung zwischen Pirat*In und Pirat*In, der Pastafarianismus ist eine weitere Form der persönlichen Entfaltung und die KdFSM wird juristisch anerkannt. Es würde mich nicht wunden, wenn mehr Pastafari als Katholiken auf Kuba leben.
Soll das Satire sein, lieber
Soll das Satire sein, lieber Christian Mohr? oder haben Sie noch nicht begriffen, dass die "Pastafaris" selbst Satire in Reinform sind (und auch nichts anderes sein wollen)?
Ja Herr Krause, das war
Ja Herr Krause, das war Satire. Und auch gut erkennbare. Aber die katholische Kirche ist ja auch Satire pur, nur eben von der Sorte, dass einem das Lachen im Halse stecken bleibt.
Moin, Herr Büchner! Ist chr.
Moin, Herr Büchner! Ist chr. Mohr Ihr Pseudonym? oder kann Herr Mohr nicht für sich selbst antworten?
Ich habe geantwortet, weil
Ich habe geantwortet, weil ich erstaunt darüber war, dass Ihnen die Satire in Herrn Mohrs Beitrag nicht ins Auge gesprungen ist. Das darf man in diesem Forum machen - falls Sie das nicht wußten
Verzeihen sie die fehlende
Verzeihen sie die fehlende Kenntlichmachung werter Herr Kay Krause und meinen Dank für die erfolgte Aufklärung an Herrn Büchner.
Ich muss Ihnen hier aufs schärfste widersprechen Herr Kay Krause, denn das heilige Pastafaritum ist mitnichten bloß(e) Satire. Ich lade Sie gerne dazu ein, sich auf z.B. pastafari.eu darüber ausführlicher zu informieren.
Wer die Verhältnisse
Wer die Verhältnisse dauerhaft ändern will, muss die Religion ändern.
Das haben die Kommunisten vergessen.
Wie denn Dogmen ändern?
Wie denn Dogmen ändern?
Der Sinn von Dogmen ist doch
Der Sinn von Dogmen ist doch gerade dass sie unabänderbar sind. Durch die religiösen Dogmen sollen Veränderungen am aktuellen Gesellschaftssystem und den aktuellen Herrschaftsverhältnissen unterbunden werden.
Religion ist "Beton im Kopf".
Im Umkehrschluss bedeutet das, dass jede nachhaltige gesellschaftliche Veränderung Änderungenen an den religiösen Dogmen bedarf. Andernfalls erfolgt über kurz oder lang die Restauration der alten Ordnung. Siehe Napoleon + Wiener Kongress. Siehe Weimarer Republik und die mißglückte Restauration, die uns die Nazis beschert haben. Siehe die aktuellen restaurativen Bestrebungen, z.B. in Deutschland und Russland.
Solange wir Religion tolerieren wie sie ist, wird die gesellschaftliche Restauration kommen.
"... Änderungenen an den
"... Änderungenen an den religiösen Dogmen bedarf."
Aber:
"Der Sinn von Dogmen ist doch gerade dass sie unabänderbar sind."
Letzteres meinte ich, Frau Sander.
Man kann Dogmen jedoch über Bord werfen.
Ja, Herr Trutnau, wenn man
Ja, Herr Trutnau, wenn man verstanden hat, dass Dogmen keine Wahrheiten sind und die Drohung mit der Hölle nur ein Bluff.
Lieber A.S., immerhin haben
Lieber A.S., immerhin haben sie es versucht, aber nicht konsequent genug, darum ist es ihnen weder in Polen, noch in Kroatien und auch nicht in diversen anderen Ländern gelungen. Diese Zecke sitzt einfach zu tief in der Haut! Mit einer Pinzette kommt man da nicht weiter, da bedarf es schon chemischer Mittel!
Man muss Kleriker jeglicher
Man muss Kleriker jeglicher Konfession als psychologisch äußerst geschickte "Meister der Menschen-Manipulation" ansehen. Die "Überlebenskapsel" ist: "Religion tröstet Menschen". Korrekt wäre: "Religion manipuliert Menschen". Das "Trösten" ist nur ein Spezialfall - und der Türöffner für immer wiederkehrende Neuauflagen von Massen-Manipulation durch Religion.
Wieder ein Beweis dafür, dass
Wieder ein Beweis dafür, dass Menschen nichts dazu lernen...
Schon wieder ein Akt der
Schon wieder ein Akt der "Menschlichkeitsentwürdigung", bedenkt man die Hintergrundgeschichte der Märchenwelt, der Fantasiewelt von Religionen.
"Auch erwartet sie" bzw.
"Auch erwartet sie" bzw. betreibt sie (die Kirche) eine schrittweise Reconquista.
Das kann dauern.
Es ist die Aufgabe des
Es ist die Aufgabe des Staates, die Religionen auf ihren Platz im Privatbereich zu verweisen. Ein System, das es geschafft hat, über 50 Jahre lang den Amerikanern vor ihrer Haustür zu trotzen, wird doch vor der Kirche nicht einknicken.