Aktuelle Studie zeigt Zusammenhang:
Wohlstand folgt auf Säkularisierung
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Eine aktuelle Studie von der University of Bristol hat nachgewiesen, dass der Rückgang der Religiosität in der Bevölkerung stets vor einem wirtschaftlichen Aufschwung stattfand.
Seit längerem ist bekannt, dass säkulare Gesellschaften wirtschaftlich stärker sind als streng religiöse. Klar war jedoch bislang nicht, was Ursache und was Wirkung ist: Macht eine starke Wirtschaft, die den Menschen Freiheiten ermöglicht, diese weniger religiös oder verhindert Religion den wirtschaftlichen Aufschwung.
In einer aktuellen Studie kommen Damian J. Ruck, R. Alexander Bentley und Daniel J. Lawson von der University of Bristol zu der Erkenntnis, dass wirtschaftlicher Aufschwung mit dem Abschwächen der Religion zusammenhängt. Schon längst ließ sich an zahlreichen Beispielen nachweisen, dass Staaten mit einem hohen Anteil an religiösen Menschen im Durchschnitt ökonomisch weniger erfolgreich sind. Das hat unter anderem damit zu tun, dass religiöse Dogmen eine (für den wirtschaftlichen Aufschwung notwendige) Freiheit der Wissenschaft nicht zulassen.
Die Forscher untersuchten Daten zur Wirtschaftsentwicklung und Säkularisierung aus 109 Ländern, die zwischen 1900 und 2000 erhoben worden waren. Dabei zeigte sich, dass ein Rückgang der Religiosität in der Bevölkerung stets vor einem wirtschaftlichen Aufschwung stattfand. Die Forscher wiesen zudem nach, dass selbst in den USA die weniger religiös geprägten Bundesländer die prosperierendsten sind; auch wenn das Land insgesamt sehr religiös ist.
Einen weiteren Grund für die wirtschaftliche Stärke fanden die Wissenschaftler in einer allgemeinen Zunahme von Respekt für individuelle Rechte und Toleranz – also für die Zunahme von Werten, die gegen die Auffassung von Religionen stehen. Bei standard.at heißt es: "Länder, in denen Abtreibungen, Scheidungen oder Homosexualität großteils akzeptiert werden, haben eine größere Chance auf einen zukünftigen wirtschaftlichen Aufschwung."
Bentley weist darauf hin, dass es sich dabei nicht zwingend um eine Kausalität handeln müsse. Möglich sei auch ein weiterer Faktor, der nicht Gegenstand der Studie war. So weisen manchen Ergebnisse darauf hin, dass eine Stärkung der Frauenrechte einen gewichtigen Anhaltspunkt für wirtschaftliche Stärke gebe. Hier mag man einwenden, dass die Stärkung der Frauenrechte immer auch an eine schwindende Religiosität gekoppelt ist. Die Wissenschaftler wollen diesen Teilaspekt nun genauer erforschen.
Ruck sagte bei der Vorstellung der Studie: "Wir haben festgestellt, dass steigende Säkularisierung nur dann zu besserer wirtschaftlicher Entwicklung führt, wenn zeitgleich die individuellen Rechte gestärkt werden."
Kommentare (28)
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Ich denke, dass die Studie
Ich denke, dass die Studie bestätigt, was einem der gesunde Menschenverstand und die alltägliche Beobachtung auch zeigt:
Das Zurückdrängen irrationaler, also nicht rational begründeter Entscheidungen, die durch die Religion und nicht durch Vernunft und Erfahrung begründet sind, in deutlich mehr Fällen zu besseren, das heißt, zu den erwünschten Ergebnissen führt.
Wer zum Beispiel durch Beten Regen für die Ernte erhofft, kann zufällig Glück haben, grundsätzlich kommt von da oben aber keine Hilfe. Es sei denn, man hat sie selbst veranlasst. (Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott.) Wer dagegen Früchte anbaut, die nicht so viel Wasser benötigen, ferner Wasserreservoirs anlegt, sich Maschinen ausdenkt, die insgesamt dafür sorgen, dass insgesamt mehr Ertrag herauskommt und wer eine bewusste Vorratshaltung betreibt (und nicht dem Bibelspruch vertraut: Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nähret sie doch. …), wird im Laufe der Zeit mehr Wohlstand produzieren.
Auf eine kurze Formel gebracht: Wer Wissenschaft betreibt, und wenn sie nur in ersten solchen Ansätzen besteht und sie nicht aus religiösen Gründen behindert oder gar ablehnt, wird damit besser fahren als mit Aberglauben, der aus Beschwörungsriten und bloßem Hoffen besteht.
Generell gilt: Religionen predigen den Menschen, was sie denken sollen, die Wissenschaften, speziell die Naturwissenschaften zeigen den Menschen, wie sie denken sollen, um zu wirklichkeitsgerechten und damit dem Menschen dienlichen Erkenntnissen zu gelangen.
@ Uwe Lehnert
@ Uwe Lehnert
die Ergebnisse der Studie sind so vage, dass sie gar nichts bestätigen.
Dass die USA nicht so recht ins Bild passen – Religiosität (fundamentalistische, evangelikale, etc.) und trotzdem "Wohlstand" –, wird auch im Artikel erwähnt. Und dann ist natürlich die Frage, wem der "Wohlstand" – die "Prosperität" – überhaupt nützt: den Chefs von Apple, Amazon, Facebook und Co. oder allen?
"The reason they call it the American Dream is because you have to be asleep to believe it."
George Carlin
Die USA passen durchaus ins
Die USA passen durchaus ins Bild, man muss sich nur den Grund dafür ins Gedächtnis rufen. Erstens war dieses Land zwar von Anbeginn an sehr religiös, schließlich waren die Gründer Menschen, die wegen ihrer Religion aus Europa auswanderten, aber trotzdem bestimmten die Säkularen bis nach WKII die Richtlinien vpon Politik, Wissenschaft und Gesellschaft. Das hat sich nach dem Krieg immer mehr gewandelt. Mittlerweile nähert sich die amerikanische Schulbildung dem Dritte-Welt-Niveau, auch dank der Religiösen. Und hier kommt der zweite Grund ins Spiel, warum die USA immer noch an der Spitze der Wissenschaft mitmarschieren. Er heißt H-1B und ist ein Visum, mit dem die USA in Verbindung mit Spitzengehältern führende Köpfe der Wissenschaft aus aller Welt in ihr Land ziehen. Man muss nur mal nach Silicon Valley schauen, Bio-Amerikaner sind dort in den TOP-Positionen und unter den erfolgreichen Firmengründern genauso Mangelware wie in der Inneren Mongolei.
@ Uwe Lehnert
@ Uwe Lehnert
P.S.: und dann nehmen wir aus aktuellem Anlass – https://hpd.de/artikel/israel-erntet-kritik-fuer-neues-nationalstaatsgesetz-15828 – noch Israel:
wirtschaftlich läuft’s da doch bestens, trotz immer mehr Religion ... Judentum in der Verfassung.
Die Frage ist doch letztlich,
Die Frage ist doch letztlich, wie ernst die Religion noch genommen wird. Das dürfte entscheidend sein.
Wie viele sog. Christen laufen bei uns herum, die weder an die Gottessohnschaft von Jesus glauben, nicht an seine Himmelfahrt, nicht an die Hölle, auch nicht an die Dreieinigkeit und manches mehr. Sie sind also streng genommen keine gläubigen Christen, sie glauben allenfalls an ihren lieben Gott. Sie sind aber in der Kirche. In der Statistik heißt es dann schnell: So und so viel sind gläubige Christen.
Dass Säkularisierung zu
Dass Säkularisierung zu Prosperität führt leuchtet ein. Viel wichtiger jedoch ist die Frage, was zur Säkularisierung führt. Diese Antwort suchen wir doch alle, oder?
Wissen - ganz einfach!
Wissen - ganz einfach!
Wir wissen zwar nicht viel, aber immerhim doch soviel, dass wir als erwachsene Menschen die Existenz unsichtbarer und unbeweisbarer Geister, die angeblich in unser Leben eingreifen, für sehr sehr unwahrscheinlich halten dürfen. Mehr braucht es nicht zur Säkularisierung.
@Rene Goeckel
@Rene Goeckel
Die Antwort: Ehrliche, aufrichtige ... weise Menschen.
Das Christentum ist selbstverständlich eine logisch konstruierte Irrlehre - ein Macht- und Herrschaftsinstrument.
Man kann es auch einmal ganz
Man kann es auch einmal ganz einfach sehen: Wie viele Arbeitsstunden gingen schon einer Gesellschaft durch Religion verloren? Das kann kein Mensch mehr ausrechnen! Wie viel Kleriker, Mönche, Nonnen, samt Gläubigen haben in Kirchen und Kapellen ihre Zeit mit nutzlosen Gebeten oder merkwürdigen religiösen Ritualen verbracht (alles Tag für Tag, gar Nacht für Nacht, Woche für Woche, jahrein, jahraus, u.a. Wallfahrten etc.). So kommt einfach und gewiss kein Vermögen zusammen!
Brotlose Kunst - auch im wahrsten Sinne in Hungerzeiten!
Warum war es denn jahrhundertelang begehrt Kleriker zu werden? Bessergestellte und vor allem der Adel versorgten sich und ihre Nachkommen - standesgemäß ohne lästige Arbeit oder Mühen. Hauptsache man hat sein bzw sie ihr Aus- und Einkommen bzw. krisensichere Versorgung. Wirtschaftliche Leistungen erbrachten nicht der Abt oder der Mönch mit seinem kleinen Kräuterbeet oder die Nonne mit ihren Heilkräutern, sondern die schuftenden Menschen auf dem Acker oder mit ihrem Handwerk und auf Kirchengut, wo sie als Hörige zu Arbeitsleistungen und Frondiensten verpflichtet wurden.
Säkular und ohne Kirche und Adel wäre der geschaffene "Reichtum" eben allen zugute gekommen! So ist es aber immer noch nicht - siehe Staatsleistungen und Privilegien.
@ Roland Weber
@ Roland Weber
Klasse Parodie auf einen Atheisten!
Können Sie in die Version 2.0 noch die Gebets-Roboter einbauen, die demnächst jeder Zuhause hat?
Welcher Wohlstand würde uns
Welcher Wohlstand würde uns wohl dann erst erreichen, wenn wir endlich auch eine säkulare Zeitrechnung hätten, und nicht den alle manipulierenden christlichen Kalender!!
Was wäre darunter zu
Was wäre darunter zu verstehen?
Doch nicht etwa die Abschaffung aller "christlich" genannten Feiertage, die es zum größten Teil lange vor Erfindung des Christentums gab?
@Karl-Heinz Büchner: Einen
@Karl-Heinz Büchner: Einen Kalender kann man glaube ich nicht abschaffen.
Aber man ihn nicht mehr verwenden und anstatt einen säkularen neu erstellen.
Der christliche Kalender ist an seinem vorbestimmten Ende angekommen!
Siehe:
https://www.academia.edu/36764640/Der_Skythe_Dionysius_Exiguus_und_seine_Erfindung_von_Anno_Domini
Und der Horizont für einen neuen Kalender ist bereits abgesteckt:
https://www.academia.edu/22019221/Replacing_JDN_by_CEP
https://www.academia.edu/22019221/Replacing_JDN_by_CEP
Nicht böse sein,
Nicht böse sein,
aber das ist albern. Was juckt mich ein angeblich "christlicher" Kalender mit unchristlichen Tages- und Monatsnamen, in dem die Christen ein paar Feste umbenannt, einige neu hinzugefügt und einige weggelassen haben? Genauso wenig wie ein neuer Kalender, der mythisch unterlegt ist und auf den 20. März 2675 referiert. Aber bitte sehr, wem es Spaß macht, bis dahin sind ja noch 60095 Tage, Zeit genug, sich das Ganze nochmal zu überlegen.
Ist alles schon genau
Ist alles schon genau überlegt:
Und es sind ab heute 239828 Tage.
Der Countdwon läuft also schon...
Was soll das heißen?
Was soll das heißen?
Wer bestimmt, wann was geändert wird?
Welche Vorteile hat das? Und für wen?
Ist alles ein bisschen esoterisch-mystisch-nebulös - meinen Sie nicht auch?
Esoterisch. nebulös und
Esoterisch. nebulös und religiös astrologisch ist wohl eher der christliche Kalender!
Bestimmen tut es bisher allein der Papst einer Kinderfickersekte!
"So weisen manchen Ergebnisse
"So weisen manchen Ergebnisse darauf hin, dass eine Stärkung der Frauenrechte einen gewichtigen Anhaltspunkt für wirtschaftliche Stärke gebe. Hier mag man einwenden, dass die Stärkung der Frauenrechte immer auch an eine schwindende Religiosität gekoppelt ist. Die Wissenschaftler wollen diesen Teilaspekt nun genauer erforschen."
Ich vermute, dass hiermit ein ganz wesentlicher Faktor benannt ist, vielleicht der wichtigste. Wie soll ein Staat sich entwickeln und wirtschaftlich prosperieren, wenn er die Hälfte der Bevölkerung von Bildung und Gleichberechtigung ausschließt (s. z.B. Afghanistan)?
Und Voraussetzung für die Stärkung von Frauenrechten dürfte überall die Säkularisierung und damit die Rückdrängung des Einflusses der Religionen gewesen sein.
Speziell in den
Speziell in den abrahamitischen Religionen geht es doch um den Aufbau und Erhalt von Sozialstrukturen, d.h. der intelligente Mensch verdummt den einfachen Menschen. Der Intelligente nimmt den gutgläubigen Menschen aus ... er nimmt das Geld dessen, dadurch wird der Intelligente reicher und der einfache Mensch ärmer. Der arme Mensch sucht Hoffnung und darf in einem kollektiven Wahn leben und darf sich auf ein Leben nach dem Tod freuen.
Soetwas nenne ich geistige Versklavung .... oder Volksverdummung.
In Religionen geht es also darum ungerechte Herrschaftsarten zu stützen.
Absolut spannende Debatte:
Absolut spannende Debatte: Max Weber hat hier schon zur protestantischen Ethik seinen Beitrag geleistet. Es bleiben aber Fragen. Warum hat eine anti-aufklärerische Gesellschaftsordnung wie die in China so großen wirtschaftlichen Erfolg; gilt auch für andere Staaten der Region. Orte der Liberalität sind das wahrlich nicht und säkular sind sie auch nicht. M.E. wird man für eine fruchtbare soziologische Untersuchung weniger von einem eher formalen Religionsbegriff ausgehen können, sondern vielmehr von der Verbindung einer orthodox-konservativen religiösen Auffassung und ihrer legitimierenden Rolle für sexuelle Tabuisierung, Patriarchat und Unterwerfung der Frauen etc. So erklärt sich auch der erstaunliche Erfolg von Kindern aus asiatischen Ländern weltweit, gerade in den Schulen der USA und Europa. Bei ihnen fehlt vielfach das bei manchen islamischen Zuwanderern (oft zu Recht) entstandene Gefühl der Ausgrenzung in einem als ideologisch-religiöses Feindesland betrachteten Westen. Diese "Bruchstelle" von Bewahrung bestimmter Traditionen auf der einen - und der Öffnung gegenüber Aufklärung, Demokratie und individueller Freiheit auf der anderen Seite ist das nach meiner Überzeugung ein besonders spannendes Forschungsfeld.
Die chinesische Gesellschaft
Die chinesische Gesellschaft ist zwar "anti-aufklärerisch" aber nicht so wissenschaftsfeindlich wie religiöse Gesellschaften in Afrika oder den muslimischen Ländern. Deshalb hat sie dem Land einen erstaunlichen Aufschwung ermöglicht. Ob eine prosperierende Bevölkerung ohne persönliche Freiheiten zusammenzuhalten ist, bleibt abzuwarten.
So etwas lässt sich nur mit
So etwas lässt sich nur mit absoluten Scheuklappen schreiben,
mit Blick einzig auf das Feindbild Religion. Warum?
Weil:
Beispiel: Vor hundert Jahren hat ein Bauer sich immer mehr verschuldet um
sich und seinen Kindern mehr zu gönnen, oder auch nur in fetten Jahren
keine Reserven für magere Jahre angelegt, sondern es gerne und stolz
als sein gerechter Verdienst verprasst.
Die Kinder, die nicht den Überblick haben, freuen sich über das fette
Schlemmerleben. Als ihr Vater alt wurde, kamen die Gläubiger und nahmen
Ihrem Vater den Hof weg. Nun hatten sie nichts zu erben, nur einen törichten
alten Mann zu versorgen, und keine Grundlage für ein Einkommen.
Auf heute übertragen, wird die Erdkuh geschlachtet und eine große scheinbar
endlose Party gefeiert. Für die rechtzeitig sterben und zuvor nicht zu sehr von den Oberschichtgebrechen wie Gicht,..., geplagt waren, war das Leben ein (geistloses), ein einziges Prassen.
Der Schriftsteller Martin Walser schrieb sinngemäß, zu meiner Überraschung,
vor ca. 20 Jahren in "Die Zeit", dass jede Naturreligion mehr zu achten sei,
als das was heute die sogenannte Christliche Welt lebt, weil die einzig noch
Tabus haben und pflegen (der Berg ist heilig da gehen wir nicht jagen...).
Den (parasitären) Wohlstand durch entfesselte Gier positiv und der Sekularisierung gut zu schreiben ist eine Offenbarung der eigenen
mutwilligen Kurzsichtigkeit. Und das zu einer Zeit, wo man so viel
von den Negativfolgen selbigen Wohlstands schon weiß und anfängt
zu spüren. Was heute als Wohlstand bezeichnet wird ist in Wahrheit
der größte Missstand.
Es drängt sich mir die Frage auf: "Welcher Geist führt hier die Feder?"
Auf keinen Fall der der Aufklärung, der Vernunft, der Verantwortung,
der Unparteilichkeit.
von Trakiturnus
Zitat: "Und das zu einer Zeit
Zitat: "Und das zu einer Zeit, wo man so viel von den Negativfolgen selbigen Wohlstands schon weiß und anfängt zu spüren."
Aha! Welche Negativfolgen spüren wir denn schon? Das immer noch steigende durchschnittliche Lebensalter? Die bessere physische Konstitution und höhere Mobilität jenseits des Renteneintrittsalters?
Ja, es gibt Leute, die mit ihrem höheren Lebensstandard nichts anzufangen wissen, andere können das aber sehr gut.
Sie greifen hier einen
Sie greifen hier einen Nebenaspekt auf, innerhalb dem Ihnen zuzustimmen ist, wobei
es noch überaus strittig ist, was Lebensqualität ist z.B. ob Schulkinder, Volkslieder singend, von der Schule nach Hause gehen, wie noch vor TV-Zeiten alltäglich, oder mit dem Blick nach unten auf eine, sagen wir, Matschscheibe starrend. Und ich habe seit Smartphonezeiten noch kein singendes Kind auf dem Schulweg gesehen.
Mein Ansatz haben Sie aber genau so verfehlt, wie der Ausgangstext, und dass nachdem b.z.w. obwohl ich darauf deutlich aufmerksam gemacht habe: Zu welchem Preis ist der augenblickliche unbestrittene materielle, nie zuvor gekannte Reichtum erkauft?!
Sind es zur Zeit ca. 90.000 Grundstücke, die sich in Deutschland in Zwangsversteigerung befinden (wirtschaftlicher Ruin) so doch meist darum weil man sich zu viel Wohlstand gegönnt hat, zu viel Hoffnung in die Zukunft/wirtschaftliches Wachstum gesetzt hat,
nicht vorgesorgt hat. Wer alles haben will, der verliert oft alles.
Und ist nicht der Pulsgeber des Wohlstands das zugleich höchst verschuldete Land?
Die Kosten der Umweltschäden, des Raubbaus der Rohstoffe noch gar nicht eingerechnet.
Nur ein Beispiel: Auf wie viel Jahre ist die Haltbarkeit der Mülldeponieabdeckungen angelegt? 50? 100? 150?, um die größte Verschmutzung des Grundwassers, durch eindringendes Regenwasser zu verhindern? Um wie viel verringert möglicher Fusch und Korruption die haltbarkeit? Was anderes als tickende Zeitbomben sind sie?
Und jeden Tag werden es mehr und viele können sich nicht mal eine Abdeckung/ Zeitverschiebung leisten. Sind wir und vor allem die, die diese Welt gestallten mit ihrem Reichtum, nicht alle Terroristen unserer Enkel und Urenkel? Uns kann man ja nicht alle einsperren, folglich redet man sich schön und sperrt evtl. die wenigen ein,
die die Belastung derer, die noch keine Stimme haben, nicht mitmachen wollen.
Kaum ein Volksmund ist aktueller, als der mit sehr alten Wurzeln:
"Nach mir die Sintflut."
Folglich, Sie, der Sie mir kritisch geantwortet haben,
haben meinen Punkt/mein Thema gänzlich verfehlt.
Nichts für ungut Trakiturnus
Lieber Trakiturnus,
Lieber Trakiturnus,
Sie sind offensichtlich ein sehr alter Mensch, der meint, keine Kraft für die Bewältigung der vor uns liegenden Probleme zu haben - oder ein sehr ängstlicher.
Fragen Sie alte oder ängstliche Leute, dann war früher alles besser, fragen Sie junge, dann war früher alles anders, aber keinesfalls besser. Wer meint, die Bedrohungen der Zukunft voraussehen zu können, vergisst, dass die Wahrsagerei das schlechteste ist, was wir Menschen beherrschen, vor allem dann, wenn sie die Zukunft betrifft.
Da Ihre Prognosen allesamt für eine Zukunft gelten, die wir alle nicht mehr erleben werden, sind sie so wohlfeil wie die Versprechungen der Religionen auf ein Super-Leben nach dem Tod. Geschenkt!
Und der Rest Ihres Lamentos sind betrübliche Ereignisse, die es gegeben hat, seit der Mensch mit Geld arbeitet (Konkurse) oder fehlende Routine im Umgang mit den neuen Medien (werden die alle noch lernen!). Vor zehn Jahren verdummte Deutschlands Jugend einsam vor dem Fernseher, heute schaut kein junger Mensch mehr TV sondern ist mit so vielen "Freunden" per Smartphone in Kontakt wie nie zuvor. Und an Ihnen ist das alles vorbeigegangen und deshalb haben Sie Angst vor dem, was noch auf uns zukommen wird.
Naja, mich erinnert das an
Naja, mich erinnert das an die "Studie", die festgestellt hat, dass das auftreten einer höhren Störchepopulation, zu einer Zunahme der Geburtenrate geführt hat. Und wenn Wissenschaftler die Deutung ihrer Ergebnisse erklären müssen, dann stimmt etwas nicht.
Studie zu interpretieren ist eine Spezialität der soziologischen Fachrichtung, auch hier wird versucht eine Kausalität zu erzeugen, auch wenn es relativiert wird, die sich aus keinem logischen Kontext ergibt.
Wir erleben im Moment in Europa eine zunahme der Religiosität und ein Wachstum der Wirtschaft. aber das sind die Exporte in und günstigen Importe aus anderen Ländern. Mit der Religion hat das nichts zu tun.
Oder - Während ein relativ säkularer Staat im Nahen Osten zerbombt wird und dessen Wirtschaft am Boden liegt, leben unsere wahabitischen Freunde in Saus und Braus, denn längst stecken die Ölmilliarden in unseren Firmen und finanzieren diesen Krieg.
Das der wirtschfatliche Erfolg mit Religiösität der Menschen zu tun hätte, halte für für selbstreferenziertes Wunschdenken oder einen Teil einer Stimmungsmaschinerie, um zu zeigen wir sind doch die Guten.
Letztlich könnte man auch fragen, ob gewissenlose Ausbeutung => wirtschaftlicher Erfolg, nicht etwas mit dem fehlen moralischer Werte gegenüber den Mitmenschen zu tun hat?
Das Argument mit denen dann die Missionierer kommen könnten. Denn, ist dieser postulierte "Erfolg" überhaupt einer?
Aktuell bedeutet wirtschaftlicher Erfolg, Wirtschaftswachstum. Also mehr - mehr Produktion, mehr Waren, mehr Resourcenverbrauch, mehr Abfall.
Auch wenn es schön klingt - ich bin Antireligiös, aber auch Kapaitalismuskritisch.
"Wir erleben im Moment in
"Wir erleben im Moment in Europa eine zunahme der Religiosität und ein Wachstum der Wirtschaft."
Keinesfalls! Wo haben Sie die Zahlen her? Weltweit nimmt die Zahl der Religiösen wohl zu, in Europa dagegen geht sie kontinuierlich zurück. Auch in Deutschland. 1933 waren 95% der Deutschen Christen, 1970 auch noch. DAnn fing die Erosion an und in ca. 4-5 Jahren wird der Anteil der Christen unter 50% liegen - die Demografie macht es möglich. Und das liegt nicht an den Muslimen, sondern an der Überalterung der christlichen Bevölkerung.
"Schon längst ließ sich an
"Schon längst ließ sich an zahlreichen Beispielen nachweisen, dass Staaten mit einem hohen Anteil an religiösen Menschen im Durchschnitt ökonomisch weniger erfolgreich sind."
Das ist m.E. wissenschaftlich insofern kritisch zu sehen als Religon hier nicht näher definiert wird.
Was wohl stimmen würde: Staaten mit einem hohen Anteil ökonomisch armer Menschen verschieben ihren Schwerpunkt in Richtung Religion (Trostinstanz / Surrogat).
Zitat George Bernard Shaw, sinngemäß: "Es ist eine leichte Sache, hungernde Menschen zu bekehren, wenn man ihnen entgegenkommt mit der Bibel in der einen und einem Stück Brot in der anderen Hand."
(Für den Islam nimmt man statt des Brotes ersatzhalber das Schwert).
Zum Eingangsgedanken:
M.E. ist jeder Mensch zwangsweise religiös. Das liegt an der individuellen Erkenntnis in die eigene Endlichkeit.
Ich gehe daher davon aus, mit Religion ist hier Monotheismus gemeint, also eine diktatorisch-dogmatische Eingott-Instanz, ggfs. umringt von irgendwelchen Propheten, die was donnern gehört und blitzen gesehen haben. Oder Zeugen eines Buschbrands wurden.