Debatte

Aktivistin im Gespräch mit einer 11. Klasse über Hijab und Feminismus

Aus einem hpd-Artikel wurde eine Schulstunde: Nachdem Naz Jiyan, Sprecherin von "Free Iran Now", im Beitrag über die Miss-Germany-Finalistin mit Hijab die Normalisierung der Verschleierung aus der Perspektive einer Iranerin kritisiert hatte, lud eine Lehrerin eines Kasseler Gymnasiums sie kürzlich zu einem Webtalk mit ihrer 11. Klasse ein.

Plakatmotiv

Das "Glaubenstribunal": Die "Wiener Festwochen" zeigen auf, wie notwendig die Trennung von Staat und Religion ist

Im Rahmen der "75. Wiener Festwochen" fand am vergangenen Wochenende ein dreitägiges "Glaubenstribunal" statt. Die von Milo Rau inszenierte Performance war prominent besetzt, unter anderem mit der Femen-Aktivistin Inna Shevchenko, den Charlie-Hebdo-Verantwortlichen Gérard Biard und Laurent Sourisseau sowie der iranischen Schauspielerin und Aktivistin Kosar Eftekhari. Die Abschlussreden hielten Hamed Abdel-Samad und Michael Schmidt-Salomon.

Die Reformrhetorik und die Krise der politischen Öffentlichkeit

Die politische Kommunikation in Deutschland ist seit Jahren von einem Begriff geprägt, der seine ursprüngliche Bedeutung weitgehend verloren hat: "Reformen". Kaum ein Interview, kaum eine Regierungserklärung, kaum ein Leitartikel kommt ohne ihn aus. Er steht im Raum wie ein ständiges Hintergrundrauschen, das Aktivität suggerieren soll, Modernität, Entschlossenheit. Doch je häufiger er verwendet wird, desto deutlicher wird, dass er kaum noch etwas bezeichnet. Die Bevölkerung erlebt eine Wirklichkeit, die mit dieser Sprache nur noch lose verbunden ist. Und genau in dieser Diskrepanz beginnt ein Problem, das weit über einzelne politische Maßnahmen hinausreicht.

Hessischer Landtag im Wiesbadener Stadtschloss

Tanzverbot in Hessen: Die FAZ befürwortet es

Im hessischen Landtag ist ein Gesetzentwurf zum Feiertagsgesetz eingebracht worden, der die bisherigen Regelungen zum Tanzverbot etwas abmildert. Da erwartungsgemäß religiösen Personen schon die kleinste Einschränkung ihrer Deutungsmacht zu weit geht, fühlte sich die FAZ-Autorin Eva-Maria Magel genötigt, gegen den Entwurf zu argumentieren. In Ihrem Artikel "Tanzverbot-Debatte: Hessens Feiertagsgesetz muss diskutiert werden" ruft sie zu einer Debatte auf, an der sich der Autor hiermit beteiligen möchte.

Friedrich Merz

Wenn die Frage nicht beantwortet wird – ein Beispiel politischer Themenverschiebung

In der jüngsten Regierungsbefragung des Bundestags wurde der Kanzler um eine Stellungnahme zur aktuellen Debatte über Gewalt gegen Frauen gebeten, die durch den Fall von Collien Fernandes ausgelöst wurde. Die Frage war klar umrissen: Es ging um ein strukturelles, gesellschaftlich tief verankertes Problem, das seit Jahrzehnten bekannt ist und dessen Ursachen in patriarchalen Machtverhältnissen liegen – nicht in tagespolitischen Ereignissen. Die Antwort des Angefragten jedoch folgte einem anderen Muster.

Systembruch im Namen des Wettbewerbs

Die jüngsten Äußerungen von Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, zur Abschaffung bestimmter Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen bedürfen einer Einordnung – möglichst bevor sie zum wiederholten Male eine unnötige Empörungsroutine auslösen. Weil aller Voraussicht nach dabei in der öffentlichen Debatte einmal mehr nicht sauber unterschieden werden wird.

Symbolbild

Was Friedrich Merz gemeint haben könnte

Friedrich Merz braucht keine Verteidigungsrede einer Frau in Sachen Stadtbild-Debatte. Er kann und soll für seine Ansichten und Äußerungen selbst geradestehen. Und doch will unsere Autorin anhand eines Beispiels erläutern, warum sie seine Äußerungen nachvollziehen kann.