Vatikan

Audienz

Folgsam und gehorsam

Die deutsche katholische Kirche will mit dem "Synodalen Weg" erste, zaghafte Reformen anstoßen. Vor allem für Frauen und Homosexuelle soll sich etwas ändern. Papst Franziskus kann den Vorschlägen wenig abgewinnen. Die katholische Kirche soll bleiben, was sie ist: eine weltabgewandte, grundrechtverletzende Männer-Domäne: starr, autoritär, machtbewusst. Warum machen die Gläubigen das mit?

Schweizer Gardisten in Rom

Freidenkende kritisieren Spende für Vatikan

Die Freidenkenden in der Schweiz kritisieren den äußerst fragwürdigen Beschluss des Kantonsrats, dass die neue Kaserne im Vatikan unter anderem durch 130.000 Franken Zuger Steuergelder gesponsert wird. Dass die Finanzierung des Neubaus auch in den Augen der Stimmbevölkerung keine öffentliche Aufgabe ist, zeigte schon die außergewöhnlich hohe Sammelquote zum Referendum in Luzern, welches die Freidenker-Vereinigung Schweiz (FVS) vor kurzem erfolgreich zustande brachte.

Ein Regenbogen über Rom

Für Österreich zu radikal

Am 8. Dezember brachte Peter Postmann, der Gründer von FFPride2 mit Hilfe der Piratenpartei Österreichs gegen Papst "Franziskus" und weitere Personen eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft Wien ein, um den Verdacht der Verhetzung gegen homosexuelle Menschen prüfen zu lassen. Für alle genannten Personen gilt die Unschuldsvermutung.

Engelsburg mit Engelsbrücke

Das System Ratzinger

Die katholische Kirche und ihre Missbrauchs-Verbrechen: Im Mittelpunkt steht der Schutz der Kirche, nicht das Leid der Opfer. Mit schonungsloser Offenheit und Kooperation darf auch künftig nicht zu rechnen sein. Ein andauender Skandal, irritierend ignoriert von der Politik. Eine Kriminalgeschichte von Helmut Ortner.

Engelsburg mit Engelsbrücke

Ein Ex-Kardinal auf der Anklagebank

Er gehörte zu den mächtigsten Männern im Vatikan, manche handelten ihn sogar schon als Nachfolger von Papst Franziskus. Doch ab dem morgigen Dienstag steht Ex-Kardinal Giovanni Angelo Becciu im Vatikan vor Gericht, zusammen mit neun anderen Personen und mehreren Unternehmen. Bei einem faulen Immobiliendeal sollen sie Kirchengelder in dreistelliger Millionenhöhe verbraten haben. Becciu muss sich wegen Veruntreuung und Amtsmissbrauchs verantworten, anderen Beteiligten wirft die Staatsanwaltschaft Unterschlagung, Geldwäsche, Korruption und Betrug vor.

Sex mit Priester sollte Homosexualität heilen

In den letzten Jahrzehnten häuften sich die Vorwürfe gegen den Psychotherapeuten und Priester Tony Anatrella. Neben seiner homophoben Agenda, die versucht, Homosexuelle aus Ämtern in der katholischen Kirche fernzuhalten, wurde er mehrfach sexualisierter Übergriffe beschuldigt. Seit 2018 darf er keine priesterlichen Aufgaben mehr ausführen. Nun soll Anatrella vor ein Kirchengericht, weil er Männern versprochen hatte, sie mittels sexueller Handlungen mit ihm von "Pseudo-Homosexualität" zu heilen.

Ein Regenbogen über Rom

Der Vatikan stigmatisiert Homosexuelle

Das Phänomen ist bekannt: Gewisse Menschen und Institutionen haben Mühe mit dem Wandel der Zeit. Sie fühlen sich durch das Unbekannte und Fremde bedroht und verklären das Althergebrachte. Nicht jeder Wandel oder jede neue Entwicklung ist per se ein Segen für die Allgemeinheit. Doch es gibt viele Lebensbereiche und ethische Aspekte, die dringend Korrekturen benötigen.

Biblischer Homohass verpflichtet: Vatikan will italienisches Toleranzgesetz stoppen

Wenn ein Mann mit einem anderen Mann schläft, soll er getötet werden. Basta. Leviticus 20, 13. Das ist keine Meinung, das ist keine Ansicht, das ist kein Diskussionspapier. Es ist der Wille der Gottheit. Es steht so in dem heiligen Buch, dessen Buchstaben die Gottheit haarfein den Autoren eingegeben hat, derweil sie offenbar unfähig ist, bestimmte sexuelle Neigungen, die sie blöd findet, zu unterbinden.