Eine ältere Frau aus Brasilien hat jahrelang eine Plastefigur des Elrond aus der "Herr der Ringe"-Triologie angebetet. Sie war überzeugt davon, dass es sich um Heiligen Antonius handelt.
Fast ein Viertel aller US-Bürger ist religiös ungebunden, und es werden seit Jahren mehr. Ihre politische Repräsentation im US-Kongress, der zweieinhalb Wochen vor der Amtseinführung von Donald Trump als US-Präsident seine Arbeit aufgenommen hat, ist jedoch marginal. Gläubige haben in den USA exorbitant bessere Chancen, ihre Anliegen politisch durchzusetzen.
Vor zwei Jahren verübten die Kouachi-Brüder einen Anschlag auf die Redaktion des renommierten französischen Satiremagazins "Charlie Hebdo". Dabei wurden einige der wichtigsten Köpfe hinter dem Magazin ermordet. Seither ist der redaktionelle Zusammenhalt, für den das Magazin einst bekannt war, unter die Räder des wirtschaftlichen Erfolgs geraten.
Darf man sich über IS-Sympathisantinnen lustig machen oder gibt es Grenzen des Humors? Mit dieser Frage beschäftigt sich aktuell das britische Fernsehpublikum, nachdem am vergangenen Dienstag die Satire "The Real Housewives of ISIS" ausgestrahlt wurde.
Am 16. Dezember vergangenen Jahres überraschte der US-Kongress mit einer außergewöhnlichen Gesetzeserweiterung. Der Religious Freedom Act von 1998 wurde um die Rechte von Nicht-Gläubigen ergänzt, trotz republikanischer Mehrheiten in beiden Parlamentskammern.
Der Islamismusforscher und Soziologe Gilles Kepel legt mit "Terror in Frankreich. Der neue Dschhad in Europa" eine Studie zur Entwicklung des Djihadismus im Nachbarland vor. Dabei kombiniert er gekonnt die Betrachtung des islamistischen Milieus mit der der französischen Gesellschaft, hätte aber analytisch noch klarer und stringenter sein können.
Über die Website mormonwikileaks.com können seit rund zwei Wochen anonym Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, die etwas über interne Vorgänge der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) verraten.
Zum ersten Mal in der Geschichte der Niederlande gibt es dort ebenso viele Konfessionslose wie Mitglieder von Religionsgemeinschaften. Dies berichtet die öffentlich-rechtliche niederländische Rundfunkanstalt NOS.
In Irland könnte der Religionsunterricht schon bald als verpflichtendes Kernfach abgeschafft werden. Laut aktuellen Medienberichten plant der Nationale Lehrplan-Rat eine entsprechende Reform, die schon länger zur Diskussion steht.
Der Religionswissenschaftler Wolfram Reiss hat mit "Aufstieg und Fall der ägyptischen Muslimbruderschaft 2011-2013" einen Sammelband mit drei längeren Abhandlungen herausgegeben. So informativ diese im Detail sind, so fehlt ihnen häufig genug eine wirklich kritische Distanz gegenüber den Muslimbrüdern.