USA

Antisemitismusdiskurse in der US-Linken

Die Ethnologin und Politikwissenschaftlerin Sina Arnold legt mit "Das unsichtbare Vorurteil" eine Studie zum Thema vor, worin sie einerseits auf den eher marginalen Antisemitismus-Anteil hinweist, andererseits aber dort auch Empathielosigkeit und Gleichgültigkeit gegenüber Antisemitimusentwicklungen konstatiert. Die auch methodisch ambitionierte Arbeit beeindruckt durch eine differenzierte Analyse, die auch nach den Ursachen der erwähnten Einseitigkeiten fragt.

Chelsea Manning ist in den Hungerstreik getreten

Am Freitag begann Chelsea Manning im Militärgefängnis von Fort Leavenworth im US-Bundesstaat Kansas, in dem sie ihre 35jährige Haftstrafe verbüßt, einen Hungerstreik. Im Jahr 2013 wurde sie vom US-Militärgericht wegen der Weitergabe von Hunderttausenden von geheimen Verschlusssachen des US-Militärs verurteilt.

Die Zukunft, die wir wollen

Die Publizistin Sahra Leonard und Bhaskar Sunkara geben in dem Sammelband "Die Zukunft, die wir wollen. Radikale Ideen für eine neue Zeit" Autoren aus der jungen Linken der USA ein Forum, um Alternativen auf verschiedenen Feldern zur dort etablierten Regierungspolitik vorzustellen. Die häufig treffende Analyse der gesellschaftlichen Gegebenheiten und die Entwicklung von anderen Perspektiven auf theoretischer Grundlage überzeugen, werden aber nicht mit Reflexionen über die existenten Potentiale und richtigen Schritte hin zu diesem Ziel verbunden.

Achtung

Die Strafe Gottes

Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll, wenn man sie erlebt: Tiefreligiöse Menschen, die sich ihr Bild Gottes nach den eigenen Vorstellungen formen und dabei nicht einmal merken, dass sie es tun. Strafe Gottes oder spirituelle Prüfung – das liegt im Auge des Betrachters.

Bob Becker fordert die Ermordung von Assange

Berater von Clinton will Assange ermorden lassen

Der Skandal um die US-Präsidentschaftskandidatin der Demokratin Hillary Clinton ist auch in Deutschland bekannt geworden. Das Auswärtige Amt versucht Gelassenheit zu zeigen. Allerdings hat man auch ernsthafte Bedenken, dass der Republikaner Donald Trump neuer US-Präsident werden könnte. Der Clinton-Berater Bob Beckel will Julian Assange für die jüngste E-Mail-Enthüllung der Demokraten (DNC) am liebsten tot sehen. Für den bereits getöteten Whistleblower Seth Rich setzte WikiLeaks eine Belohnung von 20.000 US-Dollar für die Aufklärung seiner Ermordung aus.

Plädoyer für einen Markt mit Wohlstand auf breiter Basis

Robert B. Reich, ehemaliger Arbeitsminister unter Bill Clinton und heutiger Professor für Politikwissenschaft, beklagt in "Rettet den Kapitalismus!" nicht nur die wachsende soziale Ungleichheit in den USA, sondern auch deren politische Folgen für die Demokratie. Der Autor schreibt mit leichter Hand und gut verständlich über Dynamiken, die auch in Deutschland eine Rolle spielen könnten und macht berechtigterweise auf Änderungsmöglichkeiten von menschlichen Entscheidungen aufmerksam.

Entscheidung zwischen "Pest oder Cholera"

Der Chefredakteur und Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, hat die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in den USA mit der Wahl zwischen "Pest und Cholera" verglichen. "Sie fragen mich, ob ich Pest oder Cholera bevorzuge? Ich persönlich mag nichts davon", sagte Julian Assange in einem Interview mit dem unabhängigen TV-Sender Democracy Now!.