Wissenschaft

Warum Tiere Rechte brauchen

Buckelwale helfen einem Grauwalkalb gegen einen Angriff von Orcas, das sind zu den Delphinen zählende kleine Schwertwale. Orcas rufen sich beim Namen, jeder hat seinen eigenen Pfiff. Tun die Männchen sich zu Lebenspartnerschaften zusammen, die nur kurz, wenn sie Nachwuchs zeugen, unterbrochen werden, entwickeln sie einen gemeinsamen Pfiff. Dies und vieles mehr verrät Karsten Brensing in "Das Mysterium der Tiere. Was sie denken, was sie fühlen".

Alan Musgrave: Weltliche Predigten

Alan Musgraves Sammlung von 15 Vorträgen ("Secular Sermons. Essays on Science and Philosophy", 2009) liegt bereits seit 2011 in deutscher Übersetzung vor: "Weltliche Predigten. Essays über Wissenschaft und Philosophie", die (entdeckt bei einer Recherche über den Autor) auszugsweise in Google Books zu finden ist. Dort stolperte Hans Trutnau, der Chemiker ist, in Abschnitten bzgl. der Entdeckung des Sauerstoffs über eine Übersetzer-Anmerkung, der er nachgehen musste. Er bekam vom Autor aus Dunedin, Neuseeland, das Original (und z.T. eine Klärung der schwer vermittelbaren Anmerkung) zugesandt und die Übersetzung vom Verlag Mohr Siebeck als Rezensionsexemplar. Hat es sich gelohnt? Ja – und nein.

Am Mount Hora in Malawi wurde die älteste DNA-Probe der Studie gefunden. Sie stammt von einer Frau, die vor mehr als 8.000 Jahren lebte.

Neue Einblicke in Afrikas Bevölkerungsgeschichte

Die erste großangelegte Untersuchung frühzeitlicher menschlicher Genome aus verschiedenen afrikanischen Ländern südlich der Sahara eröffnet ganz neue Einblicke in die menschliche Entwicklung und die Siedlungsgeschichte auf dem afrikanischen Kontinent. Damit konnte das internationale Forschungsteam wichtige Erkenntnisse gewinnen, wo die Menschen in Afrika in den vergangenen 8.000 Jahren umherzogen und miteinander in Kontakt traten.

Atomkraftwerk

"Die Erwärmung hört nicht auf"

Das Erdklima ist aus dem Gleichgewicht geraten: Weil sich in der Atmosphäre immer mehr CO2 sammelt, ist die Temperatur seit Beginn der Industrialisierung um 0,8 Grad gestiegen. Selbst bei einem sofortigen Stopp aller fossilen Emissionen würde sich die Erde noch um weitere 0,3 Grad erwärmen, zeigt eine Studie von Thorsten Mauritsen vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg gemeinsam mit Robert Pincus von der University of Colorado. Im Interview erläutert Mauritsen, warum es Jahrtausende dauert, bis die Erde wieder ins Gleichgewicht kommt.

Wie Gefühle uns zum Sprechen brachten

Hunde können sehr verschieden aussehen, trotzdem lernen Kinder auf der ganzen Welt sie treffsicher zu erkennen. Ein Bauer hat "zwölf Stück Vieh", das klingt ein bisschen, als bezeichne man zwölf Teile aus einer Masse, wie Tortenstücke aus einer Torte. Die japanische Sprache sieht das tatsächlich so. Beschreibt oder schafft Sprache eine Realität? Leben wir in einer ganz anderen Welt als die Tiere, fragt Charles Taylor in "Das sprachbegabte Tier".

Schimpanse

Menschenaffen wissen, wenn sie etwas nicht wissen

Sie verlassen das Haus und fragen sich beim Schließen der Tür, ob Sie den Herd ausgeschaltet haben. Die einfache Lösung ist, noch einmal umzukehren und nachzuschauen. Dieses Beispiel veranschaulicht eine wichtige Art des Denkens: Metakognition oder die Fähigkeit, eigene geistige Zustände zu überwachen. Vor dem Umkehren beurteilt der Mensch zunächst, ob er sich an das Ausschalten des Herds erinnert. Falls nicht, sucht er weitere Informationen, indem er nochmal nachschaut. Beim Menschen ist dieser Prozess flexibel gestaltet und auf alle möglichen Gedanken anwendbar. Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und der Universität St. Andrews in Großbritannien haben sich nun die Frage gestellt, wie sich Menschenaffen in einer ähnlichen Situation verhalten würden.

Wissenschaft und Forschung kommen im Wahlkampf zu kurz

Der Wahlkampf zur Bundestagswahl 2017 läuft auf Hochtouren. Wissenschaft und Forschung wurden dabei bisher nicht ausreichend berücksichtigt – diese Ansicht vertreten laut Wissenschaft im Dialog (WiD) knapp zwei Drittel der deutschen Bürgerinnen und Bürger. Nur ein Fünftel ist der Meinung, dass wissenschaftliche Themen im derzeitigen Wahlkampf ausreichend behandelt werden.