Eine Erwiderung auf „Die vielen Krisen der Demokratie“
Die Demokratie und die Überforderung durch das Netz
Steffen Mau hat in seiner Analyse „Die vielen Krisen der Demokratie“ präzise seziert, woran die liberale Demokratie derzeit krankt. Seine Bestandsaufnahme ist zutreffend – aber dennoch unvollständig. Denn sie benennt zwar die Symptome, nicht aber die wohl wichtigste gemeinsame Ursache der gegenwärtigen Verwerfungen.
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Steffen Mau hat in seiner Analyse „Die vielen Krisen der Demokratie“ präzise seziert, woran die liberale Demokratie derzeit krankt: außen wachsen ihr mit autoritären Staaten wie China ökonomisch und politisch selbstbewusste Gegenspieler heran, innen zehren eine Legitimations- und Partizipationskrise, eine sozial immer selektivere Zusammensetzung der Parlamente, die Verlagerung von Entscheidungen an EU und internationale Organisationen, die Umdeutung von Verteilungskonflikten in moralisierte Anspruchskonflikte sowie der Aufstieg des Rechtspopulismus an ihrer Substanz. Hinzu komme, so Mau, eine Erwartungshaltung, die Politik wie einen Lieferdienst behandelt, und eine Effizienzkrise des Staates, der seine eigenen Versprechen immer schwerer einlöst.
Diese Bestandsaufnahme ist zutreffend – und trotzdem unvollständig. Denn sie benennt zwar die Symptome, nicht aber die wohl wichtigste gemeinsame Ursache der gegenwärtigen Verwerfungen: das Internet mit den Sozialen Netzwerken und die Künstliche Intelligenz, und die damit einhergehende strukturelle Überforderung der parlamentarischen Demokratie. Komplexität und Entscheidungsgeschwindigkeit wachsen gleichzeitig. Unsere demokratischen Institutionen sind jedoch auf eine Industriegesellschaft zugeschnitten, die auf Standardisierung und Repräsentation beruht. Die Regeln und Entscheidungsstrukturen, die eine Internetgesellschaft bräuchte, um mit dieser neuen Geschwindigkeit mitzuhalten, sind bislang nicht entwickelt worden. Genau in dieser Lücke gedeihen die Phänomene, die Mau beschreibt: Wenn Staaten nicht mehr schnell und wirksam genug entscheiden können, drohen Tech-Konzerne, die Wirtschaft zu monopolisieren und die politischen Instanzen an Bedeutung zu verlieren – ein Aspekt, der Maus „äußerer“ und „innerer“ Krise noch eine dritte, technologische Dimension hinzufügt.
Das gebrochene Kommunikationsmonopol
Gleichzeitig haben die Sozialen Netzwerke das Kommunikationsmonopol der Redaktionen gebrochen. In der industriellen Demokratie war öffentliche Diskussion nur über Filter möglich – Journalisten, Parteien, Verlage –, die nicht nur entschieden, was veröffentlicht wurde, sondern auch, wie es einzuordnen sei. Heute kann jeder jede Behauptung ungeprüft, ungefiltert und häufig anonym verbreiten. Diese Verschiebung dürfte ähnlich weitreichende Folgen haben wie einst die Einführung des Buchdrucks, der das Informationsmonopol von Kirche und Adel brach und der Durchsetzung der Moderne den Weg bereitete. Sie erklärt einen guten Teil dessen, was Mau als „neuen Strukturwandel der Öffentlichkeit“ und als Nährboden für polarisierende Akteure beschreibt: Wo jede Stimme zu hören ist, gewinnt nicht die differenzierteste, sondern die lauteste Erzählung.
Von der Komplexität zur Vereinfachung
Die Überforderung zeigt sich vielfältig – etwa darin, dass Abgeordnete angesichts wachsender Komplexität immer weniger durchblicken, worüber sie eigentlich entscheiden. Weil sich diese Komplexität kaum noch vermitteln lässt, wird sie in vereinfachte Narrative gegossen, die dann zu ideologischen Grabenkämpfen aufgeblasen werden, um Wählerstimmen zu gewinnen. Genau hier trifft sich die eigene Beobachtung mit Maus Befund der „moralisierten Anspruchskonflikte“: Wo eine sachliche Auseinandersetzung mit komplexen Verteilungs- und Zukunftsfragen kaum mehr vermittelbar ist, treten identitätspolitische und emotionalisierte Ersatzkonflikte an ihre Stelle. Doch auch das bleibt den Bürgerinnen und Bürgern nicht verborgen und beschleunigt die Abwendung von den demokratischen Institutionen, die Mau als Legitimations- und Partizipationskrise beschreibt.
Der Weg nach vorn ist deshalb nicht die Vereinfachung, wie sie Donald Trump oder die AfD anbieten – eine Internetgesellschaft lässt sich nicht per Bierdeckel organisieren. Die wachsende Komplexität muss beherrscht, nicht wegdefiniert werden. So wie der Übergang vom König zum Parlament den Wandel von der Bauerngesellschaft zum Industriestaat nachvollzog, so muss sich unsere industrielle Demokratie zu einer Internet-Demokratie transformieren, die der neuen Geschwindigkeit und Vernetzung gewachsen ist.
Eine öffentliche Infrastruktur für Information und Verwaltung
Wie diese Internet-Demokratie im Detail aussehen wird, ist noch unklar. Wahrscheinlich wird Künstliche Intelligenz eine tragende Rolle bei der Verarbeitung von Informationen und in der Verwaltung übernehmen müssen. Eine öffentlich – nicht staatlich, nicht privat – kontrollierte und betriebene Infrastruktur aus Sozialen Netzwerken und Basis-KI, vergleichbar mit Strom, Wasser, Rundfunk oder Verkehr, erscheint unausweichlich, soll der Einzelne noch eine Chance auf Informationsvielfalt behalten und nicht Tech-Oligarchen oder Staatspropaganda ausgeliefert sein.
Damit ließe sich zugleich ein Problem entschärfen, das Mau unter dem Stichwort „Politik als Pizzaservice“ beschreibt: die wachsende Erwartung, dass Politik nach Bestellung liefert, und die daraus resultierende Überforderung der Institutionen. Wenn Bürgerinnen, Bürger und Abgeordnete sich stärker auf die Steuerung von Zielen konzentrieren könnten – und sich weniger mit den technischen Details der Umsetzung befassen müssten, weil eine öffentlich kontrollierte KI-Infrastruktur diese Umsetzung leistungsfähiger organisiert –, gewönne die Demokratie an Output-Legitimation, ohne ihre Input-Legitimation, die demokratische Rückbindung der Ziele selbst, preiszugeben. Das wäre zugleich eine Antwort auf die von Mau beklagte Effizienz- und Staatskapazitätskrise.
Chance und Risiko zugleich
Richtig betrieben, liegen darin auch große Chancen für eine weitere Demokratisierung und Liberalisierung der Gesellschaft. Gehoben werden können sie aber nur, wenn grundsätzliche Mechanismen der repräsentativen Entscheidungsfindung in Frage gestellt und neu konzipiert werden – etwa die Frage, wie Parlamente Komplexität delegieren können, ohne die Kontrolle über die Ziele zu verlieren, oder wie eine gemeinwohlorientierte Netz- und KI-Infrastruktur demokratisch legitimiert und beaufsichtigt wird. Genau das ist der Punkt, an dem Maus Diagnose und die hier vorgeschlagene Ergänzung zusammenlaufen: Beide sehen in der wachsenden Distanz zwischen Bürgern und politischem Betrieb keine vorübergehende Verstimmung, sondern eine strukturelle Passungslücke zwischen alten Institutionen und neuen gesellschaftlichen Bedingungen.
Gelingt die Transformation nicht, werden uns die vermeintlich einfachen, rückwärtsgewandten Lösungen der Populisten in die nächste Katastrophe führen. Die vielen Krisen der Demokratie, die Steffen Mau beschreibt, sind dann nicht Ausdruck eines vorübergehenden Legitimationsproblems, sondern das sichtbare Symptom eines Systems, das mit der Geschwindigkeit und Komplexität einer Internetgesellschaft schlicht nicht mehr Schritt hält.
Transparenzhinweis: Dieser Text wurde vom Autor verfasst und bei der sprachlichen Überarbeitung durch die KI Claude unterstützt.
Kommentare (11)
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Asymmetrische Medienmacht…
Asymmetrische Medienmacht ist sicher eines unserer aktuellen Probleme. Ein - wie auch immer organisiertes - "Wahrheitsmedium" halte ich für die falsche Methode. Den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der sich weiter entwickelnden Form halte ich für ausreichend, wenn andererseits Falschinformationen/Manipulationen zukünftig auch strafrechlich sanktioniert werden.
Als ein eine der Ursachen der Demokratiemüdigkeit sich ich eine zunehmende De-Sozialisierung der Menschen. Dem Individuum und dem Wert der Selbstverwirklichung/Optimierung des Einzelnen wird eine höhere Bedeutung beigemessen als dem Funktionieren der Gesellschaft. Wo das Individuum wichtiger ist als das Ganze, fehlt es an Engagement, sich für das Ganze - für einen Staat, der alle einschließt - einzusetzen.
So kommt es zur Wohlstands-Zweidrittel-Mehrheit, die nur auf den persönlichen Vorteil achtet. Die Politik reagiert hierauf entsprechend - man möchte (wieder-)gewählt werden - und macht vermeintlich demokratische legitimierte, aber in Wirklichkeit autokratische Klientelpolitik. Der Beweis ist vollbracht: die existierende Demokratie kann die - zugegebenermaßen sehr komplexen - Probleme nicht adäquat lösen. Die Schere, die dadurch entsteht, führt zur Frustration des unteren Drittels und erzeugt Angst beim mittleren Drittel ins untere Drittel abzurutschen. Weniger "me" und mehr "we" könnte vielleicht helfen. Aber wie kommen wir dazu?
Ich tue mich schwer mit der…
Ich tue mich schwer mit der Forderung, Falschinformationen strafrechtlich zu sanktionieren. Zumal Falschinformationen selten als ganz offensichtlicher Unsinn daherkommen, sondern subtiler, in Form von Halbwahrheiten oder einseitigen Darstellungen, die Wesentliches auslassen.
Statt hier wieder einmal nach einer Strafrechtsverschärfung zu rufen, sollte eher die Medienkompetenz gestärkt werden. Diese muss in der Schulbildung einen viel größeren Raum einnehmen.
Der Appell an die Vernunft…
Der Appell an die Vernunft oder Einsicht des Einzelnen versagt, nicht weil er zu dumm wäre, sondern weil jeder im Rahmen seiner lokalen Rationalität (und Emotionalität) entscheidet. Darum braucht es Strukturen und Prozesse, die gesellschaftlich sinnvolles Verhalten rational (und befriedigend) machen. Unsere Industrie-Demokratie hat das (mit vielen Abstrichen) in der Vegangenheit ganz gut geleistet, die Internet-Demokratie braucht aber andere Strukturen, weil sich Wirtschaft und Gesellschaft verändert haben. Nicht der Einzelne ist egoistischer, dümmer oder irrationaler geworden, sondern die Umstände lassen es so erscheinen. Und dafür braucht es kein "Wahrheitsmedium" (das es sowieso nicht gibt). Es braucht aber Medien, die weder vom Staat noch von Privatpersonen abhängig sind und den Bürgern gegenüber rechenschaftspflichtig sind. Dafür ist die öffentlich-rechtliche Konstruktion (bei allen Abstrichen) die bisher beste (wenn es eine bessere gibt, nur zu!)
Mir gefällt dieser Artikel,…
Mir gefällt dieser Artikel, weil er nicht nur die Krisensymptome benennt, sondern auch eine Ursache und Lösungsansätze aufzeigt. Die beschriebene Distanz zwischen Bürgern und politischem Betrieb erlebe ich in Hamburg ganz konkret:
Beim Olympiaentscheid hat sich keine Partei der Mitte gegen die Bewerbung positioniert. Beim Hamburger Zukunftsentscheid hat sich keine Partei der Mitte dafür starkgemacht. Und obwohl über die Hälfte der Hamburger Bevölkerung konfessionsfrei ist, halten die Parteien der Mitte unverändert an einem alternativlosen RuFa-Unterricht fest. Wenn Parteien der Mitte den Bevölkerungswillen so konsequent ignorieren, muss sich niemand wundern, dass sie an Zustimmung verlieren. Genau die Legitimationskrise, die der Artikel beschreibt, zeigt sich hier im Kleinen.
Die Krise der liberalen…
Die Krise der liberalen Demokratie ist, wohl eher eine bürgerliche, um nicht zu sagen eine bourgeoise Krise, wie dieser Beitrag zeigt.
Man kann nicht widerspruchsfrei von einer Partizipations- und Legitimationskrise der Demokratie sprechen, und gleichzeitig die politische Meinungsbildung durch Social Media kritisieren. Es sei denn, man möchte, dass nur bestimmte Menschen, Bürgerliche, partizipieren, und sie durch bestimmte Formen der politischen Meinungsbildung, Journalisten und Verlage, legitimiert wird. Politische Meinungsbildung fand in der Industriegesellschaft immer auch in den Familien und am Stammtisch statt.
So dann mutet es abenteuerlich an, dass Social Media, also Tech(-Firmen), das Problem sein soll und KI, wieder Tech(-Firmen) die Lösung. Ein Wahrheits- und Effizienzministerium samt Straflager gibt es nur in autoritären Regimen. Von einem Ingenieur würde ich erwarten, dass ihm solche Inkonsistenzen auffallen.
Die bürgerliche Krise der Demokratie zeigt sich nicht nur z. B. in der statistischen Inkompetenz der zuvor beschworenen Journalisten, sie zeigt auch der Autor selbst.
>Sie erklärt einen guten Teil dessen, was Mau als „neuen Strukturwandel der Öffentlichkeit“ und als Nährboden für polarisierende Akteure beschreibt: Wo jede Stimme zu hören ist, gewinnt nicht die differenzierteste, sondern die lauteste Erzählung.
Nun, Christian Lührs, Der neue Strukturwandel der Öffentlichkeit (2022) ist von Jürgen Habermas und genau 60 Jahre nach seinem Strukturwandel der Öffentlichkeit (1962) erschienen.
Der Kommentar ist rhetorisch…
Der Kommentar ist rhetorisch scharf formuliert, enthält aber selbst einige klassische Fehlschlüsse. Hier die wichtigsten:
1. Falsches Dilemma / Scheinwiderspruch
Die zentrale These – man könne nicht "widerspruchsfrei" eine Partizipationskrise beklagen und Social Media kritisieren – konstruiert einen Widerspruch, der keiner ist. Man kann problemlos beides vertreten: dass zu wenige Menschen sich beteiligen und dass die Art der Meinungsbildung auf Plattformen problematisch ist (Algorithmen, Desinformation, Empörungslogik). Kritik an der Form von Partizipation ist nicht dasselbe wie Ablehnung von Partizipation. Der Kommentar lässt nur zwei Optionen zu: Entweder man akzeptiert Social Media unkritisch, oder man will elitäres Gatekeeping.
2. Unterstellung / Strohmann mit Motivzuschreibung
"Es sei denn, man möchte, dass nur bestimmte Menschen, Bürgerliche, partizipieren…" – hier wird dem Autor eine verdeckte, unappetitliche Absicht unterstellt (Exklusion des Nicht-Bürgerlichen), die er vermutlich nirgends geäußert hat. Das ist eine Kombination aus Strohmann und ad hominem circumstantiale: Statt das Argument zu widerlegen, wird ein Motiv erfunden und dieses angegriffen.
3. Falsche Analogie
"Politische Meinungsbildung fand … immer auch am Stammtisch statt." Der Stammtisch als Vergleich verharmlost die strukturellen Unterschiede: Reichweite, algorithmische Verstärkung, Anonymität und gezielte Manipulierbarkeit sozialer Medien sind qualitativ etwas anderes als das Gespräch unter zwölf Bekannten. Die Analogie soll Kritik an Social Media als bloßen Dünkel gegenüber "einfacher" Meinungsbildung erscheinen lassen.
4. Strohmann in Reinform: "Wahrheitsministerium samt Straflager"
Das ist die auffälligste Stelle. Aus einer (vermutlich) im Ursprungsartikel geäußerten Idee, KI könne bei Faktenprüfung oder Diskursqualität helfen, wird ein orwellsches "Wahrheits- und Effizienzministerium samt Straflager" – also die extremste denkbare Version, die niemand vorgeschlagen hat. Zusätzlich schwingt eine reductio ad absurdum mit Autoritarismus-Assoziation mit (Nähe zum "Godwin"-Muster). Widerlegt wird damit nur die selbstgebaute Karikatur.
5. Äquivokation beim Begriff "Tech"
"Social Media, also Tech(-Firmen), das Problem und KI, wieder Tech(-Firmen), die Lösung" – hier wird "Tech" als monolithischer Block behandelt. Dass beides von Technologieunternehmen kommt, macht die Position nicht automatisch inkonsistent; das wäre so, als dürfe man Boulevardpresse kritisieren und zugleich Qualitätsjournalismus loben, weil beides "Verlage" sind. Der scheinbare Widerspruch entsteht nur durch die grobe Kategorie, nicht durch die Sache. (Als rhetorischer Hinweis auf eine Spannung ist der Punkt legitim – als Inkonsistenz-Nachweis trägt er nicht.)
6. Ad hominem und Genetischer Fehlschluss
Gleich mehrfach: "Von einem Ingenieur würde ich erwarten, dass ihm solche Inkonsistenzen auffallen" (herablassender Angriff auf die Person statt aufs Argument), und die Schlusspointe mit der falschen Zuschreibung des Habermas-Titels. Die Korrektur selbst ist – sofern zutreffend – ein legitimer Sachhinweis: Der neue Strukturwandel der Öffentlichkeit (2022) stammt tatsächlich von Habermas, nicht von Steffen Mau (der zu Polarisierung publiziert, etwa Triggerpunkte, was die Verwechslung erklären könnte). Aber der Kommentar nutzt den Fehler nicht als Korrektur, sondern als Beleg für die generelle "Inkompetenz" des Autors – ein genetischer Fehlschluss bzw. fallacy fallacy: Ein Attributionsfehler entwertet nicht die inhaltliche Argumentation.
7. Framing durch geladene Sprache
"Bourgeoise Krise", "abenteuerlich", "beschworene Journalisten" – durchgehend wertende Begriffe, die die Gegenposition vorab diskreditieren, ohne argumentative Arbeit zu leisten. Das ist kein Fehlschluss im engen Sinn, aber ein rhetorischer Trick (Präjudizierung).
Fazit: Der Kommentar hat zwei valide Kerne – die Habermas-Korrektur und den Hinweis auf die Spannung "Tech als Problem und Lösung". Beide werden aber in ein Gerüst aus Strohmännern, Motivunterstellungen und persönlichen Angriffen verpackt. Ironischerweise begeht der Kommentator damit genau das, was er dem Autor vorwirft: Er ersetzt differenzierte Auseinandersetzung durch die "lauteste Erzählung".
Fazit: Vielleicht ist Tech ja sowohl Teil des Problems, aber auch der Lösung ...
Praktisch, wenn einem eine öffentlich rechtliche KI eine solchen Hinweis zu Einordnung geben würde, oder?
Solange es kein ÖR-KI gibt, wäre dies hier ein Prompt für die kommerziellen KI Systeme:
"Analysiere diesen Kommentar auf rethorische fallstricke (Fallacies).
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... und hier gleich die Fallacie Analyse auf diese Replike selber:
1. Autoritätsargument durch KI-Delegation
Die Pointe der Replik lautet sinngemäß: "Seht her, eine KI bestätigt die Fehlschlüsse." Das ist ein argumentum ad verecundiam in neuem Gewand. Eine KI-Analyse ist kein neutrales Schiedsgericht, sondern ein Text, der von Prompt, Modell und Trainingsdaten abhängt – und der mit demselben Prompt auch die Replik selbst zerlegen würde (was hiermit geschieht). Die Analyse mag inhaltlich tragen oder nicht, aber sie trägt aus ihren Gründen, nicht weil eine Maschine sie ausgab. Wer sie als "Einordnung" präsentiert, verschiebt die Beweislast auf eine scheinbar unparteiische Instanz.
2. Zirkularität / Begging the Question in der Tech-Frage
Die Replik will zeigen: "Tech ist vielleicht Teil des Problems und der Lösung" – und führt als Beleg vor, dass Tech (die KI) hier gerade etwas Nützliches leistet. Das setzt aber voraus, was strittig ist: dass die KI-Analyse tatsächlich eine Qualitätsverbesserung des Diskurses darstellt. Ramsels Kernsorge – dass Tech-Systeme als Wahrheitsinstanz eingesetzt werden – wird nicht widerlegt, sondern performativ bestätigt: Man setzt eine KI ein, um festzustellen, wer richtig argumentiert. Die Demonstration ist rhetorisch elegant, aber als Argument zirkulär.
3. Suggestivfrage mit Präsupposition
"Praktisch, wenn einem eine öffentlich-rechtliche KI einen solchen Hinweis zur Einordnung geben würde, oder?" – die Frage enthält gleich zwei unbelegte Annahmen: dass eine solche "Einordnung" wünschenswert und verlässlich wäre, und dass öffentlich-rechtliche Trägerschaft sie vertrauenswürdiger machte. Letzteres ist ein genetischer Kurzschluss: Die Qualität einer Analyse hängt nicht primär von der Rechtsform des Betreibers ab. Das angehängte "oder?" heischt Zustimmung, statt sie zu begründen.
4. Selektive Verwendung der Analyse (Cherry-Picking-Risiko)
Die ursprüngliche Analyse hielt ausdrücklich fest, dass Ramsels Kommentar zwei valide Kerne hat – die Habermas-Korrektur und den legitimen Hinweis auf die Tech-Spannung. Die Replik übernimmt zwar den Volltext, funktionalisiert ihn aber als Gesamtwiderlegung ("die KI hat seine Fehlschlüsse aufgedeckt"). Das ist eine Verschiebung von "der Kommentar argumentiert teilweise unsauber" zu "der Kommentar ist widerlegt" – ein klassischer fallacy fallacy in Anwendung: Aus Fehlschlüssen in der Verpackung folgt nicht, dass die Kernpunkte falsch sind.
5. Schwächen der übernommenen Analyse selbst
Bei nochmaliger Prüfung meiner eigenen Punkte:
Punkt 4 (Strohmann "Wahrheitsministerium") stützt sich auf ein "vermutlich" – ohne den Ursprungsartikel zu kennen, ist der Strohmann-Vorwurf selbst teilweise spekulativ. Sollte der Artikel tatsächlich weitreichende KI-Moderation vorgeschlagen haben, wäre Ramsels Zuspitzung eher eine (überzogene) reductio als ein reiner Strohmann. Punkt 5 ist streng genommen keine Äquivokation (der Begriff "Tech" wechselt nicht die Bedeutung), sondern eher ein Kompositionsfehler-Vorwurf – die Kategorie "Tech" wird zu grob behandelt. Wer die Analyse öffentlich als Beleg einsetzt, erbt diese Unschärfen mit.
6. Ad-hominem-Risiko durch Namensnennung
Die Replik personalisiert ("Hr. Carsten Ramsel") und stellt eine maschinell erzeugte Fehlerliste öffentlich unter dessen Namen. Das ist kein Fehlschluss im logischen Sinn, aber rhetorisch dieselbe Bewegung, die die Analyse Ramsel vorwarf: Die Person wird zum Exponat gemacht, statt dass man ihre zwei validen Punkte inhaltlich beantwortet. Die stärkste Erwiderung auf Ramsel wäre gewesen, konkret zu zeigen, wie der Ursprungsartikel Partizipationskrise und Social-Media-Kritik konsistent zusammendenkt – das leistet die Replik nicht.
Fazit: Der inhaltliche Schluss der Replik ("Tech kann Teil des Problems und der Lösung sein") ist vernünftig und löst tatsächlich Ramsels konstruiertes Dilemma auf. Aber die Art der Vorführung – KI als Schiedsrichter, Suggestivfrage, Personalisierung – wiederholt das Muster, das schon beide Vorgänger zeigten: Man gewinnt lieber den Schlagabtausch, als das Sachproblem zu klären. Und die Ironie ist diesmal doppelt: Eine Analyse, die vor der Autorität von "Wahrheitsinstanzen" warnt, wird selbst als eine eingesetzt.
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und die finale(?) Fassung einer inhaltlichen Replike:
Sehr geehrter Herr Ramsel,
zunächst zur Sachkorrektur: Sie haben recht, Der neue Strukturwandel der Öffentlichkeit (2022) ist von Jürgen Habermas, nicht von Steffen Mau. Diesen Attributionsfehler räume ich ein. Mau hat mit Triggerpunkte zur Polarisierungsdebatte beigetragen, was die Verwechslung erklärt – ein Fehler bleibt es dennoch.
Zum behaupteten Widerspruch: Ich halte beide Positionen für vereinbar. Wer eine Partizipationskrise diagnostiziert und zugleich Social Media kritisiert, wendet sich nicht gegen Beteiligung, sondern gegen die Bedingungen, unter denen sie derzeit stattfindet: Sichtbarkeit folgt dort kommerziellen Verstärkungslogiken, nicht Argumentqualität. Das Ziel ist nicht, wieder ausgewählte Stimmen zu privilegieren, sondern Strukturen, in denen mehr Stimmen unter faireren Bedingungen hörbar sind. Ihr Hinweis auf Stammtisch und Familie ist historisch richtig – aber algorithmische Verstärkung, globale Reichweite und personalisierte Ansprache verändern die Sache qualitativ, nicht nur graduell. Ihr berechtigter Einwand dahinter bleibt bestehen: Wer "Krise" sagt und dabei implizit journalistische Meinungsbildung als legitimer setzt als andere Formen, sollte diese Setzung offenlegen und begründen.
Zur Spannung "Tech als Problem und Lösung": Hier benennen Sie ein reales Dilemma, und ich will es nicht wegerklären. Dieselben Anreizstrukturen, die Social-Media-Plattformen problematisch machen, wirken grundsätzlich auch auf KI-Anbieter. Die Position ist deshalb nicht "KI löst das", sondern: Ob eine Technologie dem Diskurs schadet oder nützt, hängt an den institutionellen Bedingungen ihres Betriebs – Eigentumsform, Transparenz, Kontrollierbarkeit. Ob solche Bedingungen für KI-Systeme herstellbar sind, ist eine offene Frage, keine ausgemachte. Insofern: Ihr Einwand trifft eine Schwäche meines Kommentars, wenn dieser den Eindruck erweckte, die Lösung stehe fest. Sie steht nicht fest. Was ich zurückweise, ist nur der Schluss, aus der gemeinsamen Kategorie "Tech" folge bereits die Inkonsistenz – so wenig, wie man Boulevard und Qualitätspresse gleichsetzen muss, weil beides Verlage sind.
Eine Offenlegung zum Schluss, weil sie zur Debatte gehört: Diese Antwort ist unter Zuhilfenahme eines KI-Systems entstanden. Das ist kein Beleg dafür, dass KI den Diskurs verbessert – die Argumente müssen aus sich heraus tragen oder sie tragen nicht. Aber es illustriert, worum es mir geht: Werkzeuge sind weder Ministerium noch Erlöser. Was sie sind, entscheiden die Regeln, die wir ihnen geben. Über diese Regeln zu streiten, scheint mir ergiebiger als die Frage, wer von uns beiden der bessere Bourgeois ist.
Mit freundlichen Grüßen
Robin Prosch
Vielen Dank, Herr Prosch,…
Vielen Dank, Herr Prosch, für Ihre rhetorische Analyse, der ich weitest gehend zustimme und Ihre inhaltlichen Erwiderungen.
Nehme ich Habermas' (Neuen) Strukturwandel der Öffentlichkeit als Grundlage, geht beides an meiner Kritik vorbei.
Habermas gesellschaftliche Analysen (Plural!) der Massenkommunikation führen zu keinerlei Präsentations- oder Legimitationskrisen. Die politischen Fragen werden nur (qualitativ) anders verhandelt. Der (normative oder idealistische) Anspruch des zwanglosen Zwangs des besten Arguments bleibt bestehen. Beide Formen der Massenkommunikation verletzen faktisch diese Anforderung, egal ob in der Bild-Zeitung oder auf X. Auch der ÖRR macht hier keine Ausnahme. Als Beispiele würde ich Meldungen mit statistischen Inhalt oder Berichte über Israel nennen. Sie dürfen meine Behauptungen gerne auf einem Gebiet Ihrer Expertise überprüfen. Hier irrt Luehrs, und somit ist eine ÖR-KI auch keine Lösung für die neue Form der Massenkommunikation, Social Media. Ich leiste Abbitte von Zensur war nicht die Rede.
Die Mau'sche Analyse, so wie sie von Luehrs dargestellt wird, schlägt fehl. Konkret, faschistische und autoritäre Massenkommunikation gab es im Volksempfänger, in der Zeitung oder eben jetzt auf Social Media. Die Methoden mögen qualitativ andere sein, die Möglichkeit zur autoritären Massenmanipulation bleibt die Gleiche. Wer Habermas Neuen Strukturwandel liest, entdeckt, dass ihn genau diese neue Möglichkeit zur autoritären Massenmanipulation motiviert hat, den Neuen Strukturwandel zu schreiben. Der Frankfurter bleibt sich treu.
Auf diesem Wege komme ich zu dem Ergebnis, dass die demokratische Präsentations- und Legimitationskrise eine bürgerliche ist, weil die bürgerliche, politische Deutungshoheit in Form von Verlagen, Zeitungen und ÖRR durch eine technische ersetzt wird, und wer die Klagen darüber hört, vernimmt die Stimme einer ehemals bürgerlichen Elite.
Moin Herr Ramsel, warum so…
Moin Herr Ramsel,
warum so aufgeregt? Ich habe nicht behauptet, dass die repräsentative Demokratie der Industriegesellschaft gleichberechtigt war, aber sie hat, zumindest in der Meinung der meisten Bürger, ganz gut funktioniert. Und Social Media sind nicht "das Problem", aber sie verändern die Kommunikationslandschaft und das ist für die bestehenden politischen Strukturen ein Problem geworden. Darum halte ich es für sinnvoll zu überlegen, was wir besser machen können im Sinne von mehr Demokratie und besseren politischen Entscheidungen.
Und was schreiben Sie da von einem "Wahrheits- und Effizienzministerium samt Straflager"? Ich schlage die öffentliche Kontrolle (keine staatliche, keine privatwirtschaftliche) einer öffentlichen Infrastruktur vor, gerade damit keine autoritären Strukturen entstehen.
Habermas scheint übrigens in den Ursachen und Folgen ganz meiner Meinung zu sein: "Er kritisiert, dass Plattformen traditionelle journalistische Filterinstanzen (Gatekeeper) entmachten, was zu Desinformation, Echokammern und der Erosion einer rationalen, gemeinsamen Diskursbasis für die Demokratie führt." (Spiegel-Rezension zitiert nach Google-KI).
Wo ich ihm allerdings nicht folge ist in der Forderung nach einem herrschaftsfreien Diskurs, den gibt es nicht und spätestens seit Foucault e.a. sollte das auch allgemein bekannt sein.
Im übrigen würde ich mich freuen, wenn Sie meine angebliche Inkompetenz argumentativ irgendwie hinterlegen und nicht einfach nur behaupten würden. Das ist eines der Probleme im Internet, viele schreiben ihren Frust hinaus und erwarten dann, dass sie auch noch ernst genommen werden. Machen Sie doch mal einen Vorschlag, wie man es besser machen könnte!
Lieber Herr Lührs, Sie…
Lieber Herr Lührs, Sie möchten einen Beleg Ihrer Inkompetenz, Sie haben ihn gerade geliefert.
Lassen wir einmal beiseite, dass ein Zitat oder Verweis dazu dient, die Quelle (Argument) kritisch prüfen zu können und KI nach Spiegel-Rezension diese Anforderung nicht erfüllt.
Habermas' Forderung nach einem herrschaftsfreien Diskurs ist eine normative, meinetwegen idealistische. Foucaults Herrschaftsanalysen sind deskriptiv. Sie vergleichen also zwei unterschiedliche Kategorien miteinander. Es wäre so, als würden Sie behaupten, man dürfe Mord nicht verbieten, weil immer jemand umgebracht wird.
Wovor haben Sie bei der neuen Technik der Massenkommunikation Angst? Dass das bessere Argument im Geschrei untergeht? Dass Menschen sich manipulieren lassen und gegen ihre Interessen wählen? Das gab es zuvor auch schon, nur die Methode hat sich geändert.
Meine Ausgangsthese wurde nicht einmal berührt. Es gibt keine Legitimations- und Partizipationskrise der Demokratie, parlamentarische Diskussionen und ÖR-Meinungsbildung sind parallel zu den Sozialen Medien intakt. In den sozialen Medien partizipieren nur andere Akteure als im Journalismus des ÖRR.
Die Krise der Demokratie ist eine industrie-bürgerliche, weil sich die Massenkommunikation von einer journalistischen hinzu einer technologischen Massenkommunikation geändert hat.
Lieber Herr Ramsel, ja, ich…
Lieber Herr Ramsel,
ja, ich habe Angst, und zwar davor, schlecht regiert zu werden. Und zwar sowohl durch die Akteure in den bestehenden politischen Entscheidungswegen als auch noch viel mehr durch diejenigen, die einfache Lösungen für komplexe Probleme versprechen ("alle Windräder niederreißen").
Mein Hauptanliegen ist daher: "Die wachsende Komplexität muss beherrscht, nicht wegdefiniert werden. So wie der Übergang vom König zum Parlament den Wandel von der Bauerngesellschaft zum Industriestaat nachvollzog, so muss sich unsere industrielle Demokratie zu einer Internet-Demokratie transformieren, die der neuen Geschwindigkeit und Vernetzung gewachsen ist."
Ob sie das jetzt Legitimationskrise nennen (was viele offenbar so empfinden) oder Partizipationskrise (was wohl viele, die sich im Internet nicht gehört fühlen, so behaupten würden) oder eine industrie-bürgerliche halte ich für nicht entscheidend.
Wichtiger ist für mich die Frage: Sollten wir etwas ändern (oder ist alles gut) und wenn ja was. Was meinen Sie denn? Alles gut?
Gruß
Christian Lührs
Aristoteles nannte es…
Aristoteles nannte es metabasis eis allo genos.
Da Sie, Herr Luehrs, eine interessante Frage gestellt haben, möchte ich sie auch beantworten. Vorab meine Antwort existiert unabhängig von den Methoden der Massenkommunikation. Die sozialen Medien sind bestensfalls ein Symptom der Probleme politischer Partizipation und Legitimation, im schlimmsten Fall Opium des Volkes wie die BILD.
Wenn wir uns gemeinsam anschauen, wer heute mehrheitlich an der Demokratie partizipiert, und welche politischen Themen adressiert werden, sind das Ältere und Gebildete.
Die Legimitation der Demokratie sinkt also besonders bei jenen, deren Probleme von der Politik nicht gelöst werden: Bildung, Infrastruktur, (Alters-)Armut, Wohnungsmangel, sinkende Kaufkraft für kleinere und mittlere Einkommen. Diese Menschen sind dann besonders empfänglich für einfache Lösungen und autoritäre Gedanken. Sie leben im Arbeits- und politischem Alltag in einem autoritären System, in dem auf ihre Bedürfnisse, seien es wirtschaftliche oder politische "Zwänge", keine Rücksicht genommen wird.
Mein Vater, Jg. 1947, hat Zeit seines Lebens CDU gewählt, weil er meinte, nur wenn es den Firmen gut gehe, könne es auch dem "kleinen Mann" gut gehen. Mein Vater war Arbeiter. Arbeiter und Angestellte haben bis zur Regierung Schröder mehrheitlich SPD gewählt, weil sie zusammen mit den Gewerkschaften der Meinung waren, dass man nur gemeinsam gegen die Großkopferten bestehen könnte. Beide Parteien haben ihre Stammwähler verraten, weil sie gegen ihre Interessen Politik gemacht haben und die Probleme der Mehrheitsbevölkerung nicht lösen.
Die "Alternative" bietet nun "Lösungen" für Probleme, die sich emotional gut verkaufen lassen, aber letztendlich nachrangige Probleme sind. Wenn es genug bezahlbaren Wohnraum für alle gibt, interessiert es niemand, ob auch der anders Aussehende bequem wohnt, haben alle genug zu essen und können ihre Kinder auf eine ordentliche Schule schicken, gönnt man es auch in den meisten Fällen den Anderen. Die biologischen Grundlagen von Rassismus wird beim hpd in einem anderen Artikel diskutiert.
Was muss sich also ändern? Die tatsächliche Mehrheitsbevölkerung von Angestellten und Arbeitern muss die Möglichkeit gegeben werden am politischen und sozialen Leben zu partizipieren, die Formen der Kommunikation sind mir egal. Die realen politischen und gesellschaftlichen Bedingungen für diese Mehrheit müssen sich verbessern, so legitimieren diese, u. a. über ihr Wahlverhalten auch wieder die Demokratie.
Mir macht es Angst, dass ein paar Privilegierte, egal in welcher Form der Kommunikation und egal ob extrem links oder extrem rechts, den politischen Diskurs bestimmen und ihn mit Themen fluten, die der Mehrheitsbevölkerung, Verzeihung, am A... vorbeigeht.
Ich hätte dafür zahlreiche Beispiele, aber mein Kommentar ist bis hierhin lang genug.