Lebenskunde-Schüler*innen der Otto-Wels-Grundschule in Berlin-Kreuzberg wurden bei einem Schulwettbewerb mit dem Sonderpreis des Landes Berlin ausgezeichnet. Die zehn Schüler*innen der Klassenstufe 6 gehören zu den Landespreis-Gewinner*innen des zwölften Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik "alle für EINE WELT für alle".
Das Projekt "FAKE NEWS", das im Rahmen des Wettbewerbs entstanden ist, beschäftigt sich mit dem Thema Kinderrechte auf der ganzen Welt – so auch im Internet. Dabei ging es vor allem darum, dass und wie Kinder im Internet vor Fake News geschützt werden. Das Recht auf Information muss selbstverständlich gewahrt bleiben. Aber auch das Recht auf Privatsphäre bedacht werden.
Die Lebenskunde-Lehrerin Susan Navissi erklärte gegenüber dem hpd: "Wir haben über viele Fragen nachgedacht, zum Beispiel: Was weckt die Neugier beim Thema Internet? Was gefällt den Kindern am Internet? Wie stellen sie sich das Internet vor?" Aber es wurde auch darüber gesprochen, was am Internet als nicht gut, gefährlich oder sogar riskant empfunden wird. Es wurden weitere Fragen gestellt, wie die, was sich Kinder von den Erwachsenen für unsere Erde und das Leben der Kinder auf dieser Welt wünschen? Und welche Kinderrechte eine besondere Rolle beim Thema Internet spielen.
Nachdem man gemeinsam versucht hatte, die Fragen zu beantworten, wurden Rollen für ein geplantes Filmprojekt bestimmt. "Und dann haben wir gedreht", erzählt Navissi. "Alles zusammen hat sechs Monate gedauert. Maksim, ein Schüler unserer Gruppe, hat den gesamten Film geschnitten und bearbeitet."
"Mit unserem Projekt möchten wir andere Menschen dazu bringen, über ihr eigenes Verhalten nachzudenken und sich für eine bessere Zukunft einzusetzen. Wir sind sehr stolz auf die Auszeichnung", so das Fazit von Wadim, Asmin, Irmak, Lilas, Eylül, Sarah, Layal, Mubeen, Maksim, Ilyes und Susan Navissi.
Insgesamt haben sich an der zwölften Runde des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik fast 19.000 Schüler*innen aus ganz Deutschland mit über 400 Beiträgen beteiligt. Unter dem Motto "Fakten gecheckt? Verändert die Welt mit eurer Story!" waren Klassen, Lerngruppen, AGs, aber auch ganze Schulen zur Teilnahme aufgerufen. Zum zweiten Mal seit Bestehen des Wettbewerbs kürten Vertreter*innen der deutschen Bundesländer besonders gelungene Beiträge aus ihrer Region und vergaben zusätzlich je einen Engagementpreis für Lehrkräfte, die sich im besonderen Maße für die Beschäftigung mit globalen Themen im Unterricht eingesetzt haben.
Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik wird von "Engagement Global" im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten durchgeführt. Ziel des Wettbewerbs ist es, Schüler*innen für wichtige weltweite Themen zu sensibilisieren und sie dazu zu motivieren, selbst aktiv zu werden.
Der abschließende Kommentar der Lebenskundelehrerin Susan Navissi dazu: "Das Ziel des Wettbewerbes entspricht somit auch einem der Ziele, die im Rahmenplan für humanistische Lebenskunde durchgängig von Klasse 1 bis 12 eine große Rolle spielen. Wie wollen und können wir gut zusammenleben? Das ist eine große Frage im Unterricht, die wir gemeinsam diskutieren und beantworten, sei es für unsere Lebenskundegruppe, unsere Schule, unsere Stadt bis hin zur ganzen Welt. Die Rechte der Kinder sind dabei ein wichtiger Kompass, ratifiziert von fast allen Ländern, respektiert jedoch nur punktuell."






