"Gelbes Trikot der Menschenrechte"

Amnesty International zeichnet Jaques Tilly aus

Jacques Tilly lässt sich von den Drohungen nicht einschüchtern

Um die Bedeutung des Rechts auf freie Meinungsäußerung zu verdeutlichen und das Engagement des Ausnahme-Künstlers Jacques Tilly für den offenen Diskurs in Düsseldorf und der Region zu würdigen, zeichnet der Düsseldorfer Bezirk von Amnesty International Jacques Tilly mit dem "Gelben Trikot der Menschenrechte“ aus.

Das "Gelbe Trikot der Menschenrechte“ wird einmalig anlässlich des Tour-Starts in Düsseldorf vom Bezirk Düsseldorf von Amnesty International Deutschland verliehen.

Gelb ist die Farbe des Spitzenreiters der Tour de France – und der weltweit größten Menschenrechtsorganisation. Der Düsseldorfer Bezirk von Amnesty International nimmt den Auftakt der Tour de France in der Landeshauptstadt von NRW zum Anlass, um auf die in vielen Ländern kritische Situation der Menschenrechte aufmerksam zu machen.

Der Illustrator, Bildhauer und Karnevalswagenbauer Jacques Tilly ist seit langem einer der couragiertesten Vertreter für das Recht auf freie Meinungsäußerung. Mit seinen Wagen für den Düsseldorfer Rosenmontagsumzug lässt er sich nicht davon abhalten, kritische gesellschaftliche und politische Entwicklungen offen und deutlich anzusprechen. Persönlich bezieht er Stellung gegen Rassismus und Rechtsextremismus in Deutschland und ist bei Protestveranstaltungen in Düsseldorf aktiv.

Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist entscheidend für den politischen Diskurs und die persönliche Entwicklung, aber auch für den Zugang zu Kultur, Medien und Justiz. In vielen Ländern der Welt ist es allerdings nicht möglich, das Recht auf freie Meinungsäußerung ohne Angst vor unrechtmäßiger Einflussnahme oder Kontrolle durch Regierung oder Sicherheitsbehörden auszuüben. Regierungskritiker werden verfolgt und verhaftet, Oppositionelle landen hinter Gittern und Journalisten werden bedroht, gefoltert oder gar ermordet.

Die Auszeichnung wird heute um 13:00 Uhr in der Merowinger Str. 86-88, 40225 Düsseldorf überreicht.

Kommentare (5)

Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Mi. 28 Jun 2017 - 11:20

Herzlichen Glückwunsch an Jaques Tilly!
Er beweist immer wieder aufs Neue, dass man beißende Kritik auch humorvoll präsentieren kann - ohne eigene Überheblichkeit und doch deutlich in der Aussage.
Danke dafür und weiter so!

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Mi. 28 Jun 2017 - 13:41

Freut mich, Jacques; ein in doppeltem Sinn einmaliger Preis!

Kay Krause (nicht überprüft)

Do. 29 Jun 2017 - 07:25

Ein vergleichbarer Preis würde m. E. bei passender Gelegenheit ebenfalls dem "hpd" gebühren! Sozialkritik sowie Kritik an Politik, kapitalistischen- und kirchchlichen Ma(fia)chenschaften kommen hier nicht zu kurz, sind selten sogar mit Humor, Spott, Ironie und Satire gewürzt. Bei so einem Preis geht es wohl weniger um den Erhalt einer Geldsumme, sondern er ist ein Teil öffentlicher Anerkennung für die geleistete Arbeit und würde dem hpd sicher gut tun.
Also, Ihr Preisverleiher: ran an die Arbeit!
Meine Anerkennung hast Du, lieber hpd!

Theodor Ebert (nicht überprüft)

So. 2 Jul 2017 - 18:41

Herzlichen Glückwunsch an Jacques Tilly, für einen Preis, der hier einmal den wirklich richtigen trifft!

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