Gesellschaft

Einsatzkräfte der Polizei räumen eine Sitzblockade

Vor dem Gesetz ist jeder gleich – oder doch nicht?

BERLIN. (hpd) Straftäter sollen unterschiedlich behandelt werden – abhängig davon, wer ihr Opfer war. So fordert es momentan wieder einmal die Deutsche Polizeigewerkschaft unter ihrem umtriebigen Vorsitzenden Rainer Wendt, der bekannt dafür ist, stets mehr Polizeistellen, mehr Überwachung und mehr Sicherheit zu fordern. Von Freiheitsrechten, Datenschutz oder Privatsphäre hat er dabei nur selten etwas gehört. Und auch dieses Mal bemüht er wieder reichlich Populismus, führt einseitig Statistiken an und beklagt das schwere Leben eines jeden deutschen Polizisten.

Recep Tayyip Erdoğan

Was ist Satire?

BERLIN. (hpd) Deutschland debattiert über Jan Böhmermann und seine "Schmähkritik" am Türkischen Staatspräsidenten Erdoğan. Ist das Gedicht die Satire? Nein, denn die wahre Satire hat sich schon vorher ereignet, findet hpd-Gesellschaftskolumnist Carsten Pilger.

"Säkulare Positionen gewinnen zunehmend an Bedeutung"

BERLIN. (hpd) "Im linksliberalen Spektrum findet ein Umdenken statt: Immer mehr Menschen verabschieden sich von kulturrelativistischen Positionen und treten für eine stärkere säkulare Profilierung der Staates ein." Mit diesen Worten umschrieb GBS-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon seine Eindrücke vom taz.lab 2016 sowie vom Treffen des Bundesvorstands der Grünen mit Vertretern der säkularen Verbände. Der hpd fragte nach.

Das Generationenwohnen "Haus Eisenzahn"

Die Zukunft des Wohnens

BERLIN. (hpd) In vielen deutschen Großstädten besteht ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Die Hälfte der Haushalte in den Metropolen konkurriert um rund 10 Prozent der frei verfügbaren Wohnungen. Steigende Armut, verstärkter Zuzug und hohe Bau- und Sanierungskosten verschärfen die Situation. Im hpd-Interview äußert sich der renommierte Berliner Architekt und Experte für soziale Wohnkonzepte Eckhard Feddersen zur Situation auf dem Wohnungsmarkt.

Werl: Marktplatz mit Wallfahrtsbasilika

Fünf Jahre Planung für ein paar Stolpersteine!

WERL. (hpd) Wie die westfälische Wallfahrtsstadt Werl die Vergangenheit der Judenverfolgung in der Stadt aufarbeitet und dabei die eigene Schande, wie sie die Juden aus der Stadt vertrieben haben, ausblendet. Der Genozid an über 70 Menschen aus Werl, die auch namentlich bekannt sind und innerhalb weniger Jahre als Hexen und Zauberer in der Stadt ermordet wurden, scheint ins Vergessen zu geraten.

Peter Wensierski

Die Mauern des Schweigens aufbrechen

BERLIN. (hpd) "Null-Toleranz" gegenüber sexuellen Missbrauch im Raum der Kirchen, auch der weltweit agierenden katholischen Kirche, ist das formulierte Ziel von Peter Wensierski. Mit seiner journalistischen Arbeit setzt er dazu in Deutschland seinen Fußabdruck. Seine Beiträge leistet er selbstverständlich und ohne jeden Wirbel. Der Umfang ist beeindruckend.

Inflation, hausgemacht.

BERLIN. (hpd) Der Urgroßvater konnte Kaufkraft und Inflation noch über den Daumen peilen: Wieviele Schuhe bekomme ich heute für meinen Wochenlohn? Wie war das vor ein paar Jahren? Setzt man dazu die Zahlen, die den Wochenlohn jeweils ausdrücken, so hat man recht schnell einen Eindruck von der Sache. Wem das zu retro oder zu provinziell ist, der kann auch den Big-Mac-Index bemühen. Der ist global und cool, aber inhaltlich kaum besser. Und in Wirklichkeit ist das alles ohnehin viel komplizierter. Oder nicht?

Muss man als Humanist auch Pazifist sein?

KONSTANZ. (hpd) Der Autor war längere Zeit Mitglied in einer Friedensorganisation. Vor kurzem ist er ausgetreten. Nicht, weil er weniger am Frieden interessiert sei, sondern aufgrund der Vorgehensweise der pazifistischen Bewegung. Denn nicht erst seit Margot Käßmann diskutiert Deutschland darüber, wie weit Friedenspolitik gehen kann und darf. Im hpd kommentiert er seine Entscheidung.

Wie man Gutes noch besser wollen kann

BONN. (hpd) Der Philosoph William MacAskill erläutert in seinem Buch "Gutes besser tun. Wie wir mit effektivem Altruismus die Welt verändern können" eine Denkweise, die aus guten Absichten mehr gute Ergebnisse folgen lassen will. Auch an vielen praktischen Beispielen macht der Autor sein aufkläerisches Anliegen deutlich, wobei er aber auf der Ebene individuellen Agierens stehen bleibt, ohne die gesellschaftliche Dimension stärker zu berücksichtigen.