Religionen

Brandenburger Tor in Berlin, in Regenbogenfarben angestrahlt, nach dem Anschlag vom 25.07.2026.

Kommentar

Zwischen Beileid und Reflexen – Warum wir nach Berlin eine ehrliche Religionskritik brauchen

Nach dem islamistischen Anschlag auf den CSD in Berlin greifen die gewohnten politischen Reflexe aus Relativierung, Schuldzuweisungen und Wahlkampf-Spekulationen. Doch das fatale Ritual verfehlt den Kern des Problems: die fundamentalistisch-religiöse Ablehnung der freien Gesellschaft. Um diese wirksam zu bekämpfen, braucht es weder Pauschalverurteilungen noch falsche Rücksichtnahme, sondern eine ehrliche und konsequente Religionskritik.

Buchcover

Rezension

Der Kampf gegen das Böse als wirkmächtige politische Metapher

Volker Weiß zeigt in "Katechon", wie ein rätselhafter Begriff aus dem Neuen Testament zur politischen Metapher der Gegenwart wurde. Von Carl Schmitt über Peter Thiel bis Alexander Dugin verfolgt er die Sehnsucht nach einem "Aufhalter", der Ordnung gegen Verfall verteidigen soll. So entsteht das Bild einer autoritären Endzeitpolitik zwischen politischer Theologie, Tech-Messianismus und rechter Ideologie.

Immer mehr konfessionsfreie junge Frauen in den USA

Der religiöse Gender-Gap

Amerikas junge Frauen wenden sich zunehmend vom Glauben ab. Inzwischen bezeichnen sich bereits 43 Prozent der unter 30-jährigen Amerikanerinnen als nicht religiös.

Michael Schmidt-Salomon

Gespräch mit Michael Schmidt-Salomon über den Irankrieg und den Einfluss politischer Religionen

"Nicht nur der Iran braucht einen Regimewechsel"

In den ersten Tagen des Irankriegs führte der hpd ein Interview mit dem Vorsitzenden der Giordano-Bruno-Stiftung, Michael Schmidt-Salomon. Es ging dabei um eine humanistische Einschätzung der kurz zuvor erfolgten amerikanischen und israelischen Angriffe auf das Mullahregime. Damals verwies Schmidt-Salomon sowohl auf die Chancen als auch auf die Risiken dieses Krieges. Wie schätzt er die Lage heute ein, knapp zwei Monate später?

Das Hamburger Rathaus

Neuer Vorstoß für muslimische Wohlfahrtsverbände

Der Plan, soziale Angebote wie Kitas, Pflege und Beratung unter einem eigenen muslimischen Wohlfahrtsverband zu bündeln, sorgt für Diskussionen. Kritiker warnen vor Parallelstrukturen und mangelnder Integration. Die Teilnahme von Schura-Vertretern an umstrittenen religiösen Veranstaltungen zu Neujahr sorgte für zusätzliche Brisanz.

Dr. Rainer Rosenzweig

Von der politischen Verzögerung zum beginnenden Anpassungsprozess

Säkulare Hysterese im säkularen Jahrzehnt – eine Zwischenbilanz

Zum Ausklang des vergangenen Jahrzehnts beschrieb Rainer Rosenzweig in seiner damaligen Funktion als Vorsitzender des Koordinierungsrats säkularer Organisationen (KORSO) einen unaufhaltsamen Wandel in der Gesellschaft. Kam es zum Aufbruch in das säkulare Jahrzehnt, wie damals gefordert? Rainer Rosenzweig zieht eine vorläufige Bilanz.