Soziales

Sarrazin und der Extremismus der Mitte

(hpd) Der Erziehungswissenschaftler Klaus Ahlheim geht in seinem Buch davon aus, dass mit der Debatte um das Buch „Deutschland schafft sich ab“ eine Wiederkehr von Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus in der Gesellschaft einherging. Die in seinen Aufsätzen präsentierten empirischen Daten weisen in der Tat auf bedenkliche Tendenzen hin, können aber nicht pauschal die daraus abgeleiteten Grundthesen des Autors stützen.

Durchgreifende Lehrer

LINZ. (hpd) Ein konservativer und ein freiheitlicher Gewerkschafter in Österreich fordern mehr Durchgriffsrechte für Lehrer und malen das Bild von Schulen an die Wand, wonach diese in Schülergewalt versinken. Was die Realität bestenfalls verzerrt wiedergeben dürfte.

Beim Sterben helfen darf jeder, nur kein Arzt

ERLANGEN. (hpd/bfg) „Damit auch das Lebensende menschlich bleibt“, so lautete der Titel eines Vortrags von Elke Baezner, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS), den sie auf Einladung des Bundes für Geistesfreiheit (BfG) Erlangen am 9.11.2011 gehalten hat. Die DGHS wurde 1980 aus dem Umfeld des BfG Bayern heraus gegründet.

Warum ich und warum jetzt?

(hpd/hls) Der Regisseur Andreas Dresen hat einen Film über das Sterben gedreht: „Halt auf freier Strecke“. Mitten im Leben erhält Frank Lange die Diagnose: Inoperabler Hirntumor. Seine Tage sind gezählt: Sterben als letztes Projekt. Für die Familie. Für Frank. Nicht alleine sein - das ist gut. Trotzdem bleibt die Frage – wieso?

„Kampf bis in den Untergang“

(hpd) Der britische Historiker Ian Kershaw führt in seiner Arbeit die Fortsetzung des Zweiten Weltkriegs bis zur totalen Niederlage auf die Fernwirkung der Mentalitäten und Strukturen charismatischer Herrschaft zurück. Es handelt sich in Beschreibung und Deutung um eine ausgezeichnete Arbeit, die aufgrund ihrer analytischen Qualität ein neues Licht auf ein erstaunliches historisch-politisches Phänomen wirft.

Auftakt des Jugendweihe-Jahres 2011/12

BERLIN. (hpd/jwd) Jugendweihe Deutschland e.V. hatte zur vergangenen Woche zukünftige und ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einer Auftaktveranstaltung nach Berlin oder Potsdam und ins "Tropical Islands" eingeladen. Das Echo war so positiv, dass von den 700 Interessierten aus Kapazitätsgrenzen nur rund 500 Jugendliche eingeladen werden konnten.

Wie wir die Kirchen finanzieren

FRANKFURT/M. (hpd/sh) In einem Vortrag von Carsten Frerk am vergangenen Freitag wurde noch einmal deutlich, dass die Kirchenarbeit in Deutschland auch von Nicht-Mitgliedern finanziert wird. Ein besonders eklatantes Beispiel sind die sogenannten Staatsleistungen, die aus vordemokratischer Zeit stammen. Bericht und Kommentar von Alexander Tschierse

DGHS vergibt Medienpreis

Sabine Marya, Preisträgerin in der Kategorie Print, wird für ihr Ende Dezember 2010 veröffentlichtes Buch „Der erste Flügelschlag: Eine Sterbebegleitung – Realität & Utopie“ geehrt.

Sonntagsreden - kirchliche Sozialkonzerne

HERNE. (hpd) Die Auswirkungen neoliberaler Unternehmensformen in der Evangelischen Kirche anhand eines aktuellen Beispiels aus dem Ruhrgebiet. Hier haben sich zwei Unternehmen zu dem größten evangelischen Arbeitgeber im Ruhrgebiet zusammengeschlossen. Sie beweisen, wie man sich evangelisch nennen kann, sonntags schöne Reden hält, gleichzeitig demokratische Rechte von Arbeitnehmern beiseite lässt und selbstgemachte Kirchenregeln nicht beachtet.