Kirchliches Arbeitsrecht

Diskriminierung ist Programm

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum kirchlichen Arbeitsrecht wird auch in den Medien kritisch kommentiert. Selbst der FOCUS titelt: "Kirche als Arbeitsgeber: Diskriminierung ist Programm".

In dem Artikel wird unter Bezug auf GerDiA davor gewarnt, dass durch die Stärkung des diskriminierenden Arbeitsrechts nun auch Homosexuelle in das Visier der Kirchen geraten könnten: "Schwule und Lesben müssen sich jedenfalls vorsehen, wenn sie ihren Job behalten wollen." 

"Ein Grundsatzurteil," schreibt der FOCUS, "das die kirchlichen Rechte einschränkt, blieb bislang aus. Und so bleibt die kirchliche Ausnahme vom Gleichbehandlungsgesetz bestehen."

Quelle

Kommentare (3)

osz (nicht überprüft)

Mo. 24 Nov 2014 - 10:59

Darf ich denn im Umkehrschluss auf gleiche Art und Weise Gläubige diskriminieren? "Ach, Sie sind katholisch? Ja, das wusste ich nicht. Das tut mir jetzt ehrlich leid, aber dann muss ich sie leider jetzt entlassen, da dies mit meiner Weltanschauung nicht übereinstimmt."

Sven Schultze (nicht überprüft)

Mo. 24 Nov 2014 - 17:42

Antwort auf von osz (nicht überprüft)

@osz: Ihre Frage scheint mir sehr berechtigt zu sein! Natürlich würde das der Gesetzgeber anders sehen. Aber ethisch wäre es nur recht. ZUmal nach Betrug, Vatileaks, Missbrauchsfällen etc. etc. wohl klar ist, dass die Ethik nicht auf Seiten theistischer Institutionen steht. Aber dennoch, vielleicht sollte man hier mal einen juristischen Präzedenzfall schaffen. Soll heißen, jemanden wirklich religiös diskreminieren und sich dann vor den Kadi ziehen lassen, dann darauf setzen, dass man durch die Religiösen ja auch diskreminiert werden darf und sich dann den juristischen Segen dafür holen. (Ja ich weiß ist zu einfach und wird nicht passieren, aber man wird doch noch träumen dürfen...)

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Di. 25 Nov 2014 - 04:54

"in den Medien kritisch kommentiert"
In 'den' Medien? Hier scheint es sich lediglich um Focus zu handeln...
Es wird vor allem nicht dort kritisch kommentiert, wo es wichtig wäre - im öff.-rechtl. TV, in der print-Breite und in der Politik, z.B. Bundestag.
Da ist noch viel zu tun.

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