#Unteilbar-Demo in Berlin
Für eine offene Gesellschaft
Fast eine Viertelmillion Menschen demonstrierten am Wochenende für eine offene Gesellschaft. Trotz Kritik an einigen wenigen der mehr als 1.000 Organisationen und Unterstützer, die zu der Großdemo aufgerufen haben, zeigte die Veranstaltung eindrucksvoll, dass die Entwicklung der Gesellschaft von vielen Bürgern kritisch gesehen wird. Mit mehr als 240.000 Menschen war #Unteilbar eine der größten Demos in der deutschen Nachkriegsgeschichte.
Auch Außenminister Heiko Maas unterstützte die Großdemonstration. Den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte er: "Wir lassen uns nicht spalten – von rechten Populisten schon gar nicht." Nun sind es nicht allein rechte Populisten, die die Gesellschaft spalten (wollen), sondern ebenso linke Gruppen, die andere wegen deren Kompromissbereitschaft kritisieren.
Diesen Fehler hat nicht nur das Netzwerk #Aufstehen um Sarah Wagenknecht begangen. Viele der Kritiker sehen den "Feind" noch immer in einer anderen linken Gruppierung als bei denen, die Sozialabbau betreiben, gegen Minderheiten hetzen und die Demokratie gefährden.
Ein Großteil der 242.000 Teilnehmer des Zuges durch die Hauptstadt haben genau das verstanden. Und das wurde ebenfalls in den Reden und auf Plakaten und Transparenten deutlich.
Es hat schon etwas Seltsames an sich, wenn eine Demonstration unter dem Hashtag #Unteilbar schon im Vorfeld von der linken Sammelbewegung #Aufstehen diskreditiert werden sollte. Die Kritik an einigen wenigen der Organisationen, die zu der Veranstaltung aufriefen, ist jedoch eher peinlich für die Kritiker als für die Organisatoren. Demokratie lebt unter anderem von Kompromissen.
Nur, weil zum Beispiel der Zentralrat der Muslime ebenfalls zur #Unteilbar-Demo aufrief, können nicht alle anderen Organisationen ebenfalls diskreditiert werden.
Zu den Unterstützern der Demonstration gehörte unter anderem auch die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs). Deren Vorstandssprecher fand deutliche Worte gegen diese Art Kritik. Den Vorwurf, mit der Unterstützung der Demo auch den Zentralrat der Muslime und deren Haltung zu z. B. Menschenrechten und die Rolle der Frau zu unterstützen, kontert Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon mit den Worten: "Die Giordano-Bruno-Stiftung hat den politischen Islam kritisiert, die weltweite Bewegung der Ex-Muslime angestoßen und Kritische Islamkonferenzen organisiert – lange bevor es die AfD oder Pegida überhaupt gab. Uns muss also niemand über die Gefahren des islamischen Faschismus aufklären. Dieses Wissen wurde ja gerade von der gbs und ihren Beiräten (u.a. Hamed Abdel-Samad) in die gesellschaftliche Debatte hineingetragen."
"Die gbs hat die traditionellen Islamverbände wie etwa den Zentralrat der Muslime (ZdM) immer wieder scharf kritisiert und mit dem Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE) eine Gegenorganisation aufgebaut", heißt es weiter in der Stellungnahme der gbs. "Wenn sich der ZdM mit der Demo #unteilbar offiziell zur 'offenen Gesellschaft' bekennt, so sollte man dies als Chance begreifen und ihn beim Wort nehmen. Selbst wenn es sich hierbei nur um ein Lippenbekenntnis handeln sollte, schafft dies dennoch eine hilfreiche Arbeitsgrundlage für die weitere Diskussion. Ab sofort sollte man den ZdM fragen, wie er es denn wirklich mit den Prinzipien der offenen Gesellschaft (Freiheit, Gleichheit, Individualität und Säkularität) hält. Das dürfte eine interessante Debatte werden."
Abschließend zitiert Schmidt-Salomon den Philosophen Herbert Marcuse mit dem Satz: "Es ist besser, das Gute steht nur auf dem Papier – als nicht einmal dort." Dem mag man hinzufügen: Es ist besser, man geht auf die Straße - als nicht einmal dort Haltung zu zeigen.
Kommentare (34)
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Bei dieser Gelegenheit sollte
Bei dieser Gelegenheit sollte die GBS zur Sache kommen :
Die Verkündung des "Märtyrers" in der Moschee- Schule muß aufhören :
Das muß auf den Plakaten stehen, wo sind die Cartoons zum Fakt ?
nur so kommt der "politischen Islam" in die Köpfe !
Wäre es Ihnen möglich, diese
Wäre es Ihnen möglich, diese Aussage/dieses Statement in einem allgemein verständlichen Deutsch zu wiederholen?
Offene Gesellschaft, hört
Offene Gesellschaft, hört sich gut an - mit humanistischer Grundlage, so o.k.
Bildung, Diskurs : Jeder kann glauben was er will, jeder Jeck ist anders.
Jetzt kommt aber einer der will Sie agressiv missionieren, Sie als Abhängige
prägen, zwischen seinem Weltbild u. Gewalt kein Gegegensatz besteht, erzählt
Ihrer Tochter, daß es im Paradies 10 x schöner ist als hier, das wunderbar mit
Comic untermalt mit einem Sarg als Transportmittel dorthin ?
Das ist der Märtyrer im Dienste des Dschihad: Ausdehnung u. Machtergreifung!
Wenn moralisch Verwerfliches, Ungesetzliches erlaubt weil es meinen islam.
Zielen dient : Remember : Das waren die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts!
Jeden Sams- u. Sonntag haben Sie Märtyrer- time, in ihrer geliebten Moschee
- mit od. ohne Comic - weltweit.
Die heilige, barmherzige Organisation muß ich nicht benennen.
Es fehlen in der Community eine Menge Grundlagen für "offen".
Eine Gesellschaft ist offen wenn über diese simplen Grundlagen kein
offener Diskurs möglich ist ? Alle etablierten Parteien haben einen Diskurs
im Bundestag verweigert !! vor ein paar Tagen : Sie haben Angst vor dem
Islam, er könnte den öffentlichen Raum noch stärker in Anspruch nehmen :
Mit Gewalt füllen für die ihm zugeführte Demütigung, Potenz zeigen.
Und jetzt sprechen Sie immer noch von der offenen Gesellschaft ?
In diesem Text geht es nicht um Religion, nicht um Personen, es geht um
die totalitäre politische Ideologie des Islam- nix offenens.
Mehr unter agrosol@t-online.de
Ja das stört mich auch an der
Ja das stört mich auch an der Verwendung dieses Begriffes von diesen Kampagnen. Denn er wurde von Karl Popper eingeführt. Er hat in erster Linie auch Ihre Ansichten geteilt. Aber hier wird er eher im Sine von "offenen Grenzen" verwendet. Da Karl Popper in Neuseeland lebte, denke ich, daß der diesen Begriff in dieser Form gemeint hat.
"...zeigte die Veranstaltung
"...zeigte die Veranstaltung eindrucksvoll, dass die Entwicklung der Gesellschaft von vielen Bürgern kritisch gesehen wird".
Was auch immer das heißen mag.
Für eine offene Gesellschaft - so ist die Großveranstaltung in Berlin überschrieben worden. Von Erich Kästner stammt das Bonmot:
Wer nach allen Seiten offen ist, kann ja wohl nicht ganz dicht sein. Ist nicht gerade die proklamierte "offene Gesellschaft" für viele der Stein des Anstoßes? Und gibt es mittlerweile nicht eine Menge guter Gründe, bedingungsloser Euphorie der Veranstalter und ihrer Sympathisanten Mäßigung und Gelassenheit zu empfehlen. Wenn es ihnen wirklich um Vermeidung von Spaltungstendenzen in der Gesellschaft geht, ist es dann zielführend, wenn Heiko Maas als Mitglied der GroKo mit dem Satz zitiert wird: "Wir lassen uns nicht spalten – von rechten Populisten schon gar nicht." So werden doch nur noch Provokationen ausgetauscht, entsprechend dem Bonmot von Ralf Dahrendorf: "Populisten sind immer die anderen".
Und inwiefern ist es besser, "man geht auf die Straße - als nicht einmal dort Haltung zu zeigen" (Frank Nicolai), wenn es gar keine gemeinsame Haltung auf dieser Großveranstaltung gegeben hat in der Frage einer "offenen Gesellschaft".
<Von Erich Kästner stammt das
<Von Erich Kästner stammt das Bonmot:
Wer nach allen Seiten offen ist, kann ja wohl nicht ganz dicht sein.>
Da stellt sich dann die Frage, was iwollte Kästner st mit diesem "offen" sagen? Im Bezug zur gbs (da hier MSs genannt wurde) ergibt sich dieses "nach allen Seiten offen sein", im Sinne von alles annehmen, ja eben nicht, da sie sich positioniert.
Diese Fragestellung sollte auch auf "für eine offene Gesellschaft" angewendet und ergánzt werden: Hatte diese Demonstration einen Kontext, oder erfolgte Sie aus "freiem Himmel"? Ich sehe hier die Chemnitzer Demo als Kontext, die eben für "geschlossene(re) Gesellschaft" demonstrierte.
Letztendlich kommt auch die Frage auf, ob es nicht naiv ist, zu denken, man könne nur bei Demonstrationen teilnehmen, bei denen man alle anderen Positionen mittrage? Das wáre doch "das gefundene Fressen" für AfD & Co., da sie einfach nur bei allem mitmarschieren oder sich anzumelden bräuchten, um die Gegenpositionen zum schweigen zu bringen.
Vielleicht hilft der Beitrag
Vielleicht hilft der Beitrag aus euractiv zum Verständnis meiner Position:
https://www.euractiv.de
vom 16.10.2018 zum Tag der Deutschen Einheit.
KDL
kann mich dem nur anschließen
kann mich dem nur anschließen. Das Zitat Kästner vertrete ich persönlich. Die überzogene Kritik an Wagenknecht teile ich keinesfalls. Ich bin in den meisten Teilen bei den Demonstranten. Wo bleiben die Adressen die Änderungen herbeiführen müssen. Beseitigung der Fluchtgründe in den betroffenen Ländern, wo werden die billigen Lieferanten Europas die Armut begünstigen.
Kannte Ercih Kästner
Kannte Ercih Kästner überhaupt das Werk von Kalr Popper "die offene Gesellschaft und ihre Feinde"? Ich bin frech und behaupte mal: Wer dieses werk nich mal etwas gelesen hat, sollte dieses Wort nicht so einfach benutzen.
"Solidarität statt
"Solidarität statt Ausgrenzung" klingt schön, die Absicht der Demo ist lobenswert, aber man darf nicht vergessen, dass die Integration der Muslime ist alles andere als eine Erfolgsgeschichte. Das Thema wurde hier mehrmal diskutiert.
Liberale Muslim*innen und
Liberale Muslim*innen und andere haben nur begründet, warum sie der Demo fernbleiben. Aufgrund der Teilnahme des umstrittenen Zentralrats der Muslime sind doch nicht "alle anderen Organisationen ebenfalls diskreditiert" worden (gar die gbs), wie es leider im Beitrag heißt. Natürlich wäre es grundfalsch, diese großartige imposante Demo irgendwie zu diskreditieren. Aber es sollten im hpd auch die kritischen Stimmen von Betroffenen (!!) Gehör finden, z. B. von Seyran Ates und Ali Toprak, Vorsitzender der dt. Kurdengemeinde laut https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2018/10/unteilbar-demonstration-kritik-muslime-islamisten.html
Aussage Seyran Ates. "Es ist eine sehr naive Idee von Toleranz, wenn man mit Leuten auf die Straße geht, die keine Toleranz wollen. ... Meine Heimat Deutschland wird zurzeit von deutschen wie von türkischen Nazis bedroht."
Aussage Ali Toprat: "Die Linksliberalen gehen mit diesen Vereinen unkritisch und inkonsequent um. Sie verbünden sich mit den Falschen."
Und auch die Initiative "Ehrlos statt wehrlos", die sich gegen homo- und transphobe Übergriffe einsetzt, analysiert auf ihrer Facebookseite #Unteilbar so: "Man gibt einer allseits gefälligen Bündnis- und Bekenntnispolitik den Vorzug vor jeder kritischen Auseinandersetzung. Wir werden uns am 13. Oktober nicht mit Islamisten, Antisemiten und Freunden autoritärer Staaten gemein machen."
Ähnlich die kritische Einschätzung der linken Wochenzeitschift jungle world (im ersten Beitrag): https://jungle.world/artikel/2018/41/unteilbar-oder-gespalten
Zumindest die analytrischen Elemente sollten nicht im Zuge der Euphorie als Spaltungen von links diskreditiert werden. MfG Gita Neumann
"Die Linksliberalen" ist mir
"Die Linksliberalen" ist mir - obwohl ich insgesamt ihrer Einschätzung zustimme - dann doch ein wenig zu pauschal. Es ist doch ein bestimmter Typ Mensch, der diese Blauäugigkeit zeigt, der sich gerade für die Rattenfänger stark macht, die diese Schwäche ausnutzen und gegen die Wohlmeinenden verwenden. Das ist beileibe nicht auf Linke begrenzt, im Gegenteil, man findet es viel häufiger bei denen, die sich auf Blut, Boden, Heimat und Tradition berufen. Dagegen sollte man Front machen, anstatt sich in den Nuancen des 'Links-Seins' zu verzetteln und gegenseitig zu bekriegen.
Was "Liberale Muslim*innen" angeht gebe ich zu bedenken, dass es für Muslime ein entschuldbares, sogar erwünschtes Verhalten ist die Nicht-Gläubigen über ihre wahren Absichten zu täuschen:
Da läge mein Verdacht eher bei den Erdogan-gesteuerten *hardlinern* und weniger bei denen, die da ferngeblieben sind. Insoweit stellt sich die Frage, ob man diese nicht lieber gegen die anderen hätte 'tauschen' sollen ... diese Betrachtungen treten allerdings in den Hintergrund, da die Mächtigkeit der Demonstration derartige Kleinlichkeiten eigentlich überflüssig macht.
Aber man soll ja in die Zukunft denken.
Für mich stellen sich Fragen
Für mich stellen sich Fragen zum Kommentar des hpd-Chefredakteurs:
"Nun sind es nicht allein rechte Populisten, die die Gesellschaft spalten (wollen), sondern ebenso linke Gruppen, die andere wegen deren Kompromissbereitschaft kritisieren. Diesen Fehler hat nicht nur das Netzwerk #Aufstehen um Sarah Wagenknecht begangen." 'Aufstehen' will spalten? Und wegen welcher "Kompromissbereitschaft anderer" genau?
"Es hat schon etwas Seltsames an sich, wenn eine Demonstration unter dem Hashtag #Unteilbar schon im Vorfeld von der linken Sammelbewegung #Aufstehen diskreditiert werden sollte."
Die Demonstration an sich wurde von Aufstehen nie bemängelt, sondern von Wagenknecht ein einzelner, viele ausschließender Aspekt des Aufrufes.
"Viele der Kritiker sehen den "Feind" noch immer in einer anderen linken Gruppierung als bei denen, die Sozialabbau betreiben [...] und Demokratie gefährden."
Was bzgl. der rot-grünen Sozialabbau-Agenda 2010, der Unterwanderung der Demokratie durch rot-grün protegierte Freihandelsabkommen und eine fortschreitende Einengung der Meinungsfreiheit durch das SPD initiierte NetzDG vollkommen berechtigt ist. Leider steht seit Jahren der "Feind" des Gemeinewohls auch links, und zwar in Form eines neoliberalen Mitläufertums, welches man natürlich auch als "Kompromissbereitschaft" verbrämen kann.
Es wäre schön, wenn die Redaktion sich in einseitiger, oberflächlicher politischer Kritik mäßigen und vor allem die Fakten genauer prüfen würde.
@ rainerB.
@ rainerB.
Sie schreiben " .. Leider steht seit Jahren der "Feind" des Gemeinewohls auch links, und zwar in Form eines neoliberalen Mitläufertums, welches man natürlich auch als "Kompromissbereitschaft" verbrämen kann .. " und legen damit zu Recht den Finger in die Wunde!
Das ist es, was die SPD zugrunde gerichtet hat, das ist es was uns die sogenannte "bürgerliche Mitte" von CDU/CSU, FDP, Grünen, die in Wahrheit ein Hort der bürgerlichen Mittelmäßigkeit ist, weismachen will. Weil so linke Mehrheiten verhindert werden.
Mir gehen zwei Argumente
Mir gehen zwei Argumente schwer auf den Zeiger:
1. Ich höre seit Jahren Sozialabbau. Dabei steigt der Anteil der Sozialausgaben am Bundeshaushalt ständig!
2. Wer meiner Meinung ist versöhnt die Gesellschaft, wer anderer Meinung ist, spaltet sie. Was ist das für ein unterentwickeltes Verständnis von Meinungsfreiheit. Das Spaltargument soll lediglich andere Meinungen ohne sachliche Argumentation diskreditieren. Früher wurde Ketzer gerufen, jetzt Spalter!
@ H. Lampert
@ H. Lampert
Warum geht es Ihnen auf den Zeiger, wenn vom Sozialabbau die Rede ist. Sollte der Anteil der Sozialausgaben gestiegen sein, heißt das noch lange nicht, wie die Statistiken zeigen, dass Armut erfolgreich bekämpft wurde. Die Armut in der Gesellschaft wächst immer weiter. Das zu ignorieren fördert die Spaltung und geht mir auf den Zeiger.
1. Wenn Sie sich die
1. Wenn Sie sich die Definition der Armut ansehen, werden Sie bemerken, dass sie nicht verschwindet selbst wenn jeder 1000€ mehr pro Monat erhält.
2. Der starke Bezug auf Geld ist zudem irreführend. Armut gibt es auch in Bezug auf Liebe (z.B. zu Kindern), Verantwortung, Disziplin, Kultur, Initiative...
Zitat:1. Wenn Sie sich die
Zitat:1. Wenn Sie sich die Definition der Armut ansehen, werden Sie bemerken, dass sie nicht verschwindet selbst wenn jeder 1000€ mehr pro Monat erhält."
Stimmt nicht. Bei der Definition der relativen Armut wir der Medianwert zugrunde gelegt. Das ist nicht der Mittelwert, sondern der Wert, bei der die Zahl der Personen, die darüber sind und die Zahl der Personen, die darunter sind gleich ist. Die relativ arm sind dann Meschen, die nur 60% dieses Wertes einnehmen. Es ist für mich zu Mindestens einfach einzusehen, daß diese 100 Euro die Zahl der Armen verringert.
1. Interessanter methodischer
1. Interessanter methodischer Hinweis.
2. Aber auch die Bestätigung meiner Skepsis, weil bei 1000€ mehr keiner im normalen Verständnis mehr arm ist.
Das große Lob für #Unteilbar
Das große Lob für #Unteilbar und die Kritik an #Aufstehen hier beim hpd kann ich so nicht ganz nachvollziehen. Ich möchte gar nicht so sehr auf Einzelheiten eingehen. Aber meine Erfahrung sagt mir, wenn der Mainstream jemand lobt, ist erstmal Vorsicht geboten. Außerdem habe ich das dumpfe Gefühl, #Unteilbar ist vor allem als eine Speerspitze gegen #Aufstehen ins Leben gerufen worden.
Solange in Deutschland die elitäre Gesellschaft "der Mitte" eine gespaltene Gesellschaft in Deutschland achselzuckend duldet und mit entsprechenden Gesetzen vorantreibt, solange ist #Unteilbar ein Marketingspruch.
Wir werden sehen, was die gesellschaftliche Mitte politisch von ihren Sprüchen in Zukunft so alles umsetzt.
Veranstaltungen mit über 1000
Veranstaltungen mit über 1000 Organisationen lassen sich nicht unter einen politischen Hut bringen. Sicher war es ärgerlich, dass der Sprecher des "Zentralrats" der Muslime auch noch eine Rede halten durfe. Die Botschaft der Veranstaltung war aber doch, ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Intoleranz und aggressives Gebaren rechter Gruppen zu setzen.Wie soll es denn sonst möglich sein, fast 250.000 Menschen auf die Straße zu bringen! Bei allen Vorbehalten im Einzelnen: diese Botschaft ist angekommen. Manchmal muss man auch einemal die Fünf gerade sein lassen und über den eigenen Tellerrand hinausblicken.
....lassen wir doch 5 gerade
....lassen wir doch 5 gerade sein in Bezug auf die totalitäre politische Ideologie des Islam.
Eine Ideologie mit klar faschistischen Grundlagen.
Da Sie keine Kinder haben ist das ja auch vollkommen egal, nach mir die Sintflut.
Sowas auf einer humanistischen Seite zu lesen ist die komplette Sinnlosigkeit....
Ich halte die Unterstützung
Ich halte die Unterstützung der Demonstration nach wie vor für falsch, gerade vor dem Hintergrund der politischen Debatten der letzten Jahre. Es hat sich gezeigt, dass gerade die Doppelmoral (reaktionäres Gedankengut wird bekämpft, so lange es "einheimisch" ist, über ähnliche Tendenzen in migrantischen Milieus wird dagegen hinweggesehen) viele Menschen stört und die Linke immer unglaubwürdiger gemacht hat. Die Rechten haben dafür ein feines Gespür, und sie werden auch "#unteilbar" dahingehend genüsslich ausschlachten.
Nun - dieser Schritt lässt sich jetzt nicht mehr rückgängig machen. Aber die gbs sollte die Situation jetzt wenigstens nutzen, um den Druck auf den Zentralrat derr Muslime auch tatsächlich zu erhöhen. Z.B. ihn öffentlichkeitswirksam auffordern, sich von ATIB und Muslimbrüdern zu trennen.
Vielen Dank! Das sehe ich
Vielen Dank! Das sehe ich ganz genau so.
Die Ideen, die hinter
Die Ideen, die hinter #Unteilbar stehen, finde ich durchaus symphatisch; die pauschale Verurteilung von #Aufstehen kann ich dagegen nicht nachvollziehen. Ich empfehle im Sinne einer ausgewogenen Meinungsbildung hierzu einen bedenkenswerten Artikel und eine Reihe von Leserbriefen auf den Nachdenkseiten:
https://www.nachdenkseiten.de/?p=46491
https://www.nachdenkseiten.de/?p=46544
Das ist allerdings vollkommen
Das ist allerdings vollkommen richtig. Außerdem: wer gegen Ausgrenzung ist und für eine solidarische und offene Gesellschaft, der kann diejenigen, die unter Kritik deswegen stehen beim Wort nehmen. Jene haben sich ja zu den Zielen durch ihre Teilnahme an der Demo bekannt. Wenn diese eher möglicherweise als Protest gegen vermeintliche Ausgrenzung der eigenen Vereinigung verstanden wird gegen die man sich wendet, dann wäre das entlarvend. Damit würden sie sich selbst ausgrenzen.
Ich sehe es ebenfalls als
Ich sehe es ebenfalls als problematisch an, wenn im lobenswerten Kampf gegen den Nationalfaschismus gemeinsame Sache mit Klerikalfaschisten gemacht wird. Dabei denke ich nicht nur an den ZdM, sondern genau so an den politischen Katholizismus und politischen Protestantismus.
Merke: Die Religionen streben alle nach möglichst viel Macht über möglichst viele Menschen und haben ein gemeinsames Problem mit dem um sich greifenden Säkularismus.
Nichts ist verheerender für die Religionen als lange Perioden des Friedens, des Wohlstands und der Bildung.
Was sich an Diskussion hier
Was sich an Diskussion hier abspielt ist der Grund dafür, dass die Rechten in diesem Land soviel Zulauf haben:
Sie hauen einfachste Parolen heraus - unterdessen zerfleischen sich die verschiedenen linken Strömungen untereinander. Wir sollten doch einen Blick zurück an den Bedinn des letzten Jahrhunderts werfen und erkennen, das so den Nazis der Weg bereitet wurde.
Trotz der Verschiedenheit in Kleinigkeiten sollten linke Strömungen nie vergessen gegen wen es öffentlich zuvörderst gehen muß, und mit wem man nicht-öffentlich bis zu Kompromissen verhandeln sollte, um sich dann gemeinsam an die Öffentlichkeit zu wenden. Ein Manko der heutigen Zeit ist die Neigung ALLES sofort öffentlich zu machen - wo es doch eine Spruchweisheit gibt die sagt "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold".
"Nun sind es nicht allein
"Nun sind es nicht allein rechte Populisten, die die Gesellschaft spalten (wollen), sondern ebenso linke Gruppen, die andere wegen deren Kompromissbereitschaft kritisieren."
Wie bitte? Seit wann ist Kritik ein Kriterium für "spalten wollen"? Fühlen sich Beführworter der Demo tatsächlich so erhaben, dass sie sich für unfehlbar halten?
Der Autor scheint gar nicht merken, dass mit dieser merkwürdigen Arroganz und Intoleranz gegenüber anderen Meinungen genau das verursacht wird, was er vorgibt, bekämpfen zu wollen, nämlich die Spaltung der Gesellschaft.
"Wie bitte? Seit wann ist
"Wie bitte? Seit wann ist Kritik ein Kriterium für "spalten wollen"?"
Damit benennen Sie genau den entlarvenden Punkt: Verschiedene Kritik (insb. wohl die durch 'Aufstehen') scheint vielen, wie auch dem Autor, unerwünscht. Statt auf deren Inhalt einzugehen, wird versucht, sie mit vermeintl. negativen Folgen zu diskreditieren. Mit dem Spaltungsvorwurf wird m.E. versucht, unerwünschte Positionen aus dem Diskurs zu drängen, ohne sich inhaltlich mit diesen auseinandersetzen zu wollen/müssen.
Ein Redner verlangte die "
Ein Redner verlangte die " „Befreiung von ganz Palästina 48“, in anderen Worten die Vernichtung Israels. Was für eine Blamage, die Veranstalter dieser Demo übernahmen die Verantwortung für diese Rede, obwohl sie nicht Teil der Demo war.
https://www.bz-berlin.de/berlin/israel-hass-auf-der-berliner-unteilbar-demo-gegen-hass
Ich habe ja wirklich
Ich habe ja wirklich Sympathien für die gbs, aber jetzt hat sie einen Bock geschossen. Mitlaufen bei einer Demo, bei der Islamisten, Antisemiten, türkische Nationalisten und RAF-Verharmloser involviert sind. Was bitteschön hat das mit Humanismus zu tun?
Ein weiterer Logikfehler:
Ein weiterer Logikfehler: "Die gbs hat die traditionellen Islamverbände wie etwa den Zentralrat der Muslime (ZdM) immer wieder scharf kritisiert und mit dem Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE) eine Gegenorganisation aufgebaut." Die gbs bzw. Schmidt-Salomon argumentiert hier mit der Nähe zu den Ex-Muslimen. Die Ex-Muslime wiederum haben kürzlich kritisiert, dass die berüchtigte Kübra Gümüsay bei einer Tagung gegen Rechts eingeladen wurde. Besagte Kübra Gümüsay war aber auch Rednerin bei "Unteilbar". Frage: Warum wird protestiert, wenn Gümüsay bei dieser Tagung spricht, aber warum wird bei einer Demo mitgemacht, auf der Gümüsay ebenfalls spricht? Letzeres dürfte ja wohl kaum im Sinne der Ex-Muslime sein, womit Schmidt-Salomons Argument dann doch ziemlich ins Leere geht.
die "offene Gesellschaft"
die "offene Gesellschaft" verhindern christliche Kirche und organisierte Muslime. Denn offen hieße ja, wir Säkularen, Atheisten, Agnostiker usw. sind voll integriert, gleichberechtigt und unsere Weltsicht bzw. Überzeugung wird vom Staat genauso gefördert wie die der Religiösen. Davon sind wir weiter entfernt, als die Erde vom Mond.
Aber die normalen Bürger täten uns schon anerkennen, sie sind leider inkonsequent - erst wenn sie es wagen, kein Kreuz mehr bei Kirchenmitgliedschaft zu machen, wird es aufwärts gehen. Hum. Grüße Karin Resnikschek, Tübingen