Zum Jahrestag des "Beschneidungsgesetzes"
"Eine Minute für genitale Selbstbestimmung"
Screenshot You-Tube-Video
Der Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e. V. präsentiert eine mehrwöchige Kurzvideoclip-Reihe mit Mitgliedern des Facharbeitskreises und KooperationspartnerInnen.
Die Clips erscheinen auf einer eigenen Playlist auf dem Youtube-Channel, auf der Webseite und natürlich auch auf Facebook und bei Twitter des Facharbeitskreises Beschneidungsbetroffener im MOGiS e. V.
Am heutigen 12. Dezember, dem traurigen Datum, an dem der Deutsche Bundestag vor sechs Jahren per Gesetz alle Jungen gegen medizinisch nicht notwendige Vorhautamputationen schutzlos stellte, startet die Serie der Videos. Zu diesem Anlass gibt es sogar zwei Clips, einen in deutscher und einen in englischer Sprache.
Die Reihe soll allerdings viel mehr als nur an diesen schwarzen Tag für die Kinderrechte erinnern. Sie berichtet über medizinische und juristische Sachverhalte, bietet vielfältige Informationen, dokumentiert interkulturelle Begegnungen und ruft unsere Gesellschaft zum Handeln auf.
Mehr Informationen dazu auf der Webseite des Vereines.
Kommentare (7)
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Für mich ist die
Für mich ist die Beschneidungs-Gesetzgebung wie auch die §219a-Debatte Teil der Rückabwicklung der Aufklärung, die von den Kirchen angestrebt und von frommen Kirchen-Untertanen im Bundestag umgesetzt wird. Zu letzteren zähle ich Nahles, Brinkhaus, Merkel, Kauder, Spahn, u.v.m.
Ich fasse und akzeptiere* es
Ich fasse und akzeptiere* es immer noch nicht, dass so ein Gesetz als Entwurf (maßgeblich von der Pfaffia via Kirchenbüros mit erfasst, vgl. 'Kirchenrepublik Deutschland') im Bundestag überhaupt zur Debatte gestellt wurde.
* Diese Schande für Deutschland gehört abgeschafft!
Das muss natürlich "von der
Das muss natürlich "von der Pfaffia ... mit verfasst" heißen; typo.
Dieser Moment, dieses Video,
Dieser Moment, dieses Video, ist es - wie immer in vergleichbaren Fällen - nach dem ich blind die Tasten meines PC suche wegen meiner Tränen der Verzweiflung und Hilflosigkeit. Warum tun Menschen das ihren Kindern an? Welcher Wahn treibt sie an, den natürlichen Schutzinstinkt Kindern gegenüber aufzugeben und ihnen objektiv nie wieder gutzumachendes Leid zuzufügen? Danke an MOGIS und alle anderen Aktivisten für eure wichtige Arbeit. Niemals aufgeben!
Und den Politikern, die dem schädlichen 1631d BGB zustimmten, ins Stammbuch: Schämt euch bis ans Ende eurer Tage für diesen krassen Vertrauensbruch dem Staat und seinem Wächteramt gegenüber, den ihr bei den Kindern auslöst, die nach dem 12.12.12 wegen eurer empathielosen Fehlentscheidung verstümmelt wurden. Wenn sie eines nicht allzu fernen Tages begreifen, was ihnen angetan wurde und wer dafür verantwortlich ist, wer es ihren Eltern erlaubte, dieses Unrecht auszuüben, dann werden sie euch zur Rechenschaft ziehen. Ich hoffe, es wird teuer und bitter...
Ja, "Vater" Staat hält immer
Ja, "Vater" Staat hält immer noch zu "Mutter" Kirche, und beide gegen die "Kinder".
Es ist im Kleinen wie im Großen (Größeren).
Sch....
Ich sehe weiterhin die Verantwortung zunächst im Kleinen: bei den leiblichen Eltern
(Älteren).
Wenn Menschen die Rechte als Adulte in Anspruch nehmen müssen sie auch ihre Pflichten als Adulte erfüllen. Wenn sie es nicht tun haben sie auch kein Recht auf Verfügungs"gewalt" auf/über "ihre" Kinder.
Die europäischen
Die europäischen katholischen Bischöfe schwingen dagegen die Religionsfreiheitskeule, um die Beschneidung als Menschenrecht zu unterstützen. Nachdem sie sich gegen eine „Hierarchisierung“ der Menschenrechte ausgesprochen haben,
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http://www.comece.eu/comece-erinnert-in-einem-grossen-dialogseminar-des-ep-an-die-grundsaetze-der-menschenrechte
Pressemitteilung, 07/12/2018
"Die Hierarchisierung der Menschenrechte ist ein schwerwiegendes Hindernis für ihre Förderung und ihren Schutz", bekräftigte die COMECE während des Art. 17 AEUV-Dialogseminars zum Thema "Religion und Menschenrechte in der EU
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fordern sie in ihrer institutionalisierten Betriebsblindheit für den Satz vom Widerspruch genau diese Hierarchisierung, indem sie die Religionsfreiheit ganz obenan stellen und das Recht auf Religionsfreiheit als „Eckpfeiler der Menschenrechte“ bezeichnen (s.u.).
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http://www.comece.eu/comece-beitrag-zum-grundrechteforum-2018
Webnews, 01/10/2018
In Bezug auf verschiedene aktuelle Fälle (z. B. Versuch einer Kriminalisierung der Beschneidung, Fragen der rituellen Tötung von Tieren, problematische Urteile über Kirchen und Beschäftigung) warf die COMECE die Frage auf, ob der Raum für das Grundrecht auf Religionsfreiheit in der EU möglicherweise schrumpfen würde.
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Und ein bisschen Lügen und Diffamieren gehört auch zum Grundrepertoire europäischer Bischöfe:
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http://www.comece.eu/kriminalisierung-der-beschneidung-eine-gefaehrdung-fuer-die-grundrechte
Im Februar bekundete Kardinal Marx in diesem Zusammenhang seine Solidarität mit Vertretern jüdischer und muslimischer Gemeinschaften. Er erklärte: „Die Gesundheit von Kindern zu schützen, ist ein legitimes Ziel einer jeden Gesellschaft. Aber in diesem Fall wurden die Bedenken ohne jegliche wissenschaftliche Grundlage instrumentalisiert, um bestimmte Religionsgemeinschaften zu stigmatisieren".
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Weder sind die Bedenken ohne wissenschaftliche Grundlage noch richten sie sich gegen „bestimmte“ Religionsgemeinschaften, sondern einfach nur gegen die Praxis der Beschneidung. Anzumerken ist auch, dass Reinhard Kardinal Marx von Kindern spricht, also Beschneidung von Jungen und Mädchen anspricht, wobei letztere in D ja verboten ist.
Auch die Meinungsfreiheit soll sich religösen Zwecken unterordnen; die unverhohlene Aufforderung an Journalisten und Politiker, sich an der Religösierung der Gesellschaft zu beteiligen, ist schon mehr als unverschämt.
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http://www.comece.eu/religionsfreiheit-ist-ein-eckpfeiler-der-menschenrechte
Die COMECE hob die unterschiedlichen Dimensionen des Rechts auf Religionsfreiheit und ihre Bedeutung als Eckpfeiler der Menschenrechte hervor. Zudem forderte sie die Politik und die Zivilgesellschaft auf, religiösen „Analphabetismus“ zu bekämpfen, welcher negative Vorurteile und Stereotypen gegen Gläubige und Religion fördert.
Die COMECE brachte die besondere Verantwortung der Medienakteure (Artikel 10 EMRK) zum Ausdruck, damit sie gemäß den Grundsätzen des verantwortungsbewussten Journalismus handeln und einen positiven und respektvollen Beitrag zu öffentlichen Debatten über Religion leisten.
Journalisten – so sagt Papst Franziskus in seiner Botschaft zum Weltkommunikationstag - haben die Verantwortung, die Wahrheit zu kommunizieren, [denn] in der Treue zur Logik Gottes wird Kommunikation zum Raum, in dem die eigene Verantwortung für die Wahrheitssuche und den Aufbau des Guten zum Ausdruck kommt.“
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Damit fordert Bergoglio von Journalisten „Treue zur Logik Gottes“ und unterstellt allen Journalisten, die nicht an Gott glauben, dass sie ihrer „Verantwortung für die Wahrheitssuche und den Aufbau des Guten“ nicht gerecht werden.
Das alles zeigt, dass die europäischen Bischöfe alle anderen Menschenrechte dem Primat der Religionsfreiheit unterordnen wollen. Man ist fast geneigt zu sagen, sie wollen erreichen, dass „mit Religion alles erlaubt ist“.
Gut, bitte weiter machen,
Gut, bitte weiter machen, nicht nachlassen.