Giordano Bruno Stiftung (GBS)

Michael Schmidt-Salomon

Michael Schmidt-Salomon beim Düsseldorfer Aufklärungsdienst

Die autoritäre Bedrohung

Wie ist die "Internationale der Nationalisten" entstanden und was können wir ihr entgegensetzen? Das analysierte Michael Schmidt-Salomon, Sprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, in seinem Vortrag vor dem Publikum des Düsseldorfer Aufklärungsdienstes.

fowid-Leiter Carsten Frerk

Aktuelle fowid-Studie verdeutlicht, wie weit die Säkularisierung vorangeschritten ist

Die Mehrheit der Deutschen ist nicht mehr religiös

84 Prozent der Deutschen vertreten die Auffassung, Politikerinnen und Politiker sollten "weltanschaulich neutral entscheiden", 76 Prozent stimmen der Überzeugung zu, dass sich ethisch-moralische Entscheidungen "auf Vernunft und Mitgefühl" stützen sollten, "nicht auf göttliche Gebote". Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die im Auftrag der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) die Einstellungen der Bevölkerung zum Themenkomplex "Staat – Gesellschaft – Weltanschauung" untersucht hat.

Das aktuelle "bruno."-Magazin beleuchtet den Widerstand gegen kollektive Identitätsideologien

"Ist der Humanismus noch zu retten?"

"Mein Kopf gehört mir: Wie wir die offene Gesellschaft verteidigen können" lautet der Titel der diesjährigen "bruno."-Ausgabe. Das gerade erschienene Jahresmagazin der Giordano-Bruno-Stiftung widmet sich der Frage, was wir den gefährlichen Identitätspolitiken von Putin, Trump, Erdogan & Co. entgegensetzen können und ob die von der Stiftung propagierte "Leitkultur Humanismus und Aufklärung" noch zeitgemäß ist.

Esther Vilar

Zum 90. Geburtstag von Esther Vilar

Die "Grand Dame" des autonomen Denkens

"Ich will in keinem Haufen raufen, lass mich mit keinem Verein ein": Was Reinhard Mey in seinem Lied "Bevor ich mit den Wölfen heule" besang, hat die deutsch-argentinische Schriftstellerin Esther Vilar stets beherzigt – dennoch trat sie 2008 in den Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung ein. Heute feiert sie ihren 90. Geburtstag. Eine Laudatio von Michael Schmidt-Salomon.

Theater Osnabrück

Osnabrück: Demonstration mit Podiumsgespräch zur abgesagten Produktion "Ödipus Exzellenz" am Theater

Kunstfreiheit statt Kirchenlobbyismus! – Wieviel Missbrauchsaufarbeitung verträgt die Öffentlichkeit?

Gemeinsam mit der Aktionsgruppe "11. Gebot" der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) lädt das künstlerische Team der vom Theater Osnabrück abgesagten Spielzeiteröffnung mit dem Stück "Ödipus Exzellenz" am 21. August zu einer Demonstration mit Podiumsgespräch vor dem Theater Osnabrück ein. Die Veranstalter organisieren damit zu der vom Theater für den gleichen Tag angekündigten Sonderveranstaltung zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche eine Alternativ-Bühne. Mit ihr möchte die das "11. Gebot" mit dem künstlerischen Team zur Absetzung des fertig geplanten Theaterstücks Stellung beziehen, eingeladen sind dazu Vertreter der lokalen Politik und des Bistums Osnabrück.

Bernd Vowinkel

Zum Tod von Bernd Vowinkel

Der freundliche Transhumanist

Er träumte von einer "Menschheit 2.0" und von "Maschinen mit Bewusstsein": Am vergangenen Samstag ist der Physiker, Autor und gbs-Beirat Bernd Vowinkel im Alter von 78 Jahren gestorben. Ein Nachruf von Michael Schmidt-Salomon.

"Religionsfreie Zone" auf dem Münchner Marienplatz

Kreuzerlass - Bayerns Staatskanzlei verwickelt sich in Widersprüche

Ein Artikel des Humanistischen Pressedienstes und die dadurch ausgelösten politischen Reaktionen haben dazu geführt, dass sich die bayerische Staatsregierung beim Thema "Kreuze in bayerischen Amtsstuben" in argumentative Widersprüche verwickelt. Das wiederum könnte bedeuten, dass die Position von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im noch laufenden Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht geschwächt ist. Und er am Ende gerichtlich dazu verpflichtet wird, den sogenannten Kreuzerlass zurückzunehmen.

Stipendiat*innen-Treffen 2025

Das Bertha von Suttner-Studienwerk setzt seine Arbeit fort – auch wenn 2025 keine neuen Stipendiaten aufgenommen werden können

"Wir werden die Förderung humanistischer Studierender nicht aufgeben!"

Aktuell fördert das Bertha von Suttner-Studienwerk (BvS) mehr als 20 Stipendiatinnen und Stipendiaten, ab Oktober werden es nur noch zehn sein. Grund dafür ist ein "doppelter Tiefschlag" vonseiten öffentlicher Stellen, wie der BvS-Vorstand erklärt. "Leider können wir im aktuellen Jahr keine neuen Stipendiat*innen aufnehmen. Doch selbstverständlich werden wir die Förderung humanistischer Studierender nicht aufgeben! Die nächste Ausschreibung zum 'Suttner-Stipendium' erfolgt im Mai 2026."

Der Gynäkologe Prof. Dr. Joachim Volz

Beim Rechtstreit des Gynäkologen Joachim Volz mit einem christlichen Krankenhausträger geht es um zentrale Grundrechte

"Im Konfliktfall entscheide ich mich für die Gesundheit der Frauen – und gegen die Dogmen der Kirche"

Das "christliche Krankenhaus" Lippstadt untersagt dem Leiter der dortigen Frauenklinik, Prof. Dr. Joachim Volz, medizinisch notwendige Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen, doch der Arzt leistet Widerstand, um Frauen in Notlagen weiterhin helfen zu können. Sein Rechtsfall könnte viele "Selbstverständlichkeiten" in Frage stellen – nicht nur das kirchliche Arbeitsrecht, sondern auch die Rolle konfessioneller Träger in der Wohlfahrtspflege sowie die gesetzlichen Bestimmungen zum Schwangerschaftsabbruch und zur Fortpflanzungsmedizin.