Medien

Donald Trump

Wohldosierte Emotionen

Gefühle haben im politischen Raum einen schlechten Ruf. Politische Entscheidungen, so das klassische Dogma, sollten rational und vernünftig getroffen werden, keinesfalls emotional. Doch die Realität sieht von jeher anders aus. Welche Bedeutung Gefühle für politische Ereignisse, für den Aufstieg und Fall von Herrschenden haben und hatten, ist das zentrale Thema von Ute Frevert und ihrem Team am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Ihre Erkenntnisse über die Vergangenheit erhellen auch manch aktuelle Geschehnisse.

Pakistan: Medienwächter verbieten "intime Szenen" in TV-Dramen

Schluss mit Schund und Unzucht auf dem Fernsehbildschirm! Das fordert die pakistanische Medienbehörde PEMRA mit einer neuen Vorschrift, die tief in die Gestaltungsfreiheit der Programmgestalter eingreift. Doch ein privater TV-Sender hat Einspruch erhoben. Die Vorschrift sei "illegal" und stehe im Widerspruch zur geltenden Verordnung. Nun muss ein Gericht entscheiden.

TV-Studio

Taliban verbannen Frauen von der Leinwand

Schon zuvor wurden Frauen und Mädchen in Afghanistan bereits weitestgehend aus der Erwerbsarbeit und den weiterführenden Schulen verdrängt. Nun macht sich die islamistische Regierung ans Werk, auch die gesamte kulturelle Landschaft umzuwälzen und verbannt Frauenrollen komplett aus Film und Fernsehen.

Beispiel für einen Deepfake

Deepfakes: Manipulationen als Gefahr für die Demokratie

Wie lässt sich prüfen, ob Informationen echt und vertrauenswürdig sind – gerade solche, die über das Internet oder die Sozialen Medien verbreitet werden? Die Möglichkeit, etwa Videos und Fotos mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) zu manipulieren, machen eindeutige Antworten immer schwieriger. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben sich im Auftrag des Europaparlaments mit den potenziellen Gefahren der Deepfake-Technologie beschäftigt und Optionen für eine bessere Regulierung entwickelt.

"netzpolitik.org" erhält Fritz-Bauer-Preis 2021

Die Humanistische Union (HU) verleiht ihren diesjährigen Fritz-Bauer-Preis an das Redaktionsteam von netzpolitik.org. Die Plattform für digitale Freiheitsrechte habe in Deutschland seit vielen Jahren den netzpolitischen Diskurs durch großes Engagement, die Kombination aus technischer und politischer Kompetenz, hohe journalistische Standards und investigative Recherche wesentlich mitgeprägt.

Gott ist Rührei: Wie Rundfunkgebühren zu Predigten werden

Gott ist wie Sand. Das habe ich jetzt beim Hessischen Rundfunk erfahren. Neben einigen anderen Verkündigungsformaten hält der öffentlich-rechtliche Sender sich auch einen christlichen Podcast, der den packenden Titel "Übrigens..." trägt, und wir sind sicher, dass auch die Schiiten, Sunniten und Sikhs und Hindus, die Drusen und die Sufis, die Zarathustrer und Zaiditen und überhaupt alle Religionen Deutschlands ebenso zu Wort kommen, wenn es, wie bei "Übrigens...", etwa die Folgen des Klimawandels oder den Tod von Michael Ballacks Sohn zu kommentieren gilt.

Angriff auf die Demokratie

Andre Wolf, Kommunikationsexperte, Pressesprecher sowie "Content- and Social Media Coordinator" bei ‎"Mimikama", einem Verein zur Aufklärung von Internetmissbrauch, legt ein profundes Fachbuch vor, das das "schleichende Gift" von Fake News und Verschwörungsmythen sowie die Tricks und Strategien von Rechtsextremisten, soziale Medien zu unterwandern und zu missbrauchen, analysiert.