Rassismus

Pascal Bruckners neuer Essay über die "Konstruktion des weißen Sündenbocks"

Der bekannte französische Essayist Pascal Bruckner, ein flammender Anhänger von Aufklärung, Laizität und Menschenrechten, kritisiert in seinem neuen Essay "Ein nahezu perfekter Täter" die "Konstruktion des weißen Sündenbocks". In bestimmten Erscheinungsformen wie etwa des identitären Anti-Rassismus sieht er das Umschlagen in einen Obskurantismus, was bei aller polemischer Darstellungsweise für eine reale Gefahr eben auch für Aufklärung, Laizität und Menschenrechte steht.

Münchhausen wohnt in Regensburg

Andrea Nahles sang einst im Bundestag das Pippi-Langstrumpf-Lied: "Ich mach mir die Welt, wide wide wie sie mir gefällt…". Das war etwas peinlich aber auch ein kleines bisschen witzig. Überhaupt nicht witzig ist, wenn der Regensburger Bischof seine heile Welt erklärt.

"Rassismus für den gehobenen Bedarf"

Aus dem Nachlass des linken Provokateurs Wolfgang Pohrt sind zwei Vorträge aufgetaucht, welche sich mit den Auffassungen zu "Multikultureller Gesellschaft" und "Rassismus" in den 1980er und 1990er Jahren beschäftigen. Gerade die Abneigung von "krankhaftem" Kollektivdenken macht sie heute wieder aktuell, auch wenn das elitäre und zynische Gehabe von Pohrt wohlmöglich posthum noch mehr verstört als früher.

Rassismus-Zeitmaschine Anthroposophie

"die Drei", "Zeitschrift für Anthroposophie in Wissenschaft, Kunst und sozialem Leben", "herausgegeben für die Anthroposophische Gesellschaft in Deutschland", stellt in ihrer März/April-Ausgabe 2021 "das heiße Eisen" Rassismus und Antisemitismus in der Anthroposophie vor. Wenn Anthroposophen über Rudolf Steiners Rassismus urteilen, steht der Freispruch bereits vorher fest, aber die Begründung überrascht doch immer wieder. Der Anthroposoph Ralf Sonnenberg markiert hier einen neuen alten Tiefpunkt.

Hamed Abdel-Samad

Hamed Abdel-Samad zu Identitätspolitik und Rassismus

Der bekannte Publizist Hamed Abdel-Samad legt mit "Schlacht der Identitäten. 20 Thesen zum Rassismus – und wie wir ihm die Macht nehmen" seine Reflexionen zu aktuellen Kontroversen um Identitätspolitik und Rassismus vor. Es handelt sich um teilweise auch autobiographisch geprägte Betrachtungen, welche die problematischen Dimensionen eines identitären Antirassismus betonen und dabei beachtenswerte und interessante Positionen zu einem kontroversen Thema liefern.