Religionsfreie Zone

"Religionsfreie Zone" auf dem Münchner Marienplatz

Kreuzerlass - Bayerns Staatskanzlei verwickelt sich in Widersprüche

Ein Artikel des Humanistischen Pressedienstes und die dadurch ausgelösten politischen Reaktionen haben dazu geführt, dass sich die bayerische Staatsregierung beim Thema "Kreuze in bayerischen Amtsstuben" in argumentative Widersprüche verwickelt. Das wiederum könnte bedeuten, dass die Position von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im noch laufenden Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht geschwächt ist. Und er am Ende gerichtlich dazu verpflichtet wird, den sogenannten Kreuzerlass zurückzunehmen.

Das "Söderkreuz"

Das "Kreuz der Vielfalt"

Zum siebten Jahrestag von Söders Kreuzerlass am 1. Juni bekommt Bayern eine "Religionsfreie Zone" im Herzen seiner Landeshauptstadt: Auf dem Münchner Marienplatz führen die Giordano-Bruno-Stiftung und der Bund für Geistesfreiheit München von 11 Uhr bis 18 Uhr ein "Straßenspektakel" mit der Kunstaktion "Kreuz der Vielfalt" und einem unterhaltsamen Bühnenprogramm mit Musik und Redebeiträgen durch. Die Botschaft ist klar: Für ein weltoffenes, säkulares und weltanschaulich neutrales Bayern und gegen einseitige religiöse Bevorzugung im öffentlichen Raum.

Das Sitzungssaalgebäude des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe

Tanzverbot an Karfreitag gilt nicht schrankenlos

Das Bundesverfassungsgericht hat in einem gestern veröffentlichten Urteil entschieden, dass Artikel 5 des Bayerischen Feiertagsgesetzes (FTG) mit der Weltanschauungsfreiheit und der Versammlungsfreiheit unvereinbar und somit nichtig ist. Damit folgt das Gericht einer Verfassungsbeschwerde des BfG München, dessen "Heidenspaß-Party an Karfreitag" vor mehr als 9 Jahren verboten worden war. Die Giordano-Bruno-Stiftung hatte die Verfassungsbeschwerde von Beginn an unterstützt.

Das Sitzungssaalgebäude des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe

BVerfG gibt Bund für Geistesfreiheit München Recht

Im Jahr 2007 wurde dem Bund für Geistesfreiheit (BfG) von den bayerischen Behörden untersagt, an Karfreitag im Rahmen einer Veranstaltung in einem Münchener Theater eine "Heidenspaß-Party" mit Rockband zu feiern. In einem heute veröffentlichten Beschluss hat das Bundesverfassungsgericht festgestellt, dass dieses Verbot nicht rechtmäßig war.

Religionsfreie Zone in Köln

Brian am Feiertag

KÖLN (hpd) Zum achten Mal fand am Karfreitag im Filmhaus in Köln eine Religionsfreie Zone statt. Dem Ernst des Tages angemessen hatten die Veranstalter zwei Kult-Filme der britischen Komiker-Truppe Monty Python ausgesucht.

„Endlich mal den Austritt wagen!“

MANNHEIM. (hpd) Zehntausende Anhänger von Benedikt XVI. werden Mitte Mai nach Mannheim strömen. Der 98. Katholikentag ruft die deutschen Katholikinnen und Katholiken: „Einen neuen Aufbruch wagen“ lautet das Motto und versprochen wird ein „buntes Glaubensfest“. Doch eine kleine Schar Ungläubiger plant einen Kontrapunkt zur Fete der Papstfans.

Religionsfreie Zone: Auftrag erfolgreich?

DRESDEN. (hpd/gefahr) Mit viel Engagement hatten Mitglieder von GEFAHR e.V. das viertägige Programm mit zwanzig Veranstaltungen organisiert. In der Nachbetrachtung fragt sich Sacha Hanig, ob der selbst gestellte Auftrag, ein Forum für Debatten und Aufklärung zu schaffen, erfolgreich realisiert worden ist.

Ent-taufung ist Hauptattraktion

KÖLN. (hpd/ibka) Am vergangenen Karfreitag erklärte der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) Nordrhein-Westfalen das Kölner Filmhaus zum vierten Mal in Folge zur „Religionsfreien Zone“. Ziel der Veranstaltung ist, der Forderung nach der Abschaffung des besonderen Schutzes der „stillen“ Feiertage Nachdruck zu verleihen.

Religionsfreie Zonen am Karfreitag

KÖLN / MÜNCHEN. (hpd) Es mehren sich die Anzeichen dafür, dass sich auch bei den Säkularen im Laufe der vergangenen Jahre feste Termine des Feierns herausbilden, die durchaus in die Kategorie Rituale gehören. Dazu gehören auch die Religionsfreien Zonen am Karfreitag, die als Protest gegen das lebensfeindliche Leidensfest der barbarischen Kreuzigung einen Ausgleich der Aufklärung und auch der Fröhlichkeit setzen wollen.

„Prügelnonne“ fährt zum Kirchentag

MÜNCHEN. (hpd) Jacques Tillys „Prügelnonne“, die auf der Demonstration der ehemaligen Heimkinder in Berlin für internationale Aufmerksamkeit sorgte, fährt zum Ökumenischen Kirchentag nach München. Die drei Meter hohe Skulptur, die an das Unrecht erinnert, das Heimkinder über Jahrzehnte ertragen mussten, wird an der „Frohen Prozession“ teilnehmen, die an „Christi-Himmelfahrt“ anlässlich des Kirchentags in der Münchener Innenstadt stattfinden wird.