Sterbehilfe

In Großbritannien bleibt Sterbehilfe verboten

In Großbritannien bleibt Sterbehilfe auf absehbare Zeit verboten. Das britische Unterhaus hatte sich 2025 mit knapper Mehrheit für eine Liberalisierung ausgesprochen. Doch es gilt als wahrscheinlich, dass die Abgeordneten in der laufenden Sitzungsperiode zu keiner Abstimmung kommen.

Johann Spittler mit seinen Anwälten

Bekannter Sterbehilfearzt in Essen erneut verurteilt

Der bundesweit bekannte Sterbehilfearzt Johann Friedrich Spittler verbüßt zurzeit eine Gefängnisstrafe von drei Jahren. Diese wurde jetzt am 24. März auf insgesamt 4 Jahre und 4 Monate erhöht. Derselbe Richter sprach den heute 83-Jährigen zum zweiten Mal wegen Totschlags schuldig. Denn er hat noch bei einem weiteren Patienten 2023 Suizidhilfe geleistet, der aufgrund einer psychischen Erkrankung ohne Freiwillensfähigkeit gewesen sein soll.

Indien macht den Weg frei für passive Sterbehilfe

Mit einer wegweisenden Entscheidung hat der Oberste Gerichtshof in Indien den Weg für die passive Sterbehilfe – also die Einstellung lebenserhaltender Maßnahmen – bei einem Wachkoma-Patienten geebnet. Passive Sterbehilfe ist in Indien seit 2018 erlaubt. Der aktuelle Fall ist der erste, in dem indische Richter diesen Schritt genehmigen, ohne dass eine Patientenverfügung vorliegt.

Bischöfe verbieten Suizidassistenz in katholischen Einrichtungen

In der Bundesrepublik Deutschland besitzt das Recht jedes Menschen auf Freiheit und Selbstbestimmung einen besonders hohen Rang, weil es unmittelbar auf der Menschenwürde gründet. Das Selbstbestimmungsrecht gilt auch für den Umgang mit dem eigenen Sterben. Daher hat das Bundesverfassungsgericht bestätigt, dass ein urteilsfähiger Mensch sich das Leben nehmen und hierfür Dritte um Unterstützung bitten darf. Die katholische Kirche bestreitet dieses Recht. Jetzt haben die deutschen katholischen Bischöfe ihre Abwehrhaltung noch verschärft: Sie haben verboten, dass in katholisch getragenen Einrichtungen Suizidhilfe durchgeführt wird.

Fakten und Mythen zur Suizidassistenz

Übermorgen ist hpd-Autorin Ulla Bonnekoh live online zu Gast im "Humanistischen Campus". Die stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats der Konfessionsfreien ist gleichzeitig Präsidiumsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS). In ihrem Vortrag trennt sie belegbare Fakten von falschen Vorstellungen über ein sehr persönliches Thema: die Assistenz beim selbstbestimmten Umgang mit dem eigenen Lebensende.

Philip Nitschke

Ärzte und Vereine sollen bei Suizid nicht mehr gebraucht werden

Der Sterbehilfeaktivist Philip Nitschke, einst australischer Arzt, hat seine neueste Erfindung vorgestellt: Ein Suizidhalsband namens "Kairos" zum raschen und schmerzfreien Tod. Seine Mission: Vernunftfähige Suizidwillige sollen einfachen und erschwinglichen Zugang zu Freitod-Möglichkeiten haben, und zwar "autonom", das heißt ohne dass darüber Ärzte oder Vereine zu entscheiden hätten.

Suizid ohne Hilfe

Mit "Selbstbestimmt Sterben. Handreichung für einen rationalen Suizid" legt Jessica Düber eine aktualisierte Neuauflage ihres erstmals 2017 erschienenen Buches vor. Es richtet sich an Menschen, die sich eigenständig und ohne institutionelle Begleitung mit Fragen des selbstbestimmten Lebensendes auseinandersetzen möchten.