USA

Redaktion der Washington Post, Washington D.C.

Der schleichende Niedergang der Washington Post

"Königsmacher" nannte man die Washington Post einmal. Dass eine einzelne Zeitung einen Präsidenten zu Fall bringen konnte, war Emblem der Macht einer freien Presse. Heute ist das Blatt ein kaputtgesparter Schatten seiner selbst – und steht damit stellvertretend für einen großen Teil der alteingesessenen liberalen Medien in den USA. Eine chronologische Spurensuche.

USA: Oberster Gerichtshof erlaubt zeitweilig Abtreibungspille per Versand

Das Abtreibungsmedikament Mifepriston darf in den USA vorerst weiterhin uneingeschränkt per Post versandt werden. Das entschied der Oberste Gerichtshof (Supreme Court) der Vereinigten Staaten im Eilverfahren. Damit stehen medikamentöse Schwangerschaftsabbrüche vorerst auch wieder ungewollt Schwangeren offen, die in einem Bundesstaat mit strengen Abtreibungsgesetzen leben.

Michael Schmidt-Salomon

"Nicht nur der Iran braucht einen Regimewechsel"

In den ersten Tagen des Irankriegs führte der hpd ein Interview mit dem Vorsitzenden der Giordano-Bruno-Stiftung, Michael Schmidt-Salomon. Es ging dabei um eine humanistische Einschätzung der kurz zuvor erfolgten amerikanischen und israelischen Angriffe auf das Mullahregime. Damals verwies Schmidt-Salomon sowohl auf die Chancen als auch auf die Risiken dieses Krieges. Wie schätzt er die Lage heute ein, knapp zwei Monate später?

"National Prayer Breakfast"

Religionsfreiheit für alle – oder Privilegien für wenige?

Die Trennung von Staat und Religion ist ein Grundpfeiler der US-amerikanischen Verfassung. Doch die Trump-Regierung und mit ihr christliche Nationalisten treiben die Infiltrierung staatlicher Einrichtungen mit Glaubensinhalten voran. Gleichzeitig will Trump gegen eine angeblich weit verbreitete Diskriminierung von Christen im Bundesapparat vorgehen. Aber findet diese Diskriminierung überhaupt statt? Die Organisation "Americans United for Separation of Church and State" will vor Gericht Einsicht in die angeblichen Diskriminierungs-Akten erstreiten. Moisés Serrano, Pressereferent von "Americans United", erklärt im Interview, was solche Prozesse für die säkulare Zukunft der USA bedeuten und warum "Religionsfreiheit nur für einige" am Ende die Freiheit aller gefährdet.

Trump, Vance und Papst Leo XIV. – und der Streit um den richtigen Glauben

Donald Trump und sein Vize-Präsident JD Vance haben ein neues Feindbild: Robert Francis Prevost. Weil Papst Leo XIV. die amerikanische Politik kritisiert hat, wirft Trump dem Oberhaupt der katholischen Kirche vor, eine "schreckliche" Politik zu betreiben und sich politisch zu weit nach links zu positionieren. Papst Leo XIV. kontert, Trump verstehe die Botschaft des Evangeliums nicht.