Internationales

Ist Gott für moralisches Handeln notwendig?

Religion spielt in den USA nach wie vor eine große Rolle. Umso erstaunlicher ist es, dass weit über die Hälfte der US-Amerikaner*innen der Meinung sind, dass es nicht notwendig ist, an Gott zu glauben, um moralisch richtig handeln zu können. Dies hat eine aktuelle Studie des Pew Research Centers festgestellt.

Ein Hoch auf die Meinungsfreiheit

Einer modernen Republik unwürdig, ein Hemmnis für öffentliche Debatten und die Meinungsfreiheit und ein Beispiel für diejenigen Länder, die drastische Strafen für die Lästerung vermeintlicher Götter, Propheten und heiliger Bücher fordern. All das sei der Anti-Blasphemie-Paragraph Irlands nach Aussagen von Justizminister Charlie Flanagan gewesen. 

Österreich: Zahl der Kirchenaustritte 2019 gestiegen

In den meisten Ländern, in denen die katholische Kirche vertreten ist, laufen ihr die Gläubigen weg. So auch in Österreich. 67.583 Menschen traten im Jahre 2019 aus. Das ist gegenüber 2018 ein Ausstiegs-Anstieg von 14,9 Prozent. Die Austritte werden unter anderem den Missbrauchsskandalen zugeschrieben. Allen Mitgliedsverlusten zum Trotz hat sich die Summe der Einnahmen aus Kirchenbeiträgen erhöht.

Kenia: Pastor ersticht Ehefrau in der Kirche

In der kenianischen Stadt Mombasa hat ein Pastor der "Ground for God’s Gospel Church" seine getrennt lebende Ehefrau und sich selbst während eines Gottesdienstes mit Messerstichen tödlich verletzt. Aus seinem 17-seitigen Abschiedsbrief geht hervor, dass sich das Paar um Geld, Grund und Gemeinde gestritten hatte.

Screenshot eines Facebook-Videos

Sri Lanka: Apostaten in Lebensgefahr

Vor vier Jahren gründete eine Handvoll Menschen den "Council of Ex-Muslims of Sri Lanka". Bis heute laufen ihre Treffen und Hilfsangebote im Verborgenen ab. Immer in der Gefahr von Entdeckung durch fundamentalistisch religiöse Menschen, die einen Religionsabfall, besonders den vom Islam, als Tötungsgrund ansehen.

Den Kopf frei kriegen

Sie war die erste Frau, die für den Iran auf dem olympischen Treppchen stand. 2016 gingen die Bilder von Taekwondo-Kämpferin Kimia Alisadeh um die Welt: Stolz trug die 18-Jährige in Rio de Janeiro ihre Bronzemedaille, um den Kopf einen weißen Hidschab. Alle Frauen im Iran müssen dieses Kopftuch tragen, Repräsentantinnen des Landes auch im Ausland. Nun hat Kimia Alisadeh den Hidschab abgelegt und ihrem Heimatland den Rücken gekehrt.

Gefängnis

Reporter ohne Grenzen fordern Entkriminalisierung von Blasphemie

Anlässlich des fünften Jahrestags des Anschlags auf die Redaktion des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo fordern die "Reporter ohne Grenzen" (ROG) gemeinsam mit zwei Sonderberichterstattern der Vereinten Nationen die Regierungen sowie internationale Organisationen weltweit auf, Journalistinnen und Journalisten gegen Angriffe aufgrund von religiöser Intoleranz zu schützen.