Internationales

UN-Generalsekretär Antonio Guterres

Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht

Der 22. August ist der "Internationale Tages des Gedenkens an die Opfer von Gewalthandlungen aufgrund der Religion oder der Weltanschauung". UN-Generalsekretär Antonio Guterres bekräftigte dazu in einer Botschaft, dass die Religions- und Weltanschauungsfreiheit unveräußerliche Rechte seien. Zudem rief er Regierungen auf, Hass und Gewalthandlungen aufgrund von Glaube oder Weltanschauung zu bekämpfen.

Mob brennt Viertel in Faisalabad wegen Herabwürdigung des Korans nieder

Nachdem am 16. August zwei christliche Brüder im zum Distrikt Faisalabad gehörenden Jaranwala der Blasphemie beschuldigt worden waren, wurden muslimische Gläubige zu einem Mob aufgestachelt. Dieser Mob beschädigte acht Kirchen und diverse Wohnhäuser in Kirchennähe. Das Brüderpaar sowie knapp 150 Personen aus dem Mob wurden festgenommen. Bewaffnete Truppen wurden eingesetzt, um christliche Gebäude zu sichern. Menschenrechtsorganisationen fordern den Schutz religiöser Minderheiten.

Symbolbild

Religionswechsel als Strategie im Sorgerechtsstreit

Das Drama einer privaten Sorgerechtsauseinandersetzung wird in Malaysia durch die Konversion minderjähriger Kinder zum Konflikt der Ethnien. Loh Siew Hong, eine Frau chinesisch-indischer Abstammung und praktizierende Hindu, durchlebte über drei Jahre die Qualen der Suche nach ihren drei Kindern, die ihr gewalttätiger Ex-Mann entführte und vor ihr versteckte. Mit der Hilfe von Sozialen Medien und Online-Communities gelang es ihr, die Kinder wiederzufinden. Die Freude ist groß, aber der Kindesvater ist inzwischen mit den Kindern zum Islam konvertiert, damit die Mutter das bereits gerichtlich zugesprochene Sorgerecht nicht ausüben kann.

Symbolbild

Papst segnet Fahrrad von Vatikan-Athleten

Die Radfahrer des Sportverbands Athletica Vaticana – unter ihnen der Botschafter Österreichs im Vatikan – konnten bei der Fahrrad-WM in Schottland keine nennenswerten Leistungen erbringen. Eines ihrer Fahrräder soll nun trotzdem für einen guten Zweck versteigert werden, nachdem es von Papst Franziskus gesegnet und signiert wurde.

Symbolbild

Uganda: Selbsternannter Pastor erhält lebenslängliche Haftstrafe für Kinderopfer

Im Mai 2021 trat in Uganda das Gesetz zur Prävention und zum Verbot von Menschenopfern in Kraft. Es sollte die vorhandenen Gesetze zu Entführung und Mord ergänzen und durch harte Strafen bis hin zum Tode abschrecken. Der vierjährigen Nakisuyi hat das nichts genutzt. Sie wurde vom selbsternannten Pastor Joseph Sserubiri in einem Ritual ermordet. Obwohl Sserubiri nun eine lebenslange Haftstrafe erhielt, zeigt dieser Fall, dass Prävention zum Abbau von Glauben an die Wirkung von Menschenopfern dringend notwendig wäre.

Pride-Kollektion auf der Swatch-Website

Drei Jahre Haft für eine bunte Armbanduhr

Im Mai diesen Jahres stürmten malaysische Behörden elf Geschäfte des Armbanduhrenherstellers Swatch. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, durch den Verkauf der konfiszierten Pride-Kollektion das moralische Fundament der Nation zu erodieren. Der Verkauf oder Besitz der regenbogenfarbenen Uhren wird nun mit einer Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren geahndet.

Flagge von Indonesien

Menschenrechtler drängen auf Aus für das Blasphemiegesetz in Indonesien

Blasphemie ist in Indonesien eine Straftat. Damit soll nun Schluss sein, fordert die Menschenrechtsorganisation Setara Institute for Democracy and Peace. Auch andere NGOs beobachten das Verbot mit Sorge. Laut Human Rights Watch sind seit Einführung des Blasphemiegesetzes 1965 mehr als 150 Menschen wegen Gotteslästerung verurteilt worden, meist Angehörige religiöser Minderheiten.