Ausgerechnet in der Karwoche erschütterte ein Text des italienischen Publizisten Eugenio Scalfari die katholische Glaubenswelt. Papst Franziskus habe ihm mitgeteilt, dass es die Hölle gar nicht gibt, so Scalfari. Der Vatikan dementierte umgehend und bestätigte die Existenz der Hölle.
Im Jahr 2004 wurde die Giordano Bruno Stiftung (gbs) gegründet. Kurz darauf entstanden deutschlandweit auch Regionalgruppen der gbs. Eine der ältesten kann jetzt auf eine 10-jährige Geschichte zurückblicken.
Einen Tag vor dem Karfreitag verbot die Stadt Stuttgart die Aufführung des Filmes "Das Leben des Brian". Die Regionalgruppe der gbs fand trotzdem eine Möglichkeit, den Film aufzuführen.
Die Stadt Erlangen macht es dem Bund für Geistesfreiheit (bfg) nicht leicht: Sie will die Dauer der Karfreitagsparty und die Zahl der Gäste begrenzen. Der örtliche bfg-Vorsitzende empfindet das als "drakonisch".
"Die Kritik der Religion endet mit der Lehre, dass der Mensch das höchste Wesen für den Menschen sei, also mit dem kategorischen Imperativ, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist." Mit diesen Worten schuf Karl Marx 1844 die Grundlagen für einen neuen säkularen Humanismus. Anlässlich des 200. Geburtstages des Philosophen wird Bestsellerautor Jürgen Neffe dessen Leben und Werk am 29. April im "Haus Weitblick" (gbs-Stiftungssitz in Oberwesel) vorstellen.
Landauf, landab protestieren Konfessionsfreie gegen die Verbote am "stillen Feiertag" Karfreitag. Die einen führen den (verbotenen) Film "Das Leben des Brian" auf, andere tanzen gegen die Bevormundung an. So unter anderem auch in Regensburg und Leipzig.
Nach Bochum soll auch in Berlin und in Stuttgart der Film "Das Leben des Brian" am Karfreitag aufgeführt werden. Während es in der Hauptstadt dabei keine Probleme geben dürfte, will die Stadt Stuttgart die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung für die Filmvorführung ablehnen.
Die Debatte um den Islam-Lehrstuhl an der Humboldt-Universität zeigt, dass sich der Staat vom kirchenförmigen Konzept religiös-weltanschaulicher Lehrstühle trennen muss. Orientiert am Grundsatz der Gleichbehandlung von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sowie dem Bedarf in Berlin und Brandenburg ist die Einrichtung eines Humanistik-Lehrstuhls dringend geboten.
Unter Berufung auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts hat die Bezirksregierung Arnsberg die Vorführung des Films "Das Leben des Brian" am diesjährigen Karfreitag in der Riffhalle im Bermuda-Dreieck genehmigt. Damit ist das Feiertagsgesetz NRW in seiner zentralen Verbotsbestimmung für stille Feiertage faktisch von der Bezirksregierung aufgehoben worden.
Der HVD-BB hat zum 01.01.2018 vom Land Berlin die Rechtsform einer Körperschaft des öffentlichen Rechts verliehen bekommen. Soll man sich darüber freuen, weil es ihm damit gelungen ist, die gleiche Rechtsstellung wie die Kirchen zu erlangen oder soll man dies bedauern, weil der Verband damit seine staatskirchenrechtliche Unschuld verloren hat und unter Durchbrechung des Grundsatzes der möglichst weitgehenden Trennung von Staat und Kirche, eine staatliche Rechtsform angenommen hat?
Der Humanistische Verband Niedersachsen bedauert die vorschnelle Festlegung der niedersächsischen Regierung – und zuvor der norddeutschen Länderchefs – auf den 31. Oktober als neuen gesetzlichen Feiertag.
Diskothekenbesitzer aufgepasst: Laut einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2016 gilt das in einigen Bundesländern strikt verfolgte "Tanzverbot an Karfreitag" nicht, wenn der Tanz "Ausdruck eines weltanschaulichen Bekenntnisses" ist. Auf Grundlage dieses Urteils haben der bfg München und die Giordano-Bruno-Stiftung 2017 eine "zünftige Karfreitagssause" veranstaltet. In diesem Jahr erweitern sie das Angebot und erteilen allen Veranstaltern in Deutschland den "humanistischen Tanzsegen", sofern sie die Anforderungen einer "Heidenspaß-Party" erfüllen.
Das Bündnis "PRO Berliner Neutralitätsgesetz" übergab am Montag Unterschriften, um den Senat zur Sicherung des Gesetzes aufzufordern. Der HVD Berlin-Brandenburg KdöR begrüßt die Initiative und unterstützt das Anliegen.
Unlängst wurden der ehemalige Staatsminister und langjährige Bundestagsabgeordnete Rolf Schwanitz sowie der Journalist und "Blattmacher" Helmut Ortner in den Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung aufgenommen. Bereits im vergangenen Jahr wurde das Gremium um die Ärztin und Homöopathie-Kritikerin Natalie Grams, die feministische Filmemacherin und Kinderrechtlerin Helke Sander sowie den Juristen und Rechtsphilosophen Reinhard Merkel erweitert.