Religionen

Religionsfreie Zone in Mannheim

MANNHEIM. (hpd/gbs-rn) Man kann den Eindruck gewinnen, Wallenstein sei wieder zurück, um für die Katholische Liga die Stadt Mannheim einzunehmen. Überall stehen Hunderte von kleinen Zelten wie in einem Feldlager - um den zentralen Wasserturm, im Innenhof des Schlosses und selbst auf manchen Bürgersteigen.

Himmel und Erde bewegen?

TÜBINGEN. (hpd) Im Schatten des Katholikentages. Oder: "Liebster Jesu, wir sind vier" –  Eine Reportage vom Evangelischen Bezirkskirchentag, der am vergangenen Wochenende im baden-württembergischen Tübingen vorüberging. Das Motto des Kirchentags lautete: „Himmel und Erde bewegen“. Von Timo P. Hauselmann

Willkommen im Mittelalter

MANNHEIM. (hpd) Der Bund katholischer Ärzte propagierte auf dem Katholikentag Heilung von der „Krankheit Homosexualität“. Diese homophoben und menschenrechtswidrigen Äußerungen schienen im allgemeinen beseelten Spektakel jedoch kaum jemanden zu kümmern. Ein Bericht über eine Facette des Katholikentags.

Ein Pastor lässt das Frömmeln nicht?

MANNHEIM. (hpd/sb) Bundespräsident Gauck wünscht sich mehr Christen in der Politik, die sind in der Politik aber bereits überrepräsentiert. Der gesellschaftliche Fortschritt der letzten fünf Jahrzehnte ist durch eine “Entchristlichung” des Rechts geprägt. Der Bundespräsident sollte lieber Konfessionslose zu mehr politischem Engagement ermuntern. Ein Kommentar von Matthias Krause

Overbeck auf dem Weg zum Hassprediger?

BOCHUM. (hpd) In Lourdes erklärte Bischof Overbeck religionsfreie Menschen quasi zu Untermenschen. Als Ruhr- wie auch als Militärbischof ist Overbeck in einer pluralistischen Gesellschaft so nicht tragbar. Die viel propagierte „christliche Toleranz“ zeigt hier ihre gehässige Fratze der Ausgrenzung und Überheblichkeit. Ein Kommentar von Jörg Schnückel

Experten: „Christenverfolgung“ ist ein Mythos

BERLIN. (hpd) Es gibt keine systematische Verfolgung von Christen in Nordafrika und im Nahen Osten. Das war die einhellige Meinung von Experten, die am vergangenen Donnerstag an einer Anhörung des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe im Deutschen Bundestag teilnahmen. Benedikt XVI. hält indes unbeirrt an der „tragischen Realität der Verfolgung“ fest.

Katholikentag: Alternativprogramm

MANNHEIM. (hpd) „Einen neuen Aufbruch wagen“, so heißt das Motto des 98. deutschen Katholikentages. Das wird vielleicht tatsächlich so sein, obwohl vermutlich mit einem inhaltlich anders gepackten Rucksack und in eine andere Richtung, als es der Vatikan vorgegeben hat.

Wollen die Schweizer im Stadion beten?

ZÜRICH. (hpd)  Nicht der Team- oder Sportsgeist, sondern die Götter sollen künftig im geplanten Neubau des Züricher Fußballstadions beschworen werden können. Fußballvernarrte Pfarrer jubeln, Kritik am geplanten Andachtsraum üben dagegen die Schweizer Freidenker. Sie befürworten höchstens ein Konzept, das „keinesfalls Wirkraum von Religionsvertretern“ ist.

Gibt es eine lutherische Ethik?

(hpd) Hubertus Mynarek zeigt in „Luther ohne Mythos“ eindrucksvoll und sachkundig, dass die feste Burg, die Luthers Gott ist, hauptsächlich auf den Säulen schlechten Gewissens und Unterwerfungsbereitschaft steht. Dazu kommen Irrationalismus, Masochismus, Misogynie und Antisemitismus.

Wenn Atheisten beten

BERLIN. (hpd) Atheist werden ist nicht leicht. Eigentlich liegt es eher nahe, irgendwie religiös zu sein. Obwohl meine Eltern beide nicht besonders gläubig waren (mein Vater ein jüdischer Agnostiker mit Sympathien für das Christentum, meine Mutter eine anglikanische Agnostikerin mit einer Schwäche für Astrologie), war ich als Kind ein frommer Christ.