Am 1. Juli tritt das Heimopferrentengesetz (HOG) in Kraft und verspricht allen Betroffenen ab Erreichen des Regelpensionsalters die Zuerkennung einer Eigenpension von 300 Euro monatlich. Ab Inkrafttreten des HOG wird aber zugleich auch das Verbrechensopfergesetz geändert und es kann kein Ersatz Verdienstentgang aus Schädigung dieser Verbrechen mehr geltend gemacht werden. Die "Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt" rät daher dringend, die Zeit bis zum 30. Juni 2017 nicht verstreichen zu lassen, ohne nach dem Verbrechensopfergesetz einen Verdienstentgang und damit Pensionsansprüche geltend zu machen.
Ein weltweit einzigartiges Museum: von jungen Menschen geliebt, von der Fachwelt anerkannt, von konservativer Politik nach wie vor ignoriert. Das MUVS dokumentiert den Weg zu selbstbestimmter Fruchtbarkeit und Sexualität. Starke Nachfrage erfordert nun Vergrößerung. Und am Donnerstag den 1.Juni wird gefeiert.
Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen ist mit seinen Äußerungen zum Kopftuch-Tragen auf viel Unmut gestoßen. In einem offenen Brief wenden sich Frauen aus islamisch geprägten Ländern an ihn und fordern ein Treffen, um ihre Position darzulegen.
Die Initiative Liberaler Muslime Österreich – ILMÖ – veröffentlichte gestern einen Offenen Brief an den Bundespräsident Österreichs, Alexander Van der Bellen. Hintergrund ist dessen Bemerkung zum Tragen von Kopftüchern.
Ein neuer Fall von sexuellem Missbrauch bringt die katholische Kirche in Bedrängnis: Der ehemalige Schüler besuchte in den 70er Jahren das Dachsberger "Gymnasium der Oblaten des hl. Franz von Sales". In den Jahren 1976 bis 1978 sei er Opfer regelmäßiger körperlicher und sexueller Gewalt zweier Pädagogen der Schule geworden. Im Alter zwischen 9 und 12 Jahren habe er regelmäßige orale Vergewaltigungen und andere sexuelle Übergriffe sowie Schläge durch Pater Josef P. und Pater Josef B. über sich ergehen lassen müssen. Beide waren als Lehrer und Erzieher an der Schule tätig, letzterer sogar als Rektor. Sie seien äußerst brutal vorgegangen und hätten einander bezüglich der Vorwürfe gedeckt.
Die aktuelle Ausgabe der österreichischen Zeitschrift für FreidenkerInnen, HumanistInnen und AtheistInnen "freidenker" ist erschienen. Neben viel Religions- und Kirchenkritik gibt es ein spannendes Interview mit Maryam Namazie.
Seit Jahren segelt das Schiff immer wieder zu Ländern, in denen Frauen eine Abtreibung verboten ist. Stets im Blickpunkt der Öffentlichkeit, um das Frauenrecht auf selbstbestimmten Schwangerschaftsabbruch ins Bewusstsein zu bringen: Das Abtreibungsschiff ist nun auf Einladung mehrerer lokaler Frauenrechtsvereinigungen in Lateinamerika (Guatemala), um Frauen dort einen Schwangerschaftsabbruch in internationalen Gewässern zu ermöglichen.
Der humanistische Verein "TeamFreiheit" unterstützt deutsche und österreichische Schulen bei der Prävention politischer und religiöser Radikalisierung. Im Humanistischen Salon Nürnberg stellte Anton Pototschnik das Bildungskonzept des Vereins vor: Wie Storytelling hilft, die Kostbarkeit säkularer Werte zu vermitteln.
Der Freidenkerbund Österreich (FDBÖ), der Interessen von Konfessionsfreien, Atheisten und Agnostikern vertritt, begrüßt die Ankündigung der Ministerin, über die Einführung eines Ethikunterrichts in Österreich diskutieren zu wollen.
In Österreich wird derzeit heftig über ein Kopftuchverbot für Mitarbeiterinnen im öffentlichen Dienst gestritten. Der Integrationsexperte und Regierungsberater Heinz Faßmann sprach sich zuerst dafür aus. Der Vorschlag wurde dann vom Integrationsminister Sebastian Kurz aufgegriffen. Gegen diese Idee demonstrierten in Wien rund 2.000 Muslime.
Zur Jahrestagung der "Sektion Feministische Theorie und Geschlechterforschung" der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie in Kooperation mit der "Sektion Kritische Migrations- und Rassismusforschung" am 19. und 20. Januar 2017 lud man zur Einreichung von Abstracts zu Themen wie "Migration, Männlichkeit und Sexualität" ein. Doch weder in der Ausschreibung noch im persönlichen Mailverkehr war in Erfahrung zu bringen, in welcher Form Themen für die Tagung eingebracht werden sollten - wie sonst eigentlich allgemein üblich bei solchen Veranstaltungen. So ist der Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V. davon ausgegangen, dass es sich um eine Art Themenvorschlag handeln sollte, den sie deshalb auch einreichten.
Ein österreichischer Film zu einem bedrückenden Thema wurde zu einem wichtigen US-Filmfestival eingeladen. Das Slamdance Filmfestival zeichnet als Alternative zum Sundance Festival seit 1995 Independant-Filme aus, und "Die Kinder lassen grüßen" (engl. Titel: "The Children Send Their Regards") ist nun im Rennen für die wichtige Filmauszeichnung.
Die oberösterreichische Landesgruppe der Freiheitlichen Arbeitnehmer ließ auf Facebook darüber abstimmen, ob nur Christen Anrecht auf Weihnachtsgeld haben würden. Die Botschaft richtete sich vorrangig gegen Muslime, betraf aber Konfessionsfreie ebenso.
Eine sogenannte "Geste der Verantwortung" zur sexuellen Gewalt durch Kirche und Staat haben Kardinal Schönborn und Parlamentspräsidentin Doris Bures für den 17. November im Parlament angekündigt. Die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt forderte mehrfach, diese Veranstaltung, bei der die Opfer nicht mal selbst nicht zu Wort kommen, abzusagen.
Erstmals in Österreich sprechen Menschen, die von Priestern und Nonnen missbraucht wurden, offen über das, was ihnen angetan wurde. Begleitet von der Kamera suchen die Betroffenen die Tatorte von damals auf, viele machen ihre Geschichten erstmals öffentlich, ihre Familien erfahren mitunter zum ersten Mal von diesem verschwiegenen Schmerz. Nach zweijähriger Drehzeit liegt ein Sittenbild der Gewalt, Vertuschung und der Heuchelei vor, ein Einblick in das wohl größte Verbrechen der Nachkriegszeit, von dem rd. 16.000 Menschen betroffen sein dürften. Der sexuelle Missbrauch durch Kirchenangehörige bleibt ein Trauma quer durch die Gesellschaft.