Wie gelingt es, 2.000 Jahre rückblickend eine überaus vielschichtige historische Persönlichkeit anhand von widersprüchlichem Quellenmaterial, das sich vielfach als erratisch und unvollständig erweist, gut zu erfassen und – soweit es überhaupt möglich ist – historisch getreu abzubilden? Der in New York lehrende "Professor for Classics", James Romm, wählte dazu den Weg, die noch vorhandenen Schriften des Lucius Annaeus Seneca (etwa 1 – 65 n. Chr.) mit zeitgenössischen und posthumen Berichten zu seiner Person zur Deckung zu bringen.