Wissenschaft

Silbermünzen aus dem Wrack der Batavia

Auf den Inseln der zornigen Geister

"Inseln der zornigen Geister" – so nennen die Seeleute das südlichste Korallen-Archipel im Indischen Ozean, die Abrolhos vor der westaustralischen Küste. Tückische Riffe haben sie zum Schiffsfriedhof gemacht. Eines der ersten Opfer war 1629 die "Batavia", der Stolz der Holländischen Ostindien-Kompanie. Was sich nach der Strandung abspielte, gehört zu den Gruselstücken der Geschichte der Segelschifffahrt – die "Meuterei auf der Bounty" war ein Kinderspiel dagegen.

Schwurbler, Nazis & Scharlatane

Schon mal was davon gehört, dass außerirdische Reptiloide in Gestalt von Politikern die Weltherrschaft an sich reißen wollen? Oder von einer sogenannten "Flat-Earth"-Theorie? All das und vieles mehr wurde vergangenen Donnerstag im Rahmen der Aktionstage gegen geistige Brandstiftung in Gießen diskutiert.

Bechsteinfledermäuse

Vampire teilen selbstlos

Fledermäuse können in Kolonien von mehr als einer Million Exemplaren leben. Nacht für Nacht fliegen sie in dichten Schwärmen aus, im Süden der USA oder in Baja California in Mexiko. Wie einigen sie sich, wohin sie fliegen? Gerald Kerth von der Universität Greifswald erforscht vor allem die heimische Bechsteinfledermaus und beobachtet an ihr ein in seiner Komplexität nur mit den Primaten und den Delphinen vergleichbares Sozialleben.

Die einzige Erhebung auf Clipperton: The Rock

Clipperton, die vergessene Insel

Als ich im Hafen von San Diego unser Expeditionsschiff erblickte, ging ein langjähriger Wunsch in Erfüllung. Erst einmal zuvor, nämlich 1958, hatten Kollegen vom Smithsonian Institut in Washington DC die Unterwasserwelt um Clipperton Island im Ostpazifik erforscht, aber sie waren nur mit Netzfängen zurückgekehrt. Unsere Expedition 40 Jahre später hingegen sollte auch unter Wasser fotografieren und filmen. So wollten wir den natürlichen Lebensraum der oft endemischen Riffbewohner wie Kaiserfische und Riffbarsche dokumentieren. Das machte alles viel aufregender. Dank mehrerer Sponsoren war es einigen Wissenschaftlern in unserem 20-köpfigen Team überhaupt möglich, zu diesem einsamen Außenposten zu gelangen.

Phönix aus der Flasche

Er ist ein Symbol der Auferstehung und Unsterblichkeit: Phönix, das sagenhafte vogelähnliche Fabelwesen der Antike, dessen Lebensdauer 972 Menschenalter betrug. Wenn es sein Ende nahen fühlte, verbrannte es sich der Legende zufolge, und aus der Asche entstand ein neuer Phönix. Heute pflegen wir zu sagen, daß ein aus einem Zusammenbruch neuerstehendes Leben sich erhebt wie "Phönix aus der Asche". Ob das auch für die Unterwasserwelt gilt?

Noam Chomsky

Noam Chomsky: "Was für Lebewesen sind wir?"

Zum Schweigen ist er noch lange nicht zu bringen. Der heute 87-jährige Noam Chomsky protestierte gegen den Irak-Krieg der USA und beteiligte sich an der Occupy-Wall-Street-Bewegung. Nun hat der große alte Mann der Linguistik eine Art Vermächtnis vorgelegt. Einen Essay, in dem er seine Sprachtheorie mit der Biologie und dem Anarchismus verbindet. "Was für Lebewesen sind wir?", stellt er schon im Titel die Frage.

Junge Orang-Utans

Menschenaffen erkennen bei anderen falsche Erwartungen

Wir alle wissen, dass unsere Sicht auf die Welt nicht immer der Realität entspricht. Erkennen zu können, dass die Überzeugung eines Anderen sich von den realen Gegebenheiten unterscheidet, schien bislang ausschließlich dem Menschen vorbehalten zu sein. Aber neue Forschung mit Schimpansen, Bonobos und Orang-Utans zeigt jetzt, dass unsere nächsten Verwandten ebenfalls verstehen können, wenn etwas nur im Kopf ihres Gegenübers existiert. Geleitet wurde die Studie von Wissenschaftlern der Duke University, der Kyoto University, der University of St. Andrews und des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie.

"Alf"aus der gleichnamigen Fernsehserie

Wo sind die Außerirdischen?

In letzter Zeit mehren sich die Meldungen, dass erdähnliche Planeten in anderen Sonnensystemen gefunden wurden. Das nährt die Hoffnung, dass wir nicht allein im Kosmos sind. Es könnte sogar sein, dass es in unserer Galaxis nur so von intelligentem Leben wimmelt. Aber wenn das so sein sollte, stellt sich sofort die Frage, warum wir noch keinen Kontakt zu den Außerirdischen bekommen haben. Eine etwas nähere Betrachtung zeigt aber, dass wir uns da keine zu großen Hoffnungen machen sollten.

Die Stadt - Neue Heimat für Dachs und Igel

Hyänen streunen neuerdings öfter durch die Straßen von Addis Abeba. Pumas wurden in den Vorgärten von Los Angeles gesichtet. Leoparden sehen sich in Mumbay um. Wir sind längst nicht mehr unter uns in den Städten. Die "Landflucht der Wildtiere" beschäftigt Sebastian Lotzkat. In seinem jüngsten Buch macht er klar: Ausgelöst haben wir sie selbst.