El-Zayat wiegelt ab
Der hpd hatte über die geplante Verleihung der Auszeichnung „Marburger Leuchtfeuer“ berichtet. Es ging vor allem um die Verbindungen des Preisträgers Bilal El-Zayat zu islamistischen Milieus, über die bereits 2018 berichtet worden war.
Nun hat die Hessenschau einen längeren Artikel veröffentlicht, in dem auch die Berichterstattung des hpd aufgegriffen wird.
Dort äußert sich auch El-Zayat selbst erstmals zu den ursprünglich von der Jungle World erhobenen Vorwürfen: Zwar habe er den islamistischen Prediger al-Qaradawi besucht, er sei jedoch lediglich „als Teil einer Besucherdelegation für wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und interreligiösen Austausch“ in Katar gewesen. Der Kontext der Fotos, die ihn mit dem Rabia-Gruß, der als Gruß der Muslimbruderschaft gilt, sei ihm nicht mehr erinnerlich. Auch bedeute die Geste für ihn lediglich Erschütterung über die Tötung von Protestierenden durch staatliche Sicherheitskräfte sowie ein Zeichen der Solidarität mit den Opfern.
Damit scheint für Stadt und Humanistische Union das Thema erledigt: „Kontaktschuld lehne man ab“ und ausschlaggebend sei Bilal El-Zayats konkretes Wirken vor Ort in Marburg. An der Entscheidung für die Preisvergabe halte man fest.