Der Papst und die Hassrede

Papst Franziskus
Papst Franziskus, mit bürgerlichem Namen: Jorge Mario Bergoglio

Anlässlich des 3. Internationalen Tags der Vereinten Nationen zur Bekämpfung von Hassrede hat sich auch der alte Mann aus dem Vatikan zu Wort gemeldet. Dabei kann man deutlich den Balken in seinen Augen sehen, wenn er über Splitter redet.

Wann immer Irgendwo Irgendwas gesagt wird; der Papst muss auch etwas sagen. Er erinnert an Leute, die im Netz unter jeden Artikel, jedes Video und jedes Posting bei Facebook, Xitter oder sonstwo einen Kommentar hinterlassen glauben zu müssen.

Nun also konnte er es wieder einmal nicht lassen: Sich über "Hass im Netz" zu äußern. "Wir weben nicht an der Geschichte der Menschheit, indem wir ungeprüfte Informationen in einen Topf werfen, banale und in die Irre führende Reden wiederholen und andere Menschen mit Hassbekundungen schockieren" sagte er laut Domradio. Denn – so Franz, der Belehrer der Welt – "diese Handlungen berauben Menschen ihrer Würde."

Das sagte im Übrigen der gleiche Mann in Frauenkleidern, der jüngst in die Kritik kam, weil er homosexuelle Männer als "Schwuchteln" und als "psychisch krank" bezeichnete. Hassrede kann die katholische Kirche darin nicht erkennen; schließlich habe Franziskus sich inzwischen entschuldigt.

Na dann… dann kann er ja weiter seine Allmachtsträume träumen und beten, dass alle Welt seine Genialität erkennt. Um "künftig von anderen christlichen Kirchen als Ehrenoberhaupt akzeptiert" zu werden.

Das ist doch alles nur noch lächerlich.

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Kommentare (11)

Nicole (nicht überprüft)

Mi. 19 Jun 2024 - 12:50

Ich bitte darum, die beanstandeten Aussagen des Papstes im italienischen Wortlaut zu zitieren. Dann kann Leser*in selber überprüfen, ob etwas "lächerlich" ist.

Evil Ernie (nicht überprüft)

Do. 20 Jun 2024 - 12:07

Antwort auf von Nicole (nicht überprüft)

Was steht denn im original italienischen Zitat?
Ich denke, er hat sich entschuldigt.
Das hat dieser "Unfehlbare" wohl kaum ohne Grund getan?

Steht doch alles im Artikel, inkl. weiterführende Links.
Ich kann kein Italienisch. Wenn es Dich also so brennend interessieren, was er genau auf italienisch gesagt hat, solltest Du weiter recherchieren - für DICH. ;)

Roland Fakler (nicht überprüft)

Mi. 19 Jun 2024 - 13:00

In dem Buch, das der Franz als "heilig" betrachtet wird am laufenden Band gegen Gottlose gehetzt. https://rolandfakler.de/gottlose/
Das Übel beginnt angeblich schon vor der Geburt: „Die Gottlosen sind verkehrt von Mutterschoß an; die Lügner irren vom Mutterleib an.“ ..,Auf ihren Rat sollte man nicht hören. Von den Gottlosen kommt die Untugend. „Der Gottlose borgt und bezahlt nicht; der Gerechte aber ist barmherzig und gibt.“ „Heimlich spannen sie die Pfeile und schießen auf die Frommen“.[10

„Der Gottlose lauert auf den Gerechten und gedenkt ihn zu töten“.[11] „Des Gottlosen Lust ist, Schaden zu tun;“…[12] „Der Gottlosen Reden richten Blutvergießen an;“…[13]

„Ein gottloser Bote bringt Unglück“…[14] „Der Gerechte braucht sein Gut zum Leben; aber der Gottlose braucht sein Einkommen zur Sünde“.[15] „Denn sie haben ihr gottloses und falsches Maul gegen mich aufgetan und reden wider mich mit falscher Zunge“;[16] „Aber die Gottlosen sind wie ein ungestümes Meer, das nicht still sein kann, und dessen Wellen Kot und Unflat auswerfen“.[17]

„Die Gottlosen grünen wie das Gras, und die Übeltäter blühen alle, bis sie vertilgt werden immer und ewiglich“.[18]

E. Steinbrecher (nicht überprüft)

Mi. 19 Jun 2024 - 13:35

Lächerlich ist es schon. Ob man diese Herren, der Papst ist nicht allein sondern dürfte viele Spiritus Rectoren haben, die sich freilich in seinem Interesse, seinen Ansichten, austoben und teilen, ernst nimmt oder nicht ist leider keine Überlegung. Bei der Machtfülle bis heute, bei dem Kapitalpaket, bei den Einflüssen, muss man Lächerliches unbedingt ernst nehmen. Schließlich finden sich die Filialbetriebe des Vatikan´s weltweit bis in fast jedes kleine Kaff. Volksvertreter machen nicht umsonst zu gerne Besuche bei dem jeweils temporären Stellvertreter der imaginären, religiös ideologisch federführenden Wahnidee Gott. Das dann korrespondierende Einfälle mit auf den Rückweg der jeweiligen Walfahrer in deren Heimat gegeben werden, ist nur logisch. So wird dieses Programm einmal mehr weiter manifestiert. Die Opfer sind wir alle, in tatsächlich jeder Hinsicht, ungleich ob dem Wahn verhaftet oder nicht. Leider reichen diese toxischen Emanationen weit, viel zu weit, weltweit!

Klaus Bernd (nicht überprüft)

Mi. 19 Jun 2024 - 13:55

Nicht zu vergessen, dass nach seinem Sprachgebrauch, bzw. dem der katholischen Kirche, die Benutzung von Verhütungsmitteln Mord ist, und er Ärzte, die Abtreibungen vornehmen, als Auftragskiller beleidigt.

Tobias Seyb (nicht überprüft)

Mi. 19 Jun 2024 - 19:28

Schön, direkt, auf den Punkt und überhaupt nicht politisch korrekt.

Sich heute noch zum Katholizismus zu bekennen ist extrem peinlich.
Aber es wird in Europa immer weniger, und das ist gut so.

==warrior_of_r… (nicht überprüft)

So. 23 Jun 2024 - 09:17

Es hat bis zum 2. Vatikanischem Konzil gedaürt, bis die katholische Kirche die Aufklärung in der Tradition der Französischen Revolution akzeptiert hat. Seitdem gibt es keinen Index verbotener Bücher mehr und Demokratie gilt als legitime Staatsform. Allerdings gibt es den Geist der Zensur, den Freunde von "Hassrede"-Verboten so mögen, durchaus noch. Geistliche dürfen sich nicht äußern, wenn ihr Vorgesetzter es ihnen verbietet, in Klöstern wird mitunter Lektüre zensiert, Blasphemieverbote werden unterstützt.

Hassrede ist ein Gedankenverbrechen mit enormem Missbrauchspotential (wenn man darauf vertraut, dass der Missbrauch nicht ohnehin beabsichtigt ist) von Seiten der Justiz. Wie bei Häresie ist man selbst von dem Straftatbestand per Definition ausgeschlossen! Die Zensur des Internets widerspricht ohnehin dem Geist der Aufklärung, nach dem Menschen (nicht nur Journalisten und ausgewählte Intellektuelle!) die Freiheit haben sollen, selbstständig zu denken und dabei auch zu unerwünschten Ansichten kommen dürfen. Die GBS könnte hier durchaus kritscher sein.

awmrkl (nicht überprüft)

Mo. 24 Jun 2024 - 19:12

Antwort auf von ==warrior_of_r… (nicht überprüft)

"Hassrede ist ein Gedankenverbrechen ..."

Nein.
Hassrede oder Volksverhetzung ist genauso wie Beleidigung oder Verleumdung (dem sie stark ähneln) intersubjektiv und strafrechtlich feststellbar.
Denn "Gedankenverbrechen" bliebe es nur, wenn *nicht* öffentlich geäußert.
Aber mit öffentlicher Äußerung ist es mehr als Gedankenverbrechen, es wird damit zur Straftat.

Also kein Missbrauchspotential, solange nach Gesetz geurteilt wird.

awmrkl (nicht überprüft)

So. 7 Jul 2024 - 17:43

Antwort auf von awmrkl (nicht überprüft)

"Denn "Gedankenverbrechen" bliebe es nur, wenn *nicht* öffentlich geäußert."

Präzisierung dazu:
Denn "Gedankenverbrechen", und damit keinesfalls strafbar bliebe es nur,
wenn wenigstens *nicht* öffentlich, ja, eigentlich GAR nicht geäußert (also NUR Gedanken!).

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