Kenia:
Katholischer Priester nach sexuellen Ausschweifungen entlassen
Foto: © Simone Roda, Wikimedia CC BY 2.0
Die Diözese der kenianischen Hauptstadt hat einen katholischen Priester aus dem nahegelegenen Githunguri in Kiambu von seinem Amt suspendiert. Er wird sexueller Ausschweifungen mit Frauen und Mädchen aus seiner Gemeinde beschuldigt. Der Priester bleibt für die Dauer der Untersuchungen suspendiert. Erst ein Freispruch aus Rom könnte ihn wieder ins Amt bringen.
Der junge Priester war beschuldigt worden, Frauen, unter ihnen verheiratete und sogar minderjährige Mädchen, in seinen Wohnsitz gelockt und sexuell mit ihnen verkehrt zu haben. Auch Partys, bei denen Mädchen mit Alkohol versorgt worden sein sollen und Hotel-Treffen inklusive Nacktbaden im Pool soll der Priester organisiert haben.
Schwangeren Mädchen soll der Priester Abtreibungen organisiert haben. Sogar eine weltliche Strafe von 40.000 Kenia-Schilling (etwa 350 Euro), soll ihm sein Verhalten bereits eingebracht haben.
Ein Tribunal unter der Leitung von Kardinal John Cardinal Njue hatte den Fall untersucht und die Ergebnisse nach Rom weitergeleitet. Nun bleibt die Entscheidung des Vatikan abzuwarten.
Währenddessen jedoch rufen andere katholische Geistliche, unter ihnen Bischof Maurice Crowley, dazu auf, den Eintritt ins Priesteramt wohl zu überlegen. Priester sollten jede Handlung unterlassen, die ihre moralische Integrität in Frage stellen und der katholischen Kirche schaden könne. Wer das Zölibat nicht einhalten könne, solle den Priesterstand verlassen.
Kommentare (5)
Netiquette für Kommentare
Zölibat abschaffen?
Zölibat abschaffen?
Kommt wohl nicht in die Tüte der RKK.
Tja.
Das würde überhaupt nichts
Das würde überhaupt nichts nützen, da auch protestantische Priester sich an Kindern vergreifen, Da finde ich den Vorschlag von K.K.im zweiten Kommentar schon besser und auch machbar, so man (gemeint ist die Politik) gewillt ist diese Zustände zu beenden.
Tja.
Tja.
Da es nun aber schon
Da es nun aber schon geschehen ist (und das seit hunderten von Jahren!) und auch weiterhin geschieht, sollte man wohl überlegen, ob man (das sind wir alle!) den Kirchen die finanzielle Grundlage entziehen sollte. d.h.: ab sofort keine Kirchensteuer mehr, keine jährlichen, milliardenschweren staatlichen Subventionen mehr. Damit wären alle Probleme mit diesem bigotten Verein, die wir hier im hpd täglich aufgetischt bekommen, erledigt! Und vorbeugend, damit sich kein gläubiger Christ auf den Schlips getreten fühlt: An Gott glauben und ihn anbeten, das kann man zuhause und im Wald völlig kostenlos, und genau so inbrünstig!
Überall das selbe Muster,
Überall das selbe Muster, weltweit!
Man kann v.a. nur fordern:
Hinweg mit dem Vertrauen in sog. Autoritäten, v.a. solchen mit selbst-gebastelter "höherer" Moral und Vertrauenswürdigkeit!