Heute ist Welt-Atheismus-Tag!

Der grüne Pinselstrichkreis ist seit 2019 das Symbol des World Atheist Day.

Die wachsende Zahl der Menschen, die von der Existenz von Gottheiten nicht überzeugt sind, feiert heute das weltweite Engagement für ihr Recht auf selbstbestimmtes Leben – speziell in Ländern, in denen intolerante Regierungen Andersdenkende diskriminieren und Nichtgläubige unterdrücken.

Der "World Atheist Day" stärkt die Chancengleichheit jener Erdenbürger*innen, die übernatürliche Welterklärungen in Zweifel ziehen und religiöse Traditionen durch humanistische Werte ersetzen. Vom Physiker im alpinen Katholistan bis zur barhäuptigen Rebellin im Iran: Wir fordern eine Stimme im öffentlichen Diskurs ohne Ächtung, ohne kirchliche Repression, ohne Angst vor fanatischen Mobs.

Zum fünften Welttag des Atheismus schrieb der Humanistische Verband Österreich alle atheistischen, humanistischen, säkularen und freidenkerischen Interessengemeinschaften des Landes an, um für diesen Tag einen Konsens zu formulieren. Es ist gelungen: Roland Gugganig verfasste für uns eine Erklärung, die hier nun zum ersten Mal erscheint und die Vielfalt aller Ansichten vereint. Das ist erstmalig und einzigartig, und wir freuen uns darüber.

Nobelpreise, Weltliteratur, Superstars

Unsere Mitmenschen möchten wir erinnern, dass der Atheismus eine intellektuell ehrenwerte Haltung ist, vertreten von Wissenschaftsgrößen wie Marie Curie, Albert Einstein, Sigmund Freud, Alan Turing, Erwin Schrödinger, Niels Bohr, Steven Weinberg und Stephen Hawking; von Literaturgiganten wie Jean-Paul Sartre, Friedrich Schiller, Arthur Schopenhauer, Franz Kafka, Ernest Hemingway, Umberto Eco, James Joyce, Stanislaw Lem, Arthur Miller, Isaac Asimov, Simone de Beauvoir, Oscar Wilde und Mark Twain; von Publikumslieblingen wie Charlie Chaplin, Audrey Hepburn, Stanley Kubrick, Sean Penn, Randy Newman, Jack Nicholson, Stephen Fry, Angelina Jolie, Woody Allen, Keanu Reeves, Uma Thurman, Brad Pitt, John Malkovich und Emma Thompson. Auch Picasso war Atheist. Selbst Bill Gates pfeift auf den Gotteswahn.

Outing mit Courage

Der Atheismus-Tag ist ein Anlass, in der Familie und in den Sozialen Medien über alte Dogmen und neue Vernunft zu sprechen. Je offener wir zu unserer Weltsicht stehen und die Vorzüge der säkularen Gesellschaft darlegen, desto schwieriger wird es, uns zu ignorieren. Doch auch in Österreich fällt das Outing nicht leicht: Werden die Kundinnen ausbleiben, die Freunde sich abwenden? In hartgesottenen Milieus muss man sogar um seine körperliche Sicherheit bangen.

Individualismus und freies Denken

Eine der Stärken der atheistischen Bewegung liegt in ihrer Meinungsvielfalt. Während Religionen ihre Anhänger auf eiserne Überzeugungen einschwören, wäre ein "Atheismus-Papst" undenkbar. Keine Doktrin ist zu befolgen, keine Gesinnung zwingend vorgeschrieben, kein Kniefall befohlen. Einige Atheisten verstehen sich als Skeptiker, Naturalisten oder Realisten, manche verwerfen kategorisch alle Heilsversprechen und Höllenmärchen; andere warten agnostisch-diplomatisch – quasi mit Engelsgeduld – auf den überfälligen Gottesbeweis.

Hoffnung auf ein Leben vor dem Tod

In diesem bunten Spektrum an Philosophien gedeiht zwischenmenschlicher und politischer Aktivismus: Nichtgläubige in aller Welt setzen sich für den Schutz der Menschenrechte in Theokratien ein sowie, unabhängig vom Glauben, für soziale Gerechtigkeit, Feminismus, LGBTQ-Gleichstellung, Umweltbewusstsein und globale Kooperation. Auf akademischer Ebene wird ethisches Verhalten diskutiert, kritische Vernunft eingemahnt, für menschliche Verantwortung plädiert.

Die Privilegien der Gottesfraktion

Bis 1868 galt Atheismus in Österreich als Verbrechen und noch bis 1945 hielt man Konfessionsfreie für potenziell geisteskrank (Quelle: Baumgarten/Frerk). Diese Zeiten sind lange vorbei – das Recht auf Religionsausübung inkludiert auch die Erlaubnis, keinen Gott zu verehren. Sind die Karten trotzdem gezinkt? Und ob, meinen viele Atheisten und kritisieren religiöse Sonderrechte, etwa auf Sendezeit in den öffentlich-rechtlichen Medien oder Versammlungsfreiheit in der Pandemie. Sind der Blasphemieparagraph und der systemimmanente Einfluss der Kirchen auf Bildungswesen und Politik zeitgemäß? Wir wollen eine offene Debatte darüber!

Die am schnellsten wachsende Minderheit der Welt

Warum verbreitet der Atheismus sich so rasch? Wesentliche Faktoren sind der Zugang zu wissenschaftlicher Aufklärung via Internet und bessere Bildungschancen (besonders für Frauen) in Regionen, die früher von autoritären Frömmlern dominiert wurden – denn nachweislich stehen Bildung und Religiosität zueinander in stark umgekehrtem Verhältnis. Zudem müssen in modernen Gesellschaften Atheist*innen nicht länger Ausgrenzung oder gar den Tod fürchten: ein junger Trend, der viele Länder leider noch nicht erreicht, sich allerdings nachhaltiger durchsetzt als noch vor fünfzig Jahren.

Heute, am dritten Frühlingstag nach der Tag-und-Nacht-Gleiche, erwacht sie einmal mehr: die Hoffnung von vielen Gläubigen und vielen Nichtgläubigen auf friedliche, faire und fruchtbare Koexistenz.

Zahlreiche österreichische Organisationen unterstützen diese gemeinsame Erklärung zum Welt-Atheismus-Tag:

Allianz für Humanismus und Atheismus, Atheist Republic Vienna Consulate, Atheisten Österreich (AÖ), Der Athikan, Freidenkerbund Österreichs, Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) Austria, Humanistischer Verband Österreich (HVÖ), Initiative gegen Kirchenprivilegien, Initiative Religion ist Privatsache (IRIP), Institut für naturwissenschaftliche Bildung (IFNB), Laïcité – Institut für Laizität, Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt, Säkulare Flüchtlingshilfe (SFH) Österreich, Survivors Network of those Abused by Priests (SNAP Austria), Verein evo, Zentralrat der Konfessionsfreien Österreich sowie viele private Unterzeichner ohne Namensnennung.

Erstveröffentlichung des Textes auf der Webseite des Humanistischen Verbands Österreich (HVÖ). Übernahme mit freundlicher Genehmigung. 
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Kommentare (22)

traurig, traurig (nicht überprüft)

Do. 23 Mär 2023 - 12:00

mit solchen Artikeln macht sich der hpd überflüssig. Schade.

Klaus Bernd (nicht überprüft)

Do. 23 Mär 2023 - 13:58

Antwort auf von traurig, traurig (nicht überprüft)

?????
traurig, traurig, so ein Kommentar !!!

Angelika Wedekind (nicht überprüft)

Do. 23 Mär 2023 - 14:03

Antwort auf von traurig, traurig (nicht überprüft)

???????wie bitte? Der Artikel ist hervorragend. Ich hoffe, der Atheist Day wird bald offiziell als humanistischer Feiertag europaweit anerkannt

Tom Marcus (nicht überprüft)

Do. 23 Mär 2023 - 14:50

Antwort auf von traurig, traurig (nicht überprüft)

Kannst du das bitte näher erläutern. Warum macht sich der hpd mit solchen Artikeln überflüssig?

traurig, traurig (nicht überprüft)

Do. 23 Mär 2023 - 19:11

Antwort auf von Gerhard (nicht überprüft)

@ Klaus Bernd, Angelika Wedekind, Oliver Donner, Tom Marcus, Gerhard – da kommen ja ganz neue Welten zum Vorschein! Danke für die vielen tollen Antworten!

Ernst-Günther Krause (nicht überprüft)

Do. 23 Mär 2023 - 15:52

Antwort auf von traurig, traurig (nicht überprüft)

Man sollte eine Behauptung schon begründen. Wieso macht sich der hpd überflüssig? Bekanntlich hat ein Pressedienst die Aufgabe über das zu informieren, was in der Welt (und auch in Österreich) geschieht bzw. geschehen ist, zumal die Zahl der Unterstützer des Atheistentags im Nachbarland unvergleichbar größer ist als die eines traurigen Traurigen.

Dr. Andreas Gr… (nicht überprüft)

Fr. 24 Mär 2023 - 08:59

Antwort auf von traurig, traurig (nicht überprüft)

Ah, da möchte ich doch mal Näheres wissen.

In Artikel 18 der 1948 von der UNO-Generalversammlung beschlossenen Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, steht, dass jeder Mensch Anspruch auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit hat.

„Dieses Recht umfasst die Freiheit, seine Religion oder seine Überzeugung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Überzeugung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, in der Öffentlichkeit oder privat, durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Vollziehung von Riten zu bekunden“, so die Menschenrechtserklärung.

Darum dreht es sich. Wenn jemand an grüngefleckte, rosafarbene Elefanten im Leopardenstringtanga, die jede Nacht um 1:15 auf ihrem Rüssel Handstand machen und dabei die Marseillaise auf Bengalisch singen, glauben will, dann soll er das auch tun.

Wenn er nicht an diesen Elefanten, oder nicht an Gott, Zeus, Brahma, Vishnu, Shiva, das Spaghettimonster, wen auch immer glauben will, und auf dieses durch die Amsterdamer Erklärung verbriefte Recht pocht, dann soll er das auch.

Und wenn das erste Mal alle atheistisch, humanistisch, säkular und/oder freidenkerisch denkenden Vereine eine gemeinsame Erklärung veröffentlichen, und das dann dem hpd angelastet wird, dann geht mir die Hutschnur hoch.

Also, warum ist das jetzt überflüssig?

A.S. (nicht überprüft)

Do. 23 Mär 2023 - 12:40

Zitat: "Warum verbreitet der Atheismus sich so rasch? Wesentliche Faktoren sind der Zugang zu wissenschaftlicher Aufklärung via Internet und bessere Bildungschancen (besonders für Frauen) in Regionen, die früher von autoritären Frömmlern dominiert wurden – denn nachweislich stehen Bildung und Religiosität zueinander in stark umgekehrtem Verhältnis. "

Darum verbieten die Taliban die Bildung für Mädchen und in Deutschland lassen gläubige Regierungen die Schulen verfallen.

Aber mal im Enrst: Lassen sich nicht aktiv Gegen-Lehren formulieren wie z.B.:

Atheistisches Glaubensbekenntnis:
"Gott und Götter, Hölle und Paradies existieren nur in der menschlichen Fantasie."
"Gott und Götter werden uns von gläubigen Eltern und religiösen Führern eingeredet."
"Religion ist Menschenwerk und wird von Theologen gemacht."
"Wer falsches glaubt, trifft falsche Entscheidungen. Darum ist es besser, nicht zu glauben als vorschnell falsches zu glauben."
"Der vorgebliche göttliche Wille ist der Wille der religiösen Führer selbst."
"Der Atheismus stellt die Autorität religiöser Führer in Frage. Deshalb hassen machtgierige religiöse Führer die Atheisten."
"Religion ist der ideologische Überbau von Theokratie."
Alternativ: "Religion ist das weltanschauliche Fundament theokratischer Herrschaftssysteme."

Ich denke, wir verstehen die Welt ein Stückchen besser, wenn wir den Konflikt zwischen verschiedenen religiösen Autoritäten untereinander und gegenüber uns Säkularen thematisieren.

Tobias Seyb (nicht überprüft)

Do. 23 Mär 2023 - 14:14

traurig, traurig,
da hat offenbar jemand etwas gegen andere Ansichten und gegen freie Meinungsäußerung.

Mit solchen Artikeln tragt der hpd zu Freiheit und Menschenrechten bei.

Weiter so.

traurig, traurig (nicht überprüft)

Do. 23 Mär 2023 - 19:14

Antwort auf von Tobias Seyb (nicht überprüft)

@ Tobias Seyb Ich habe doch frei meine Meinung geäußert. Und die hpd-Redaktion hat mich dabei unterstützt. Danke für so viel Freiheit!

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Do. 23 Mär 2023 - 15:33

Ein Hoffnungsstreifen am Horizont der atheistischen Menschen, dass dieser unnütze Aberglaube letztendlich in der Mülltonne der Geschichte landet.
Egal welche Religion man betrachtet, sie sind alle falsch und längst überflüssig, nur mit
Gewalt können diese am Leben gehalten werden, aber auf Dauer kann man die Menschen nicht mehr belügen.
Die Vertreter dieser überkommenen Weltanschauung sollten sich langsam überlegen, wie
sie unbeschadet aus ihrem Narrativ herauskommen können.

wolfgang (nicht überprüft)

Mo. 27 Mär 2023 - 13:04

Antwort auf von Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Also unnütz ist dieser Glaube nicht, damit kassieren viele "Fromme Menschen" eine Menge Geld! Und womit kassiert man am besten ab? Mit i der Dummheit, in Ewigkeit, Amen!

Roland Weber (nicht überprüft)

Do. 23 Mär 2023 - 16:57

Dass weniger geglaubt wird, mag gegenwärtig auf Religionen zutreffen. Ansonsten ist festzustellen, dass noch nie so viel unkritisch geglaubt wurde wie heutzutage!

Das weniger glauben, hat auch gewiss nichts mit mehr Wissen zu tun. Noch nirgends konnte ich einen Wissensdrang um Religionen oder die Frage nach der Entstehung des Christentums antreffen. Es sind einfach die zeitgemäße Ignoranz, Faulheit und Egoismus, die in der Distanz zu Kirchen und Religion die "lebensbequemere" Position ausmachen - jedenfalls bei Christen. Mit Wissen oder gar Überzeugungen hat das alles nichts zu tun. Dass früher die Kirchensteuer der wichtigste Aspekt für Kirchenaustritte war und heutzutage eben der Kindesmissbrauch ist, hinterlässt sicher nicht nur bei mir einen faden Beigeschmack. Wie begrüßenswert wären dagegen Austritte aus Überzeugung und aufgrund erlangten Wissens!

Bei Mohammedanern ist es umgekehrt: Je mehr man sich zum Islam bekennt bzw. auf keinen Fall distanziert, um so bequemer lebt man. Dass dort auch noch mehr geglaubt wird, steht zu sicher vermuten. Aber zu dieser Thematik schreibt man besser nichts.

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Mo. 27 Mär 2023 - 16:09

Antwort auf von Roland Weber (nicht überprüft)

@ Roland Weber..Da muss ich Dir leider beipflichten Roland, die Kirchenaustritte sind nicht durch Erkenntnis erlangt, sondern aus Pekuniären Gründen und aus Abscheu der Verbrechen
an Schutzbefohlenen.
Die Tatsache, dass es auf Erden und auch im gesamten Universum keinen Gott gibt, sondern NUR die Erfindung von Hab-und Machtgierigen Menschen sind, die diesen in die Welt gesetzt haben,
um alle Menschen damit zu unterdrücken und künstlich dumm zu halten.

Leider funktioniert dieses System noch heute im21.Jahrhundert.
Inzwischen ist die Wissenschaft so weit,Eine künstliche Intelligenz zu schaffen, aber mit der
natürlichen Intelligenz ist es bei der überwiegenden Bevölkerung leider nicht all zu weit her,
diese klammern sich noch immer an einen imaginären Gott und erhoffen sich von Ihm Erlösung von ihrem tristen Dasein, Glauben ist anscheinend nicht so mühsam wie denken und das nützen die Befürworter aller Religionen zu Ihrem Vorteil aus.
Diese Tatsachen ermöglichen auch Kriege, wie der momentan in der Ukraine stattfindende
Angriffskrieg Putins, mit der Unterstützung des Russischen "Papstes" Kyrill I.

Angela H (nicht überprüft)

Fr. 24 Mär 2023 - 11:48

Gerade in diesem Jahr zeigte sich angesichts des Zusammenfalls des Atheistentags mit dem Ramadanbeginn die Notwendigkeit solcher Tage und die mit der Säkularität verbundene Lebensqualität umso deutlicher.
Das, was Religion mit Kindern macht, könnte ich gestern auf der Arbeit (wieder einmal) überdeutlich beobachten: ein völlig grausamer Cocktail aus Hunger, Durst, extreme Unkonzentriertheit, Aggressivität, Ängste vor irgendwelchen religiös imaginierten Monstern, ständiges Fragen nach der Uhrzeit und gegenseitigen Denunziermodus. Minderjährigen die Notwendigkeit so einer Qual anzuerziehen stellt im Grunde genommen einen schweren Fall von Misshandlung Schutzbefohlener seitens der Eltern und religiöser Autoritäten dar. Aber die Eltern sind letztendlich selbst nur Opfer von Indoktrination, und die Haltung religiöser Autoritäten bezüglich Kinderrechte kommt nicht von Ungefähr. Genau solche Missstände sind es, die säkular-humanistischen Aktivismus umso dringender machen.

hpd: "... erwacht sie einmal mehr: die Hoffnung von vielen Gläubigen und vielen Nichtgläubigen auf friedliche, faire und fruchtbare Koexistenz."

Viele säkularistische Aktivist*innen können sich friedliche Koexistenz nur vorstellen, wenn sie nach den Regeln der Nichtgläubigen vonstatten geht. Das ist nicht fair. Und ein Problem.

@ Angela H: Ihre Mitmenschen anderer Weltanschauung oder Religion sind Ihnen gegenüber keine Rechtfertigung schuldig. Ihr Problem (als Lehrerin?): Sie sehen nur die Anstrengung an den Tagen des Fastens, nicht die Entspannung am Abend beim gemeinschaftlichen Fastenbrechen. Für interkulturell Ungeübte: Fasten ist wie Bergwandern, den Mühen des Aufstiegs folgt das gemütliche Zusammensein in der Berghütte. Respektieren Sie einfach, dass andere Leute andere Vorstellungen vom guten Leben haben als Sie. Die einen machen Aktivurlaub in den Bergen, andere bevorzugen das faule Leben im Strandkorb. Das nennt sich Freiheit.

PS: Anregungen für die Praxis finden Sie hier: https://ramadan.ufuq.de/

Bitte zu unterscheiden, ob jemand FREIWILLIG Mühen auf sich nimmt, oder dazu gezwungen wird! Das ist das Gegenteil von Ihrer behaupteten Freiheit: UNfreiheit

"die Entspannung am Abend beim gemeinschaftlichen Fastenbrechen" und "das gemütliche Zusammensein": wenn das so erstrebenswert ist, warum machen sie - natürlich sind diejenigen gemeint, die es "freiwillig" tun - diese Fastenprozedur denn nicht das ganze Jahr, sondern nur einen Monat? Ich sage es Ihnen: weil es ein RELIGIÖSER Zwang ist, das einen Monat lang zu tun, KEINE Freiwilligkeit und damit auch keine Freiheit, das reden sich die Leute nur ein!

Und gemütliches Zusammensein und Entspannung am Abend geht auch so; inwieweit man sich zuvor tagsüber anstrengen möchte, sollte jedem selbst überlassen werden.

wolfgang (nicht überprüft)

Fr. 24 Mär 2023 - 12:40

Die Gegner des Atheismus sollen doch einmal sagen, warum sie so große Angst vor dem Atheismus haben. Atheisten haben keine Angst vor den von Menschen erfundenen Göttern,
nur ist ihnen nicht wohl, das es so viele vernagelte Menschen gibt, die lieber beten statt der Wahrheit ins Gesicht zu schauen! Ein Gebet schützt nicht vor einer Blinddarmentzündung, gelle?

wolfgang (nicht überprüft)

Fr. 24 Mär 2023 - 19:03

Dankgebet des Atheisten

Jeder glaubt an irgendwas,
der eine dies, der andre das.
Ganz fest glaubt auch der Atheist,
dass Gott nur frei erfunden ist.
Für ihn ist Glaube reiner Wahn,
der Theolog‘ ein Scharlatan,
das Rundherum erscheint ihm krank.
Er weiß es besser - Gott sei Dank!

Ingo Baumgartner, 2015

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