Ein ironischer Kommentar
Ehrfurcht vor Gott oder vor der Schulleitung?
Bild generiert mit Hilfe von OpenAI / ChatGPT (DALL·E)
Mit der diesjährigen Einführung der dritten wöchentlichen Religionsstunde an Bayerns Grundschulen hat sich offenbar auch bei den Schulgottesdiensten etwas verändert – zumindest an der Schule meiner Kinder. Zufall? Oder Teil eines größeren Trends?
An dieser öffentlichen Grundschule gab es bislang zwei Gottesdienste im Jahr: einen zum Schuljahresbeginn und einen zum Abschluss. Doch aller guten Dinge sind bekanntlich drei – inzwischen kündigt die Schulhomepage zusätzlich einen Weihnachtsgottesdienst an. Ob demnächst auch noch einer zu Ostern folgt, bleibt abzuwarten.
In den vergangenen Jahren konnte ich meine Kinder problemlos schriftlich von den Schulgottesdiensten befreien – das wurde stets akzeptiert. Die Schulleitung hatte die Eltern sogar ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine Befreiung möglich ist. Doch dieses Jahr ist alles anders: Der Hinweis fehlt plötzlich. Dafür tauchen in der Übersicht der Ferien- und Feiertage vier neue Tage auf, "muslimischen Kindern vorbehalten". Der 21. Juni – bislang immer außen vor – bleibt natürlich weiterhin unerwähnt.
Neu ist auch, dass die Schule ihre religiösen Feiern nun als sogenannte "ökumenische Schulgottesdienste" organisiert – mit Beteiligung eines Imams einer muslimischen Gemeinde. Offensichtlich sollen hier neue Synergien entstehen.
Im Oktober dieses Jahres ging am Tag einer solchen Veranstaltung um acht Uhr morgens ein Anruf bei mir ein. Eine Dame, die sich als Schulsekretärin vorstellte, teilte mir mit, sie habe den Auftrag, nach den Gründen zu fragen, weshalb meine Kinder nicht am Gottesdienst teilnehmen sollen. Ich war mehr als überrascht. Die Dame betonte, sie sei persönlich gläubig – sicher ohne missionarische Absicht, vermutlich einfach als freundliche Randbemerkung. Dann erklärte sie, meine Kinder dürften "ausnahmsweise" fernbleiben, die Schulleitung werde sich aber "etwas überlegen". Natürlich, sollte das kein Einschüchterungsversuch sein. So etwas darf man keinesfalls missverstehen.
Ob es wirklich die Schulsekretärin war? Sicher weiß ich es nicht. Jeder kann schließlich vom Schultelefon aus anrufen – die Nummer im Display beweist ja nichts. Und dass ich mich bei der Aussage, der Gottesdienst unterliege der Schulpflicht, vielleicht verhört habe, ist selbstverständlich möglich.
Auch im Elternchat kam es zu Merkwürdigkeiten: Ich meinte, gelesen zu haben, jemand habe geschrieben, seine Tochter dürfe nicht mit in die Kirche gehen. Kurz darauf war der Beitrag gelöscht. Laut der "Sekretärin" habe sie mit der Mutter gesprochen, erklärt, dass ja auch der Imam dabei sei – und nun gehe das Kind eben doch mit. Zufälle gibt's!
Ich würde selbstverständlich nie behaupten, dass solche Anrufe ein Klima von Angst oder Druck erzeugen könnten.
Auf meine Rückrufbitte meldete sich später ein Herr, der angab, der Schulleiter zu sein. Er entschuldigte sich für den Anruf der Dame und erklärte, alles sei ein Missverständnis. Niemand habe Druck ausüben wollen – man habe nur wissen wollen, warum meine Kinder nicht am Schulgottesdienst teilnehmen sollen. Wäre es etwa wegen der Kälte in der Kirche, "lasse man das nicht durchgehen". Weltanschauliche Gründe wollte man gar nicht abfragen.
Der vermeintliche Schulleiter bat mich außerdem, einen angeblichen Beitrag im Klassenchat zu löschen – einen, den ich gar nicht geschrieben hatte. Vielleicht habe ich das alles tatsächlich nur geträumt.
Denn wenn diese Anrufe wirklich von der Schule gekommen wären, müsste man das Verhalten einer staatlichen Institution in einer Demokratie ja als höchst problematisch empfinden – um nicht zu sagen, als säkulare Diskriminierung. Aber so weit würde ich selbstverständlich nie gehen. Zumindest nicht ohne vorher den Elternbeirat um Rat und Unterstützung zu bitten.
Dieser bestätigte schließlich, dass alles ein Missverständnis gewesen sei. Auch die Aussage gegenüber meinem Sohn im Schulsekretariat, er dürfe "ausnahmsweise" dem Schulgottesdienst fernbleiben, sei "unglücklich" formuliert worden. Der Elternbeirat bedauerte das selbstverständlich. Nun ja, Kinder verstehen ja manchmal Dinge falsch.
Zur weiteren Aufklärung teilte er mir noch mit, dass es sich bei dem Gottesdienst "insgesamt um eine ganz nette Veranstaltung für alle Kinder" handle und man sich "die Teilnahme aller wünsche", da ausdrücklich auch die Ethikkinder eingeladen seien – schließlich sei es "einfach als nette gemeinsame Veranstaltung für alle gedacht".
Das war erhellend! Ich war bislang tatsächlich davon ausgegangen, dass Eltern, die ihre Kinder zum Ethikunterricht schicken, eher kein besonderes Interesse an religiösen Feiern haben. Man lernt nie aus. Beruhigt war ich dann, als ich hörte, dass außer mir niemand in der Elternschaft einen "persistierenden Schaden" empfinde.
Die Schulleitung reagierte schließlich wie gewünscht auf meine schriftliche Bitte, die rechtliche Grundlage für die Nachfrage nach Befreiungsgründen mitzuteilen. Und siehe da – die Überraschung war groß: Artikel 131 der Bayerischen Verfassung!
Nicht Lesen, Schreiben und Rechnen stehen dort im Vordergrund, sondern "die Ehrfurcht vor Gott". Das erklärt natürlich einiges. So können die vereinzelten Kinder an der Schule, die laut Aussage einer Lehrkraft in der 3. Klasse noch Schwierigkeiten haben, ihren Namen zu schreiben, wenigstens für ihre Bildung beten.
Mit Erhalt dieses Schreibens erklärte der Elternbeirat seine Zuständigkeit für beendet. Kein weiterer Handlungsbedarf – ich hatte ja eine Antwort bekommen.
Es lebe die Demokratie!
Die Energie, mit der plötzlich dieselben Personen, die früher Befreiungen vom Schulgottesdienst unproblematisch akzeptierten, nun auf Teilnahme drängen, kann ich mir nicht recht erklären.
In Verbindung mit der in Bayern ministeriell veranlassten Erhöhung der Religionsstunden seit diesem Schuljahr ergibt sich an unserer Grundschule zusammenfassend folgendes Bild:
- mehr Schulgottesdienste im Jahr,
- der Wegfall der Information zur Befreiungsmöglichkeit,
- der Wechsel zu "ökumenischen" Feiern unter Einbindung einer muslimischen Gemeinde,
- die ausdrückliche Einladung der Ethikkinder,
- die erstmalige offizielle Auflistung zusätzlicher muslimischer Feiertage und
- telefonische Nachfragen, die aus demokratischer Sicht zumindest fragwürdig sind.
Ob all dies Zufall ist oder Ausdruck eines größeren Trends – fest steht, dass wir gut hinsehen müssen.
Nehmen Kirchenlobbyisten aktuell verstärkt Einfluss an Schulen und versuchen die Kirchen, durch Schulen neue Mitglieder zu gewinnen, während die Austrittszahlen steigen? Gibt es neue Erlasse des Kultusministeriums oder Anweisungen der Schulämter?
Sollten die Veränderungen an unserer Schule kein Einzelfall sein – was ich vermute, aber nicht sicher weiß –, dann verstärkt sich aktuell die staatlich-religiöse Bevormundung, die mir in dieser Ausprägung bislang nicht begegnete. Unterstützen staatliche Schulen die Kirchen nun verstärkt beim letzten Aufbäumen und dem verzweifelten Ringen gesellschaftlich relevanten Einfluss zu behalten?
Sollten sich solche Entwicklungen auch andernorts zeigen, wäre eine grundlegende und längst überfällige Debatte über religiöse Einflussnahme an staatlichen Schulen unabdingbar.

Kommentare (35)
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Folge ich der hier zutage
Folge ich der hier zutage tretenden Logik, müsste die Schulsekretärin auch im Himmel angerufen haben, um nachzufragen, warum der kleine Jesus nicht mit seinem Vater zum Schulgottesdienst erscheine. Die beiden haben sich nicht mal abgemeldet. Ja, sie waren bisher nicht ein einziges Mal zugegen. Frechheit!
Gut, sie sind nicht in der Schule angemeldet, aber ein wenig Schulbildung täte den beiden gut. Dann wüssten sie das von der Evolution und der Entstehung des Universums und so vieles mehr. Es sei denn, das würde nach und nach auch vom Stundenplan gestrichen, um Kindern mehr Freiraum zur spirituellen Erbauung zu gönnen.
Schließlich haben Universitäten auch mal als theologische Bildungsstätten begonnen, um Menschen die Wirklichkeit aus dem Kopf zu prügeln. "Back to the roots" wäre das Motto dieser Runderneuerungsbewegung aller Religion. 2.600 Jahre Religionskrieg sind einfach nicht genug...
Religion ist das Gegenteil
Religion ist das Gegenteil von Wissen und hat in Schulen nichts verloren, dort sollte nur Wissen vermittelt werden und keine erfundenen Märchen in die Köpfe von Kindern gepflanzt werden, daß die Mitarbeiter an Schulen sich derartig benutzen lassen von den
Religionen ist eine unerhörte Frechheit und sollte verboten werden.
Nein, Herr Baierlein,
Nein, Herr Baierlein, Religionen sollten nicht verboten werden. Haben Sie sich schon mal die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte angeschaut? Ich zitiere Ihnen mal den Artikel 2: "Jeder Mensch hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa aufgrund rassistischer Zuschreibungen, nach Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand." https://www.amnesty.de/alle-30-artikel-der-allgemeinen-erklaerung-der-menschenrechte
Jeder Mensch hat das Recht, Religionen für sich selbst gut zu finden und auszuüben. PUNKT
Dass Religionen nicht staatliches Handeln vorschreiben sollen steht auf einem ganz anderen Blatt.
Religion ist meines Erachtens
Religion ist meines Erachtens Indoktrination und zum Teil Verdummung der Kinder schon im Kindergarten, wer dieser Gehirnwäsche ausgeliefert ist kann kaum anders Denken als diesen Unsinn abseits jeglicher Realität die Folgen davon sehen wir weltweit seit Jahrhunderten mit
Kriegen und Morden, soll das ewig so weitergehen???
Ich habe GeBa so verstanden,
Ich habe GeBa so verstanden, dass Religionen an Schulen verboten werden sollten.
Artikel 2 verbietet Religion als Diskriminierungsmerkmal. D. h. wenn jemand einer Religion angehört (i. d. R. durch die Familie bestimmt), dürfen ihm keine Rechte oder Freiheiten vorenthalten werden. Aber es gibt keine Vorbedingung zur Religionszugehörigkeit, um diese Rechte zu erhalten.
Es ist ein schwieriges Gebiet, da auch andere Ideologien Menschen nicht zwanghaft genommen werden sollten oder können. Fakt ist leider auch, dass Ideologien oft selbst den Frieden stören und gegen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verstoßen. So auch religiöse Ideologien.
Die Tradierungsmechanismen von Religion sind hinlänglich bekannt. Eines der "Werkzeuge" ist die Indoktrination in Schulen. Würde dort über Religionen aufgeklärt (wie in einer Schule), könnten Schüler ab dem 14. Lebensjahr sachorientiert ihre Wahl bzgl. Religionen treffen, nachdem sie religionsmündig wurden. Bekenntnisunterricht ist da kontraproduktiv und muss es auch sein, da es keinen objektiven Grund FÜR Religion gibt, aber viele DAGEGEN.
In diesem Umfeld wäre meine Position, Religion in Schulen im Geschichtsunterricht zu behandeln und den "klassischen" Bekenntnisunterricht abzuschaffen. Dieser - und auch entsprechende, religiöse Feiern, können in den Clubhäusern der jeweiligen Religionsvereine veranstaltet werden, sofern dies Wunsch der Eltern ist. Ab dem 14. Lebensjahr können Kinder auch dazu nicht mehr gezwungen werden (Art. 140 GG)...
@ Bernd Kammermeier: Genau so
@ Bernd Kammermeier: Genau so wie mein Kommentar auch gemeint wie Sie es schreiben,
als Handwerksmeister bin ich vermutlich nicht so Redegewandt und drücke mich vermutlich etwas ruppiger aus, aber letztendlich schreibe ich so wie ich Denke.
Ja, Frau Pausch, Texte
Ja, Frau Pausch, Texte aufmerksam lesen könnte sich als hilfreich erweisen! Herr Baierlein hat keineswegs gefordert Religionen zu verbieten. Dass er aber die religiöse Einflussnahme auf Mitarbeiter öffentlicher Institutionen zu verbieten empfiehlt, kann ich nur unterstützen.
Genau. Aufmerksam lesen. G.B.
Genau. Aufmerksam lesen. G.B. schreibt: "Religionen ... sollte verboten werden." Was ist daran missverständlich? Interessant auch, dass niemand von den Kommentatoren hier auf meine Sachargumente eingegangen ist.
Ich denke, dass ich schon auf
Ich denke, dass ich schon auf Ihre Sachargumente eingegangen bin. Zum einen bezieht sich GeBa eindeutig auf Religion in der Schule und ist der Meinung, dass diese DORT verboten gehört.
Ich habe zusätzlich auf Artikel 2 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verwiesen, der - ähnlich wie Art. 4 GG - die Religionsfreiheit garantiert, jedoch nicht im Sinne der Freiheit, Religion oder andere Weltanschauungen zwanghaft anderen Menschen "zufügen" zu dürfen (was nach 140 GG sogar dezidiert verboten ist).
D. h. Persönlichkeitsrechte vs. das Recht, Zwang auf Dritte auszuüben. Jetzt mag man sich streiten, ob religiöse Indoktrination in der Schule mit Zwang gleichzusetzen ist. Fakt bleibt aber, dass die gesamten Glaubensinhalte ein vormodernes Weltbild zeigen und heute samt und sonders widerlegt sind. Die Frage ist also, ob man widerlegte Thesen in der Schule unterrichten sollte? Sollte die Schule nicht der Ort sein, an dem Schüler für die Zukunft fit gemacht werden?
Im Geschichtsunterricht sollte man das Thema Religion abhandeln als Entwicklungsschritt der Zivilisationsevolution, der heute überholt ist und wegen seiner Dogmatik eher kontraproduktiv wirkt und vormoderne Familienstrukturen (speziell im Islam, aber abgestuft auch in anderen abrahamitischen Religionen) tradiert.
Auch der Gleichbehandlungsgrundsatz sollte dafür sorgen, jeglichen Bekenntnisunterricht aus Schulen zu verbannen. Denn es gibt noch hunderte weiterer Religionen neben dem Christentum, die im Grunde auch mit einem Unterrichtsfach oder religiösen Veranstaltungen bedacht werden müssten...
Werte Frau Pausch, bitte
Werte Frau Pausch, bitte lesen Sie meinen Kommentar doch noch einmal genau, dort steht, daß Religion nichts in Schulen zu suchen hat, dies gilt auch für Kindergärten, in denen schon der Grundstein für erfundene Religion gesetzt wird und in der Schule weiter vertieft wird.
Das ist in meinen Augen gefährliche Indoktrination und hat mit Wissen nicht das geringste zu tun!
Herr Baierlein beteiligt sich
Herr Baierlein beteiligt sich beim hpd seit Jahren mit Kommentaren und hat niemals das "Verbot" von Religionen gefordert, auch hier nicht!
Davon abgesehen, dass ein Verbot nicht zulässig wäre, muss man - wenn man die live-Übertragungen z.B. frühmorgens auf Bibel-TV verfolgt - trauriger Weise sich damit abfinden, dass immer noch Menschen ihr (Seelen-)heil darin als scheinbar verwirklicht annehmen, täglich(!) in den Gottesdienst zu gehen und an der Speisung teilzunehmen. Es ist deprimierend, dass trotz der heutigen Informationsmöglichkeiten, u.a. durch das Internet, immer noch Menschen der Indoktrination erliegen.
Zu meiner Schulzeit gab es gelegentlich Stundenkürzungen bei Erdkunde, Biologie und Sozialkunde, aber niemals beim Religionsunterricht, den ich damals schon als überflüssig empfand - zwei Stunden wöchentlich waren schon zuviel!
Ich hatte das Glück, in
Ich hatte das Glück, in Frankfurt/Main aufs Gymnasium zu gehen.
Mein Glück war Pfarrer Steub, der unseren ev. Religionsunterricht hielt. Er hatte uns über die Erfindung (!) der Religion aufgeklärt und über deren Beliebigkeit, was die einzelnen "Geschmacksrichtungen" betrifft. Er war wirklich sehr locker drauf und erzeugte in mir die Überzeugung, nicht mal mehr die Konfirmation mitzumachen - trotz aller familiärer Bestechungsversuche.
Eine beliebige, überholte, falsche und schädliche Ideologie wollte ich nicht durch mein Mitwirken aufwerten. Ich war noch keine 20, da bemitleidete ich meine Zeitgenossen, die noch immer an den Dummfug glauben.
Respekt habe ich indes vor dem "Fußvolk" in der Kirche, die Gemeindearbeit verrichten, um Bedürftigen zu helfen. Doch das alles geht auch ohne den Glauben an den altorientalischen Monstergott...
Hat dieser Pfarrer aufgrund
Hat dieser Pfarrer aufgrund seiner "lockeren" Ansichten nicht "berufliche Schwierigkeiten" bekommen?
Altruismus geht auch OHNE
Altruismus geht auch OHNE Kirche und Pfaffen! diese wollen ja dafür belohnt werden!
Ich nehme an, sie haben nicht
Ich nehme an, sie haben nicht genau gelesen. Herr Baierlein wollte doch, dass das Benutzen von Schulmitarbeitern durch Religionen verboten wird, nicht die Religionen selbst. Dem kann man nur wirklich kaum widersprechen.
Die allgemeinen
Die allgemeinen Menschenrechte werden verstoßen durch Religionsunterricht in Schulen, dieser gehören da nicht hin und ist Indoktrination in Reinkultur.
Hallo Frau Pausch,
Hallo Frau Pausch,
meiner Ansicht nach dienen Religionen der psychologischen Unterdrückung und vielfältigen Ausbeutung von dummen Gläubigen durch schlaue Priester.
Das kann man durchaus verbieten und abschaffen.
Zumindest in den Schulen sollte nicht die Vorbereitung der Kinder auf spätere Ausbeutung durch Priester erfolgen.
Mich wundert immer wieder, dass "Linke", die sich doch in Fragen der Ausbeutung von Menschen durch Menschen besonders sensibilisiert meinen, die Ausbeutung durch die Kirchen und andere religiöse Gruppierungen nicht sehen, nicht sehen wollen?
Die schlimmste Form der Ausbeutung von Gläubigen ist die militärische Ausbeutung in sogenannten "heiligen Kriegen", bei denen es nur um die irdischen Interessen der religiösen Ver-Führer geht.
Wenn die "Linken" meinen, sie hätten in den Islamisten Verbündete, dann erlaube ich mir an das Schicksal der "Linken" im Iran zu erinnern. Die wurden nach der Revolution von den Islamisten abgeschlachtet. Das wird sich hier in Deutschland wiederholen, wenn es so weiter geht.
Auch Ihnen möchte ich
Auch Ihnen möchte ich antworten: Lesen Sie doch bitte, was ich geschrieben habe. Sie kommen hier mit Scheinargumenten um etwas zu widerlegen, was ich nicht gesagt/geschrieben habe. Und weshalb Sie dann noch die "Linken" ins Spiel bringen und über komplett andere Themen schreiben... ich denke, das ist Whataboutism in Reinstform.
Ich habe - und dazu stehe ich - nur darauf hingewiesen, dass es ein Recht auf Religionsausübung gibt und das es sich um ein Menschenrecht handelt entsprechend der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: Ich zitierte Artikel 2: "Jeder Mensch hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa aufgrund rassistischer Zuschreibungen, nach Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand." https://www.amnesty.de/alle-30-artikel-der-allgemeinen-erklaerung-der-menschenrechte
Und interessanterweise negieren Sie so wie díe anderen, die mich für meinen Kommentar angegriffen haben, den letzetn Satz. Ich schrieb nämlich, "Dass Religionen nicht staatliches Handeln vorschreiben sollen steht auf einem ganz anderen Blatt."
Wo also habe ich Religionsunterricht verteidigt oder gar Kriege im Namen der Religionen?
Liebe Frau Pausch,
Liebe Frau Pausch,
wer Kriege im Namen von Religion abschaffen will, muss Religion abschaffen.
Wer Ausbeutung im Namen von Religion abschaffen will, muss Religion abschaffen.
Wer Frauen-Unterdrückung im Namen von Religion abschaffen will, muss Religion abschaffen.
Denn die Religionen legitimieren alle diese Verbrechen als angeblicher "Wille Gottes".
Und was staatliches Handeln angeht: Gläubige Politiker tun im Amt das, was die religiösen Führer ihnen befehlen bzw. indoktriniert haben. Beispiel: Religion verbreiten und durchsetzen.
Beispiele für solche Politiker: Karl der Große, Erdogan, CDU/CSU, die Taliban, ...
Für mich sind alle Religionen abgrundtief böse, angewandte Psychologie. Die religiösen Lehren spiegeln die Psyche der Religionsstifter, die allesamt Menschen waren, keine Götter.
Verbreitet wird Religion durch Indoktrination und sozialen Zwang (Scharia-Polizei).
Ja, Religion wird uns aufgezwungen. Wo ist da "Freiheit"?
Im Namen des Menschenrechts "Religionsfreiheit" werden wir genötigt, all dieses Treiben widerstandslos zu akzeptieren.
Was den "Frieden zwischen den Religionen" betrifft: Stark unterschiedlich indoktrinierte gesellschaftliche Gruppen tun sich schwer mit Frieden halten. Wer Frieden zwischen den Religionen will, muss Religion tief hängen und die Indoktrination unterbinden. Mehr Indoktrination verschärft die interreligiösen Probleme nur. Wir sehen das ja am Beispiel von evangelischen und katholischen Christen: Je weniger die Religion ernst genommen wird, desto weniger Konflikte gibt es zwischen diesen beiden. Es sind die religiösen Führer, die sich nicht einigen können. Und je weniger ernst die Religion genommen wird, desto sicherer leben wir Atheisten in diesem Land.
Die Kirchen wollen ihre Macht erhalten und ausbauen, so wie alle anderen religiösen Ver-Führer auch. Völlig unblutig kann man die Kirchen und andere religiösen Organisationen entmachten, indem man nicht mehr glaubt. Erst wenn die Menschen nicht mehr an Gott glauben, ist die Macht der religiösen Scharlatane zum Teufel.
Moses war ein religiöser Führer.
Jesus war ein religiöser Führer.
Mohammed war ein religiöser Führer.
"Führer" ist ein anderes Wort für "Diktator".
Das sollten wir aus der jüngeren Geschichte eigentlich wissen.
Die Religionen sind die ideologischen Fundamente für Priester-Diktaturen.
Wer Freiheit und Demokratie erhalten will, muss die Religionen genauso bekämpfen wie andere autoritäre Ideologien.
Besser kann man es einfach
Besser kann man es einfach nicht beschreiben, Da Capo A.S.
Religion abschaffen zu wollen
Religion abschaffen zu wollen ist leider illusorisch. Heute fand durch die griechisch-orthodoxe Kirche wieder die sog. Gewässersegnung statt, dabei wird ein Kreuz dreimal ins Wasser geworfen und dreimal von Schwimmern wieder herausgeholt. Viele Gläubige drängten sich nach vorne, um das soeben aus der Isar herausgeholte Kreuz zu küssen, hygienische Bedenken ignorierend.
Auch ohne die zu verurteilende Indoktrination wird es immer einen gewissen Prozentsatz geben, die sich in der Scheinwelt geborgen fühlen und vehement daran festhalten werden.
Dazu passt meine Geschichte:
Dazu passt meine Geschichte:
Wir hatten die Wahl, am Schulgottesdienst teil zu nehmen (Weihnachten) oder die Schulküche zu putzen. Habe dann meine Klasse mobilisiert, geschlossen nicht zum Gottesdienst und nicht zum putzen zu gehen. Klassenlehrer war not amused, aber wir haben statt dessen eine tolle Weihnachtsfeier organisiert. Einige Mitschülerinnen fragten mich ob sie doch zum Gottesdienst gehen dürften - weil es für sie wichtig sei. Wer bin ich, ihnen das zu verwehren.
Das war 1982.
Also, ich bin ja tolerant und
Also, ich bin ja tolerant und wohlwollend. Rücksicht nehmen, Gottesdienstbesuch (in der Kirche / Moschee / Synagoge) ermöglichen für diejenigen, die das wollen – für mich kein Problem. Aber diese von von den Schulen veranstalteten Gottesdienste an den Schulen passen nicht ins System: Kirche ist Kirche und Schule ist Schule. Dass das getrennt ist, hat seine Gründe und sollte beibehalten werden.
Ökumene und interreligiöser
Ökumene und interreligiöser Dialog dienen den Gottbhauptenden dazu, Weltanschauungen ohne eingebaute Gottesbehauptung, grundgesetzwidrig in Gesellschaft und Staat auszugrenzen.
Wehren wir die Menschenfeindlichkeit ab weils ohne Gott bessert wird.
Fohe Feiertage!
Daß es an einer öffentlichen
Daß es an einer öffentlichen Schule überhaupt Schulgottedienste gibt, finde ich erschreckend und es stellt einen gewaltigen Rückschritt dar. Oder liegt das vielleicht am Bundesland?
Meine eigene Schulzeit habe ich in den 1980er und frühen 1990er Jahren in öffentlichen Schulen in Hannover absolviert und nicht einen einzigen Schulgottesdienst ertragen müssen. Mehr noch, der bloße Gedanke wäre nicht nur für die Schüler*innenschaft, sondern auch für das Lehrerkollegium und die Schulleitung der guten alten Bismarckschule völlig undenkbar gewesen.
(im Gegenteil, durch das Eingreifen des damaligen Vertrauenslehrers - selber ein Religionslehrer - hat damals die Schulleitung erreicht, daß ich bereits vor meinem 14en Geburtstag als erklärter Atheist, aber leider Sohn sehr christlicher Eltern, vom Religionsunterricht in den Werte-und-Normen-Unterricht sogar mitten im Schuljahr wechseln durfte... Und was für ein Unterschied das war: von "Gott, Gott, Gott" zu der wirklich extrem spannenden Unterrichtseinheit über die Menschenrechte...)
Daß es im Jahre 2025 überhaupt Schulgottesdienste an öffentlichen Schulen gibt, geschweige denn, daß die nun richtig gepusht werden, liegt das nur an "naja, ist halt Bayern", an all den Rechtsrucken, die es leider seit meinem Abi 1993 gegeben hat oder vielleicht an einer Mischung aus all dem?
Jedenfalls stimme ich der Autorin dieses Artikels voll und ganz zu, das sollten wir säkularen Menschen keineswegs hinnehmen, sondern mehr noch uns für die völlige Abschaffung sämtlicher Schulgottesdienste und jeglichen Religionsunterrichts einsetzen.
In diesem Sinne, frohe Wintersonnenwend- und Neujahrsfeier!
Ökumenische
Ökumenische Schulgottesdienste in der Kirche mit Beteiligung eines Imams?
Das erinnert an den Gedenkgottesdienst für die Attentatsopfer der Münchner Gewerkschaftskundgebung Anfang dieses Jahres, wo auch ein Imam in der Kirche mit betete.
Ja, offfensichtlich entstehen hier wertkonservative Allianzen und Synergien, die vorzugaukeln verstehen, man sei nun ja ganz inklusiv. Von wegen! Inklusiv wäre es nur wirklich, wenn solche Schul-Rituale eingeführt würden, die alle Kinder meinen und nicht nur manche - und der Rest muss mitspielen oder ist ganz außen vor.
Leben wir immer noch im Jahr 1982? Ich kann es nicht fassen!
Meine Eltern haben eine
Meine Eltern haben eine ähnliche Einstellung wie die Autorin, so dass ich tatsächlich das erste Mal eine Kirche von innen gesehen habe als ich ungefähr 20 war. Im Nachhinein hätte ich mir gewünscht an den Schulgottesdiensten zb bei der Einschulung teilzunehmen und nicht jedes Mal ein Sonderfall zu sein und mich ausgegrenzt zu fühlen. Eine eigene Meinung kann man sich nur zu etwas bilden das man kennt.
Ich bin der Meinung, dass das
Ich bin der Meinung, dass das Thema "Religion" in der SCHULE keinen Platz außer im Geschichtsunterricht haben sollte. Denn Schule ist ein Ort der WISSENSVERMITTLUNG, nicht der GLAUBENSVERMITTLUNG. Einst waren religiöse Mythen der Versuch, die Welt und die Rolle des Menschen in der Welt zu erklären.
Diese naiven Vorstellungen sind heute genauso überholt wie das geozentrische Weltbild des Ptolemäus. Schülern sollte vermittelt werden, wie sich Menschen - durchaus aufrichtig - immer bemühten, alles zu verstehen. Dies gelingt auch von Jahrhundert zu Jahrhundert immer besser.
Das Problem mit der Religion ist leider, dass die vormodernen "Fake News" als heilig festgeschrieben (kanonisiert) wurden und nun Dogmen sind, die jeden Kontakt zur erkannten Wirklichkeit vermissen lassen. Das darf in Schulen keinen Platz haben. Und dann gäbe es auch keine "Sonderfälle" mehr...
Das liegt daran, dass es
Das liegt daran, dass es nicht die Regel ist daß man sich vom Religionsunterricht schriftlich abmelden muß, sondern daß man automatisch annimmt, daß jeder daran teilnehmen muß,
es müßte aber andersherum sein, daß man sich beim Reliunterrich anmelden müsste.
Eben darum sollte es Feiern
Eben darum sollte es Feiern geben, die für alle Schüler stimmig sind, und nicht Gottesdienste.
Und Kirchen, Synagogen, Tempel, Moscheen usw., ggf. auch was die jeweiligen Glaubensanhänger darin tun, das könnte man
ja auch den Kindern/Jugendlichen durch die Schule erschließen, aber dann als Exkursionen im Sinne eines sozialwissenschaftlichen Unterrichts und die verschiedenen Religionen im Vergleich.
Umgekehrt sollte es sein,
Umgekehrt sollte es sein, Anmeldung für den Gottesdienst, nicht Abmeldung davon.
Schon die fehlende Information über die Abmeldemöglichkeit ist skandalös. Am Gymnasium Anfang der Neunzigerjahre habe ich in der 9. Klasse erfahren, dass der Schulgottesdienst zum Schuljahresbeginn nicht verpflichtend ist - hat einem niemand jemals gesagt.
Der Ethikunterricht war natürlich am Nachmittag, damit ihn keiner wählt.
Daher sollten Eltern bei derartigem Verhalten sofort brüllend im Büro des Direktors stehen und mit dem Anwalt drohen.
Das ist einfach nur die
Das ist einfach nur die Hinterhältigkeit der Religion, einfach vertuschen und verschweigen
was rechtlich alles möglich wäre.
Die CSU hat Angst, dass sie
Die CSU hat Angst, dass sie keiner mehr wählen wird.
Nur Deppen, die noch an Gott glauben, machen ihr Kreuz bei der CSU.
Das Schöne ist, dass die Verstärkung des Religionsunterrichts, die Zunahme der Gottesdienstbesuche und demnächts wohl wieder das verpflichtende Schulgebet den Menschen vor Augen führen, dass man sie indoktriniert.
Religiöser Glaube ist die Folge religiöser Indoktrination.
In "Gotteshäusern" werden Menschen indoktriniert. Kirchen, Moscheen und Synagogen sind Stätten der Indoktrination.
Wenn die CSU sagt und schreibt: "Bayern ist ein christliches Land", so ist diese Aussage arglistig verkürzt.
Richtig müsste es heißen: "Bayern ist ein christlich indoktriniertes Land".
Vielleicht sollte die Autorin
Vielleicht sollte die Autorin beim nächsten Mal (das bestimmt kommt...) einfach mal darauf hinweisen, dass ein Schulgottesdienst erst dann inklusiv ist, wenn neben allen möglichen Religionen auch dezidierte Religionsfreiheit auf dem Podium vertreten ist. :D
Diese interreligiösen Feiern
Diese interreligiösen Feiern beanspruchen für alle zu sein. Dadurch schließen sie anders Denkende nicht nur aus sondern entziehen ihnen ein Existenzrecht. Die Zusammenmischung von verschiedenen religiösen Inhalten sehe ich als sehr problematisch und dient nur der Erhaltung von Macht mithilfe dieser Zusammenschlüsse die zementieren wollen, dass alle eine Religion gleichsam eines Persönlichkeitsmerkmal haben. Interreligiöse Feiern sind weit bösartiger als traditionelle konfessionelle Feiern.