Streit um Geld und Grundstücke

Kenia: Pastor ersticht Ehefrau in der Kirche

In der kenianischen Stadt Mombasa hat ein Pastor der "Ground for God’s Gospel Church" seine getrennt lebende Ehefrau und sich selbst während eines Gottesdienstes am 6. Januar mit Messerstichen tödlich verletzt. Aus seinem 17-seitigen Abschiedsbrief geht hervor, dass sich das Paar um Geld, Grund und Gemeinde gestritten hatte.

Der stellvertretende Pastor Elijah Misiko stand während der Messe von seinem Platz in der ersten Reihe auf, näherte sich seiner predigenden getrennt lebenden Ehefrau Pastorin Ann Mughoi und stach mit einem Messer, welches er in einem Umschlag getarnt bei sich trug, zweimal auf sie ein. Als er sie für tot hielt, stach er sich in den Bauch und durchschnitt sich seine Kehle. Während Misiko sofort tot war, starb Mughoi im Krankenhaus.

Mughoi und Misiko lebten seit 2017 getrennt. Im selben Jahr wurde Misiko bereits einmal verhaftet, weil Ann Mughoi um ihr Leben fürchtete, jedoch wieder freigelassen, weil die Polizei die Anschuldigungen als falsch einschätzte.

Auch begann, nach Auskunft der Polizei, zu dieser Zeit der Streit um das Eigentum an der Kirche. Ann Mughoi versuchte ihrem Ehemann, mit dem sie 19 Jahre verheiratet war und vier Kinder hatte, fernzubleiben. Eine höhere Kircheninstanz sollte den Streit um Besitztümer und Kirchenbesitz klären, scheiterte jedoch.

In seinem 17-seitigen Abschiedsbrief zählt Misiko auf, was ihm seine Ehefrau vermeintlich weggenommen oder vorenthalten habe. So habe sie alles behalten, was sie in 19 Jahren an Eigentum angesammelt hätten. Dazu gehöre Land ebenso wie die Kirchenausstattung. Auch habe sie ihm die Kinder vorenthalten und sich erneut verheiraten wollen.

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Kommentare (1)

Roland Fakler (nicht überprüft)

Mo. 20 Jan 2020 - 22:40

Was glaubt eigentlich ein Pfarrer, der zu einer solchen Tat fähig ist. Glaubt er an ein jenseitiges Gericht, an die ewige Hölle, an einen Gott, der alles vergibt? Wahrscheinlich glaubt er nichts und hat seiner Gemeinde Märchen erzählt, die er selber nicht glaubt.

Hella Camargo

Jahrgang 1980, hat Germanistik und romanische Philologie studiert. Da sie in eine römisch-katholische Familie hineingeboren wurde und dreieinhalb Jahre auf einer katholischen Grundschule verbracht hat, war der Grundstein zum Atheismus früh gelegt. Heute baut sie lieber auf ihren Gerechtigkeitssinn als auf kirchliche Gebote.

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