Norwegen

Humanistische Konfirmation immer beliebter

In Norwegen hat die humanistische Konfirmation einen neuen Rekordstand erreicht. Wie fritanke.no berichtet, nehmen in diesem Jahr 17,4 Prozent aller 14-Jährigen an ihr teil und begehen auf diese Weise den Übergang ins Erwachsenenalter.

 Damit ist der Anteil am Geburtsjahrgang zum dritten Mal in Folge angewachsen.

In Oslo und der angrenzenden Provinz Vestfold unterzieht sich bereits jeder vierte Jugendliche der humanistischen Konfirmation (bis 2005: "bürgerliche Konfirmation").

Seit 1951 wird diese durch den norwegischen Humanistenverband ("Human-Etisk Forbund") durchgeführt, sie besteht aus einem Kurs über weltanschauliche und Ethikfragen und findet ihren Abschluss, wie die kirchliche Konfirmation, in einer feierlichen Zeremonie.

Unabhängig von Konfessionszugehörigkeit oder Verbandsmitgliedschaft steht sie allen Jugendlichen des Landes offen.

Kommentare (4)

Kay Krause (nicht überprüft)

Fr. 31 Mär 2017 - 05:19

Konfirmation = <lat. confirmatio = Befestigung, Stärkung (imGlauben!) = Aufnahme eines Jugendlichen durch einen Geistlichen in die Gemeinschaft der ev. Kirche, wozu ein vorausgehender Konfirmanden-Unterricht gehört. Nach der Einsegnung sind die Jugendlichen berechtigt, am Abendmahl teilzunehmen.
Zugegeben: ich hänge mich hier an einem Wort auf, und es ist letztlich auch ein Bericht über Norwegen, nicht über Deutschland.
Tatsache ist, dass "Konfirmation" ein eindeutig protestantisch kirchlich-religiös besetzter Begriff ist, was auch nicht dadurch gändert wird, dass man es im freigeistigen Sinne als "Bürgerliche Konfirmation" bezeichnet, Bürger sind wir schließlich alle, die Gläubigen wie die Ungläubigen. Darum empfehle ich, bei dem bewährten Begriff "Jugendweihe" zu bleiben, was im Dänisch-Norwegischen in etwa "ungdoms-indvielse" heißen könnte. Übrigens für mich damals in HH im Alter von 15 Jahren eine wunderbar gestaltete Feier!

wuff (nicht überprüft)

Fr. 31 Mär 2017 - 12:46

Antwort auf von Kay Krause (nicht überprüft)

dem kann man nur zustimmen. Jedoch gab es die Jugendweihe auch und besonders in der DDR. Und die war ja bekanntlich böse, böse, böse. Da wurden neben anderen Veranstaltungen auch KZ-Gedenkstätten besucht, incl. dem zeigen von Foto- und Filmdokumenten über die grausamen Taten. Das würde so manchem die Entwicklung zum Neonazi heutzutage be- oder verhindern. Aber will man das denn überhaupt, bei den guten Kontakten zu ukrainischen und Nazis der Baltischen Länder ?
Ja, Anerkennung in jungen Erwachsenenalter der religösen Vergewaltigung der Babies ist eigentlich gar nicht notwendig. Selbst bei keiner confirmatio ist man in Schland gesetzlich Kirchenmitglied seit der Taufe. Austritt geht nur gegen Ablassgeld von 120 €. Die sollte man den Taufpaten in Rechnung stellen.

Konrad Schiemert (nicht überprüft)

Fr. 31 Mär 2017 - 13:02

Antwort auf von Kay Krause (nicht überprüft)

Ich denke, dass hier das Wort "Konfimation" benutzt wird um zu suggerieren, dass diese "Konfirmation" die richtige, kirchliche Konfirmation ersetzt. In diesem Sinne ist das eine glückliche Wortwahl.

Thomas Göring (nicht überprüft)

Di. 4 Apr 2017 - 22:23

Antwort auf von Kay Krause (nicht überprüft)

Ich wäre ebenfalls für "Jugendweihe". Diese ist freidenkerische Tradition seit Mitte des 19. Jahrhunderts und war mit dem Entstehen der Arbeiterbewegung zunehmend ein Bestandteil derselben. Und man sollte sich von der Totschlagkeule "Ja aber die DDR ...!" nicht abschrecken lassen; was hatte die dortige politische Führung denn nicht alles vor ihren Karren gespannt, sprich: instrumentalisiert?

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