Christentum

Buchcover

Kooperation oder Konfrontation? Der Streit in der Neuen Rechten um den Umgang mit dem Islam

Die Auseinandersetzung mit einem islamkritischen Werk aus dem Jungeuropa Verlag eröffnet nicht nur einen Einblick in die Debatten der Neuen Rechten, sondern schärft auch die Konturen einer säkular-humanistischen Gegenposition. Dabei zeigt sich, wo seine Kritik am Islamismus berechtigt ist und warum seine Verallgemeinerungen über Muslime und den Islam dennoch nicht überzeugen.

Weihnachtsoratorium

Das Elend des Kulturchristentums

Morgen ist "Christi Himmelfahrt", zehn Tage später folgt "Pfingsten" – Kuriositäten des christlichen Feiertagskalenders, die noch immer gesetzliche Feiertage sind. Michael Murauers Polemik will mit ihrem Titel auf Joachim Kahls erfolgreichstes Buch "Das Elend des Christentums" anspielen und ist ihm zum 85. Geburtstag gewidmet, den er gestern gefeiert hat.

Vom Schwinden der Theologie: Warum die Universitäten weniger Dogma und mehr Zukunft brauchen

Deutschlandweit sinken die Zahlen der Theologiestudierenden seit Jahren drastisch. Umso erstaunlicher ist es, dass gleichzeitig neue bekenntnisgebundene Strukturen aufgebaut werden – etwa durch die Einrichtung einer islamisch-theologischen Fakultät an der Universität Münster. Angesichts knapper öffentlicher Mittel stellt sich daher umso dringlicher die Frage: Warum hält der Staat nicht nur an einer akademischen Infrastruktur fest, die gesellschaftlich immer weniger nachgefragt wird, sondern baut sie sogar weiter aus?

Doppelstandards im ZDF-Kinderprogramm

Kürzlich zeigte der ZDF-Kinderkanal zwei Beiträge mit deutlich auseinandergehendem Spin: Der muslimische Fastenmonat wurde positiv dargestellt, die Geschichte der Kirche hingegen kritisch. Religionskritik, auch für Kinder, sollte ausgewogen sein und sich an der heutigen Relevanz orientieren.

Russisch-orthodoxe Kirche in Dresden

Kann nur die Orthodoxie Deutschland retten?

Der AfD-Politiker Hans-Thomas Tillschneider erklärt in einem Blogbeitrag, nur eine "deutsche Orthodoxie" könne Deutschland vor moralischem und geistigem Verfall retten. In einem wirren Text attackiert er die "Ehe für alle", das Gendern und einen christlichen Universalismus. Als Gegenmodell verklärt er die orthodoxen Kirchen in Abgrenzung zur westlichen Christenheit und offenbart dabei ein rückwärtsgewandtes Gesellschaftsbild.

Buchhandlung Dominikanerkirche Maastricht

Wenn die Kirchenglocken nicht mehr läuten

Der hpd hat sich wiederholt mit der rückläufigen Kirchenmitgliedschaft in Deutschland beschäftigt und dabei vor allem die Fakten zahlenmäßig dargestellt und die wünschenswerten politischen Konsequenzen aufgezeigt. Der folgende Beitrag beschäftigt sich nun mit geistigen und kulturellen Aspekten dieser Entwicklung. Der Mitgliederschwund bei den Kirchen in Mitteleuropa wird nicht selten als Problem gesehen. Doch wem geht dadurch wirklich etwas verloren, und wer könnte dadurch etwas gewinnen?

"Marsch für das Leben" 2015

Innerchristliches Wettrüsten: AfD Sachsen-Anhalt will Kirchen Gelder streichen

Im Vorfeld der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt rückt die AfD die Kultur- und Religionspolitik ins Zentrum ihres "Regierungsprogramms". Hinter der Forderung, kirchliche Privilegien abzuschaffen, verbirgt sich der Versuch, die großen Kirchen zu schwächen und zugleich streng konservative Glaubensgemeinschaften zu fördern. So versucht die AfD Religion gezielt für ihre reaktionäre Agenda zu nutzen.