Internationales

Plakat bei der "Kundgebung für sexuelle Selbstbestimmung"

Verschärfung der Abtreibungsgesetze in den USA geplant

Das US-Abgeordnetenhaus hat eine Gesetzesvorlage zur Verschärfung des Abtreibungsrechts verabschiedet. Danach soll ein Schwangerschaftsabbruch ab der 20. Schwangerschaftswoche unter Strafe gestellt werden, betroffene Frauen jedoch nicht strafrechtlich verfolgt werden. Damit konnten die Abtreibungsgegner in den USA einen wichtigen Teilsieg erringen. Allerdings dürfte das Gesetz im Senat scheitern.

Missbrauchsskandal im Stift Klosterneuburg

Die Ungereimtheiten rund um den von der "Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt" aufgedeckten Missbrauchsfall von 1993, über den dann im Nachrichtenmagazin "profil" berichtet wurde, schlagen weiter hohe Wellen. Nun kündigt die Plattform eine Demonstration vor dem Stift, im Vorfeld der Gemeinderatssitzung am kommenden Freitag an. "Obwohl so viele Fakten am Tisch liegen, mauert und vertuscht die Kirche und entzieht sich ihrer Verantwortung", erklärt Sepp Rothwangl, Obmann der Plattform.

Irland

Volksentscheid über Abtreibung geplant

Irland hat das restriktivste Abtreibungsgesetz in Europa. Danach ist ein Schwangerschaftsabbruch selbst nach einer Vergewaltigung verboten. Im vergangenen Jahr hat der UN-Menschenrechtsausschuss das irische Abtreibungsverbot als Verstoß gegen die internationalen Menschenrechtsvereinbarungen kritisiert. Nun hat die Regierung beschlossen, im kommenden Jahr einen Volksentscheid über die Lockerung der strengen Regeln durchzuführen.

"Es lebe die Solidarität"

Der 7. Internationale Kongress der IAFT (International Association of Freethought – Internationale Vereinigung der Freidenker) fand vom 22. bis 24. September in Paris statt. Delegierte und Gäste aus aller Welt waren zusammengekommen, um über die Themen zu sprechen und zu diskutieren, die allen gemeinsam sind – in Europa, in Afrika, in Lateinamerika und in Asien: Trennung von Staat und Kirche wie Religion, Rechte der Frauen und gleiche Rechte für Männer und Frauen, das Recht auf ein Sterben in Würde.

Land der unbegrenzten Möglichkeiten

In Polen wird Schritt für Schritt die Demokratie abgebaut. Die Regierung verabschieden sich zudem immer weiter vom europäischen Gedanken. Der hpd-Polenkorrespondent Andrzej Wendrychowicz bittet um Hilfe für die außerparlamentarisch Opposition, die immer stärkeren Repressalien ausgesetzt ist.

Die verratene Revolution in Nicaragua

Der Journalist Hannes Bahrmann geht in seinem Buch "Nicaragua. Die privatisierte Revolution" der Geschichte des Landes nach und beschreibt die Entwicklung nach der Revolution von 1979 als Aufbau einer Familiendynastie des Präsidenten Ortega. Der Autor macht bereits im ersten Kapitel den Verrat an den Idealen der Revolution anschaulich und zeichnet den Weg eines ehemaligen Guerillakämpfers zu einem korrupten Politiker nach.