Strafbefehl wegen erfundenen Mordanschlags
Der inzwischen abgesetzte Rektor der säkularen arabisch-deutschen Schule im Berliner Bezirk Neukölln Hudhaifa Al-Mashhadani hatte im November 2025 behauptet, Opfer eines versuchten Mordanschlags geworden zu sein (der hpd berichtete). Seine Darstellung, am U-Bahnsteig der U7 angegriffen und mit dem Tode bedroht worden zu sein, erschien in Medienkommentaren zunächst als glaubhaft. Er, der an der besagten Ibn Khaldun-Schule auch als Sprachschullehrer tätig war, galt als charismatischer "Brückenbauer“. Unter seiner Leitung ist die Einrichtung wegen ihres Einsatz für Toleranz, Versöhnung mit Israel sowie die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen über Berlin hinaus hochgelobt worden. Gleichzeitig war sie im Bezirk Neukölln, wo es auch Koranschulen gibt, schon länger im Visier muslimisch-palästinensischer Gruppierungen.
Die ermittelnde Polizei ging jedoch einem Verdacht wegen falscher Anschuldigung von Al-Mashhadani nach. Im März griff der hpd die sich verdichtenden Zweifel an Al-Mashhadanis Version des Vorfalls auf – wobei allerdings noch nichts entschieden war.
Nun berichtet unter anderem der Tagesspiegel, dass gegen Hudhaifa Al-Mashhadani ein Strafbefehl in Höhe von 90 Tagessätzen wegen angezeigter falscher Verdächtigung erlassen wurde. Dieser hat zwar dagegen Einspruch eingelegt, so dass es nun zu einer öffentlichen Gerichtsverhandlung kommen wird. Dabei dürfte der Angeklagte jedoch sehr schlechte Karten haben. Denn die im Tagesspiegel mitveröffentlichten Bilder einer Überwachungskamera eben dieser Szene auf dem U-Bahnsteig der U7 zeigen: Es kann lediglich von einem leichten Schubsen die Rede sein und keinesfalls von einem Mordanschlag.