Der Schulleiter der säkularen arabisch-deutschen Schule im Berliner Bezirk Neukölln Hudhaifa Al-Mashhadani entging nach seinen eigenen Worten Ende vergangenen Jahres knapp einem Mordanschlag (Der hpd berichtete). Demnach habe ihn jemand von hinten "mit einer starken Bewegung nach vorn gestoßen" als eine U-Bahn in den Bahnhof einfuhr.
Am 19. November 2025 berichtete die taz über den Vorfall. Und nun war es ebenfalls die taz, die zuerst Zweifel an der Geschichte äußerte. Vorgestern dann griff die Zeitung ihre eigene Story ein weiteres Mal auf und schrieb: "Videoaufnahmen bestätigen taz-Recherche: Schulleiter Al-Mashhadani hat Mordversuch erfunden."
Auch der Tagesspiegel schrieb darüber, dass wegen des Verdachts der falschen Verdächtigung ein Ermittlungsverfahren gegen Hudhaifa Al-Mashhadani eingeleitet wurde. Al-Mashhadani selbst äußert sich zu den Vorwürfen nicht.
Die Süddeutschen Zeitung, die auch über den mutmaßlichen Mordanschlag berichtet hatte, distanzierte sich gestern ebenfalls. Auch hier wird darauf hingewiesen, dass die Bilder einer Überwachungskamera die Aussagen des Lehrers nicht stützen.
Abschließend müssen Gerichte über die Vorwürfe entscheiden.





