Afghanistan

Wir dürfen die Mädchen und Frauen in Afghanistan nicht vergessen

Eine Gruppe von Frauenrechtsorganisationen und Einzelpersonen fordert anlässlich des Internationalen Frauentages, der am Dienstag begangen wurde, dass die Öffentlichkeit das Leid der Mädchen und Frauen in Afghanistan nicht vergessen dürfe. Das Thema drohe durch den Krieg in der Ukraine aus der öffentlichen Wahrnehmung zu verschwinden. Der hpd veröffentlicht den Aufruf im Wortlaut.

TV-Studio

Taliban verbannen Frauen von der Leinwand

Schon zuvor wurden Frauen und Mädchen in Afghanistan bereits weitestgehend aus der Erwerbsarbeit und den weiterführenden Schulen verdrängt. Nun macht sich die islamistische Regierung ans Werk, auch die gesamte kulturelle Landschaft umzuwälzen und verbannt Frauenrollen komplett aus Film und Fernsehen.

Europäisches Parlament In Straßburg

Solidarität mit afghanischen Mädchen und Frauen

Heute gibt es weltweit Veranstaltungen anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen. In Brüssel organisierte die Coordination des associations européennes solidaires des femmes d’Afghanistan (Vereinigung der mit den afghanischen Frauen solidarischen europäischen Verneinen) Pressekonferenz und Kundgebung vor dem Europäischen Parlament. Der hpd veröffentlicht hier einen Aufruf zur Veranstaltung.

Islamische Verbände: Das verräterische Schweigen zur Taliban-Herrschaft in Afghanistan

Nichts zu hören ist von den reaktionären islamischen Verbänden in Deutschland zur Machtübernahme der Taliban und zur Situation der Menschen in Afghanistan. Erstaunlich, weil sie doch sonst schnellstens mit der Erklärung hausieren gehen: "Das hat nichts mit dem Islam zu tun." Nicht einmal das kommt. Gibt es seitens der Verbände und der von ihnen vertretenen Muslim*innen keine Meinung zu diesem Thema, keine Kritik? Schweigen die Verbandsspitzen gegen den Willen der Mitglieder oder zeigt sich hier ein Abgrund von weit verbreitetem "Steinzeitislam" auch in Deutschland bei den von den Verbänden vertretenen Muslim*innen?

Warum die Nato scheitern musste

Das Scheitern der Nato hat man nicht vorhersehen können? Doch, hätte man. Denn bisher ist jeder Besatzer in Afghanistan gescheitert. Weder Alexander dem Großen, Dschingis-Khan noch – in etwas jüngerer Vergangenheit – den Briten oder Sowjets ist es gelungen, das Land am Hindukusch dauerhaft zu besetzen. Warum sind die Afghanen eine so "schwierige" Nation und Afghanistan das "Graveyard of Empires"? Und warum ist Deutschland einer der größten Verlierer der ganzen Chose?

Jungen und Mädchen lernten zuletzt gemeinsam in Afghanistan

"Afghanistan braucht eine säkulare Regierung"

Nach der Machtübernahme der Taliban müssen viele Menschen in Afghanistan um ihr Leben fürchten. Säkulare und Homosexuelle werden mit dem Tod bedroht, Mädchen und Frauen von Schule, Beruf und Universität verbannt, sonst drohen ihnen barbarische Strafen. Sie sind die ersten Opfer der Islamisten, beklagt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Mit einer Burka verschleierte Frau in Afghanistan

"Die Welt ist verantwortlich dafür, was in Afghanistan passiert"

Nach fast 20 Jahren Präsenz in Afghanistan haben die meisten NATO- und US-Truppen das Land am Hindukusch verlassen. Die radikalislamistischen Taliban konnten daraufhin beinahe "kampflos" die Macht übernehmen. Ihr Ziel: Die Gründung eines islamischen Gottesstaates. Aus Angst flohen in den Tagen nach der Machtübernahme zehntausende Menschen in Richtung Flughafen – die dramatischen Bilder gingen um die Welt. Doch was ist mit den Menschen, die noch immer in Kabul oder den ländlichen Provinzen ausharren? "Die internationale Gemeinschaft hat uns im Stich gelassen", sagt Farzana Kochai, 29-jährige afghanische Parlamentsabgeordnete, in einem emotionalen FaceTime-Telefonat mit Sven Lilienström, Gründer der Initiative "Gesichter des Friedens".

Frauen gegen Taliban

Nachdem die Taliban die Macht in Afghanistan übernommen haben, sorgt man sich um die Frauen im Land. Die internationale Initiative "Women against Taliban", die auch vom Zentralrat der Ex-Muslime in Deutschland unterstützt wird, ruft deshalb zur Hilfe für Frauen in Afghanistan auf.