Demonstration

Vielfältiger Protest gegen Abtreibungsgegner

Der alljährliche Auftakt der sogenannten "Lebensschützer"-Märsche im deutschsprachigen Raum findet traditionell im März im westfälischen Münster statt. Anders als in den Vorjahren gab es beim diesjährigen 1000-Kreuze-Marsch in Münster am vergangenen Samstag eine Zunahme an Teilnehmern – eine kleine auf Seiten der Abtreibungsgegner und eine große auf Seiten der Gegendemonstranten.

"Nie wieder Schmidt!"

"Nie wieder Schmidt!"

Wie in jedem Jahr wird vor der großen "Wir haben Agrarindustrie satt!"-Demo in Berlin mit einer kleineren Aktion auf das Hauptanliegen der Demonstranten hingewiesen. Vor zwei Jahren zum Beispiel wurde eine Fuhre Mist vor das Kanzleramt geschüttet. In diesem Jahr richtet sich der Protest vor allem gegen Landwirtschaftsminister Schmidt.

Free Özlem!

Özlem Dalkıran ist türkische Staatsbürgerin und Gründungsmitglied der türkischen Amnesty-Sektion. Sie nahm an einem Seminar für Menschenrechtsverteidiger teil, als sie und neu weitere Menschenrechtsaktivisten verhaftet und ohne Anklage in ein Gefängnis gesperrt wurde. Am Montag forderten Amnesty International und Avaaz vor der türkischen Botschaft in Berlin die sofortige Freilassung von Dalkıran und den anderen Inhaftierten.

Regenbogenwerfer-Einsatz

Lieber tanz ich

Es geht nicht weiter. Dicht gedrängt, die Hälse reckend, stehen tausende Demonstrierende auf einer Brücke, parallel zu den Hamburger Landungsbrücken. Es ist Freitag Nachmittag, und in wenigen Stunden werden in der Elbphilharmonie die Streicher die Bögen heben, um die ersten Töne von Beethovens 9. Sinfonie anzustimmen.

Tanja Gabriele Baudson, Mitinitiatorin des deutschen "March for Science"

Warum am Samstag in 22 deutschen Städten Wissenschaftler beim "March for Science" auf die Straße gehen

In den USA marschieren am Wochenende mehr als 100.000 Wissenschaftler, und auch in Deutschland findet am Samstag in mehr als 20 Städten der "March for Science" statt. Wir haben mit der Mitinitiatorin in Deutschland, der Bildungsforscherin Tanja Gabriele Baudson, über die Beweggründe gesprochen und warum sich Wissenschaftler plötzlich in der Defensive fühlen.

Marsch für die Wissenschaft

Wer wissenschaftliche Tatsachen leugnet, untergräbt die Grundlagen einer rationalen Debatte. Deshalb betrifft der politische Trend zu "alternativen Fakten" und "postfaktischen Argumenten", der inzwischen von Moskau bis Washington zu beobachten ist, nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sondern die Gesellschaft als Ganzes. Aus diesem Grund werden am 22. April weltweit viele Tausend Menschen auf die Straßen gehen, um für eine stärkere Beachtung wissenschaftlicher Erkenntnisse zu demonstrieren. Die Giordano-Bruno-Stiftung (GBS) wird den deutschen "Marsch für die Wissenschaft", der parallel in 19 Städten stattfindet, nicht nur in ideeller, sondern auch in finanzieller Hinsicht unterstützen.