Frauenrechte

Es geht nicht nur um Abtreibung

Am Sonntag und am Montag vergangener Woche fanden in ganz Polen zahlreiche Proteste unter dem Namen "2. allpolnischer Frauenstreik" statt. Die erste Protestwelle am 3.Oktober hieß "Schwarzer Protest" bzw. "Schwarzer Montag" und war die Reaktion auf die Entscheidung des Parlaments vom 23. September, die Liberalisierung des Abtreibungsvorschriften abzuweisen und gleichzeitig ein totales Verbots der Abtreibung zu beschließen. Die PiS-Abgeordneten haben zwar danach unter dem Druck der protestierenden Frauen das Gesetz zurückgezogen, aber die Frauen, die ihre Kraft erkannt hatten, wollen jetzt mehr.

Schach

WM-Boykott wegen Kopftuchzwang

Der Weltschachbund FIDE hat Mitte September beschlossen, dass die Frauenschach-WM 2017 im Iran stattfinden soll. Doch im Iran müssen Frauen in der Öffentlichkeit Kopftuch tragen – das gilt auch für auch Ausländerinnen und Nicht-Musliminnen. Führende Schachspielerinnen protestieren deshalb gegen den Veranstaltungsort.

Sexismus und Rassismus nicht als "Dienstvergehen" gewertet

KIEL. (hpd) Nach Informationen der Piratenpartei im Schleswig-Holsteinischen Landtag haben in der Polizeischule Eutin (Schleswig-Holstein) ausgebildete Polizeianwärterinnen bereits 2014 der Leitung offene frauenfeindliche, sexistische und rassistische Äußerungen seitens der männlichen Kollegen gemeldet. Das Innenministerium verneint jedoch bis heute, dass es sich dabei um "Dienstvergehen" handelt.

Plenarsaal des Sejm in Warschau

Recht auf Abtreibung in Polen – Nein zum Gesetzentwurf der Regierung

BERLIN/WARSCHAU (hpd) Am Sonntag (3. April 2016) gingen die Atheistischen Tage in Warschau zu Ende. Die Kazimierz-Łyszczyński-Stiftung organisierte in diesem Rahmen eine internationale feministische Konferenz. Die Konferenz hat gezeigt, dass alle Religionen Frauen diskriminieren und unterdrücken, patriarchalische Machtschemen, die auf Dominanz und Unterdrückung basieren, übermitteln und die Frauenrechte einschränken. Das gilt insbesondere für die reproduktiven Rechte. Sie gestehen den Frauen nur einen halb-menschlichen Status zu.

Frauenrechte müssen noch immer gegen Fundamentalisten verteidigt werden.

Gleichbehandlung ist noch immer eine Utopie

BERLIN. (hpd) Den heutigen Internationalen Frauentag nahm die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Maria Böhmer, zum Anlaß, um über die Bedeutung von Außenpolitik für eine geschlechtergerechte Welt nachzudenken: "Wo wollen wir international hin? Welche Erfolge haben wir bereits erzielt? Was müssen wir noch tun?"

Diskriminiert: Frauen in Indien

Klage gegen Gott

BERLIN. (hpd) Im indischen Bundesstaat Bihar reichte der Anwalt Chandan Kumar Singh Klage gegen den Hindu-Gott Rama ein. Das angeklagte Vergehen: Frauendiskriminierung. Singhs Klage wurde vom Gericht nicht zugelassen. Stattdessen muss er sich nun wegen religiöser Beleidigung selbst vor Gericht verantworten.

Flüchtlingsunterkunft Winsstraße

"Ich fühlte mich so allein gelassen."

BERLIN. (hpd) Die Hilfe für die vielen tausend Flüchtlinge, die in Berlin eingetroffen sind, ruht zum überwiegenden Teil auf den Schultern von freiwilligen Helfern. Ohne diese Menschen, die Zeit, Sachmittel, Geld und vor allem auch Nerven aufbringen, wäre die Stadt kaum in der Lage, die Versorgung der Flüchtlinge auch nur notdürftig sicherzustellen. Umso schwerer wiegt der Vorwurf, den Betroffe gegenüber dem Humanistischen Pressedienst äußerten: freiwillige Helfer werden gemobbt, denunziert und sogar gefährdet.