USA

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Gott, Familie und Waffen

Sie tragen "Patriot", "Jesus" oder "Tactical" im Benutzernamen. Manchmal auch schlicht "Mom" oder "Sparky". Eine Gruppe christlicher US-Prepper tauscht sich regelmäßig per Videokonferenz aus. Sie verbindet eine Gruppenidentität, an deren Spitze zwei Dinge stehen: der zweite Verfassungszusatz (Waffenfreiheit) und männliche Dominanz.

Manti-Tempel in Utah

Multimilliardär tritt bei den Mormonen aus – und spendet an LGBT-Projekt

Der amerikanische Multimilliardär Jeff T. Green hat seinen Austritt aus der Kirche der Mormonen bekanntgegeben. Als Gründe nannte er deren ablehnende Haltung gegenüber Frauen- und Bürgerrechten, Antirassismus und der Gleichstellung von sexuellen Minderheiten. Gleichzeitig gab Green bekannt, dass er mindestens 90 Prozent seines Vermögens in die Hände gemeinnütziger Einrichtungen geben wolle. Eine erste Spende in Höhe von 600.000 US-Dollar werde an die LGBT-Organisation "Equality Utah" fließen, weitere sollen folgen.

Vogel auf Stromleitung

Vögel? Gibt es doch gar nicht!

"Birds aren't real" – diese Verschwörungsbehauptung sorgt in den USA für Aufsehen. Sie besagt: Vögel sind nicht echt. Wenn ein Spatz auf einem Stromkabel sitzt – was macht er dann? Der falsche Vogel lädt seine Batterie auf. Vögel sind von der CIA vernichtet und ausgetauscht worden, gegen flugfähige Roboter. Diese Drohnen im Federkostüm überwachen die Bürger.

Erste Kirche des Nazareners in Jasper (Alabama)

USA: Evangelikale lehnen religiöse Diversität und die Trennung von Staat und Kirche ab

Die meisten Menschen in den USA befürworten die Trennung von Staat und Kirche und lehnen den Gedanken an eine Staatsreligion ab. Religiöse Diversität finden sie gut. Anders sieht es bei der Gruppe der weißen Evangelikalen aus. Eine Mehrheit von ihnen würde sich wünschen, dass der Großteil der Bevölkerung christlich wäre. Der Vermischung von Staat und Kirche, zum Beispiel durch religiöse Symbole an öffentlichem Eigentum, stehen sie positiv gegenüber.

TV-Prediger und Impfgegner an Corona gestorben

Er polterte im Fernsehen gegen Impfungen, propagierte wirkungslose Pseudomedikamente und verschaffte mit seinem Sender Verschwörungstheoretikern eine breite Öffentlichkeit – am 30. November ist der amerikanische TV-Prediger Marcus Lamb selbst nach einer Covid-Erkrankung verstorben. Er wurde 64 Jahre alt.

USA: Menschen geben seltener Gott die Schuld an Pandemien oder Tragödien

Das Meinungsforschungsinstitut Pew Research Center veröffentlichte in diesem Monat die Ergebnisse einer Befragung von 6.500 Personen in den USA. Die Ergebnisse zeigen auf, dass selbst Gläubige häufiger Menschen oder einfach Umstände für Tragödien oder die aktuelle Pandemie verantwortlich machen als Gott oder Satan. Und obwohl sich viele nach Katastrophen die Frage nach einem höheren Plan Gottes stellen, zweifelt kaum jemand am eigenen Glauben.

Oregon: Wegen Homosexualität mit Steinigung bedroht

Obwohl die wissenschaftliche Faktenlage klar ist und sämtliche Vorurteile zu beseitigen vermag, lehnen noch immer viele Menschen die sexuelle Zuneigung von Menschen gleichen Geschlechts kategorisch ab. Die häufig religiös begründete Geringschätzung mündet manchmal sogar in purem Hass und Menschenverachtung. Dies musste Eric Osterberg am eigenen Leib erfahren, als er in dem christlich geprägten Bundesstaat Oregon kurz vor einer Gemeinderatssitzung wegen seiner Homosexualität mit dem Tode bedroht wurde.

Abtreibungsverbot in Texas vorerst gestoppt

Das texanische "Fetal Heartbeat Law", das Abtreibungen ab der Feststellung eines Herzschlags beim Fötus verbietet, ist vorerst an den Klippen der Justiz zerschellt. Bundesrichter Robert Pitman urteilte am Mittwoch zugunsten des US-Justizministeriums, das gegen das texanische Gesetz geklagt hatte. In seiner Urteilsbegründung zerreißt Pitman die texanische Argumentation und nennt sie eine "Absurdität". Doch das Urteil ist lediglich ein Etappenssieg im Kampf um reproduktive Rechte.

Ronald Dion DeSantis

Covid in Florida

Sie sind eine Schule, die die Ihnen anvertrauten Kinder vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen möchte und deshalb eine Maskenpflicht einführt? Oder eine Behörde, die eine Impfung für ihre Angestellten verpflichtend zu machen gedenkt? Das gibt einen bösen Brief vom Regierungschef und ein millionenschweres Bußgeld! Denn Ron DeSantis, Floridas republikanischer Gouverneur, hat Masken- und Impfpflichten per Dekret verboten. Klingt irre? Ist es auch. Ein Kommentar.