Religionsunterricht in Berlin bleibt freiwillig

Der schwarz-rote Senat in Berlin wollte Religion als Wahlpflichtfach einführen. Das hätte den Traditionen der Stadt und auch den Ergebnissen aus dem "Pro-Reli"-Volksbegehren entgegengestanden. Nun meldet die BZ, dass der Religionsunterricht in Berlin weiter freiwillig bleiben wird.

Florian Chefai im Gespräch mit dem zugeschalteten Philipp Blom

Der Historiker und Autor Philipp Blom beim Düsseldorfer Aufklärungsdienst

Die Aufklärung muss sich umorientieren

Hat das aufklärerische Erbe uns noch etwas zu sagen? Das ist die Frage, die Philipp Blom umtreibt. Und über die der Historiker und Autor denn auch mit den Gästen des "Humanistischen Salons" des Düsseldorfer Aufklärungsdienstes (DA!) in einem etwas ungewöhnlichen Format diskutierte. Blom, der, wie er sagte, in den letzten Zügen der Fertigstellung eines neuen Buches sei, war von seinem Wohnort Wien zugeschaltet auf einen großen Bildschirm im Forum Freies Theater in Düsseldorf. Die Technik machte es möglich, dass er seinen Interviewer Florian Chefai, wissenschaftlicher Koordinator des Hans-Albert-Instituts, und auch die Mitdiskutanten aus dem Publikum gut erkennen und mit ihnen ins Gespräch kommen konnte.

Symbolbild

Todesstrafenbericht 2025 von Amnesty International

Grausamer Rekord

Traurige Bilanz von Amnesty International: Die Menschenrechtsorganisation registrierte im vergangenen Jahr weltweit mindestens 2.707 Hinrichtungen – so viele wie seit dem Jahr 1981 nicht mehr.

Franz Josef Wetz

Buchvorstellung im Humanistischen Campus

"WerteWirrWarr": Franz Josef Wetz live online

"Das Unverzichtbare in unversöhnlichen Zeiten" lautet der Untertitel des 2025 bei Alibri erschienenen Buchs "WerteWirrWarr" von Franz Josef Wetz. Darin geht es um ethische Standards unserer pluralistischen Gesellschaft und die Weltordnung. Morgen stellt der freigeistige Philosoph, der auch Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung ist, sein Buch im "Humanistischen Campus" vor: live und online, für alle Interessierten kostenfrei verfügbar.

601 Tage blockierten religiöse Aktivisten und Rechtspopulisten den selbstbestimmten Tod einer jungen Spanierin

Noelias Kampf um das Recht zu sterben

Noelia Castillo wollte sterben. Spanien hat ihr das Recht dazu eindeutig bestätigt. Trotzdem dauerte es fast zwei Jahre, bis sie es in Anspruch nehmen durfte – weil ihr Vater, unterstützt von einer religiösen Anwaltsorganisation, alles daran setzte, ihren Willen zu brechen.

Ein Platz für Kinderrechte

In Dornbirn wurde der erste Platz der UN-Kinderrechte im Westen Österreichs eröffnet. Die Initiative ging von vielen jungen, engagierten Freiwilligen aus und wurde von der Caritas Auslandshilfe Vorarlberg unterstützt. Die Jugendlichen erhielten von der Caritas die volle Kontrolle und verwirklichten ihre Ideen und Konzepte in Eigenregie. Der Platz verfügt über mehrere Stationen und ist inklusiv. Die kreierten Info-Schilder und Stationen vermitteln auf verständliche und weiteres Interesse-weckende Weise die weltweit gültigen, universellen UN-Kinderrechte. Zwei der Hauptinitiatorinnen gaben Einblicke in die erfüllende Arbeit.

Langzeitstudie zeigt stabile Arbeitsmotivation und positive Effekte auf mentale Gesundheit

Bedingungsloses Grundeinkommen: Forschung widerlegt zentrale Vermutungen

Führt ein bedingungsloses Grundeinkommen dazu, dass Menschen weniger arbeiten? Oder stärkt es vielmehr ihre Lebenszufriedenheit und Entscheidungsfreiheit? Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen: Viele der weitverbreiteten Annahmen über negative Auswirkungen eines Grundeinkommens halten einer empirischen Überprüfung nicht stand.

Serie über die Grundlagen des deutschen Sozialsystems – eine Quintessenz

Der Sozialstaat ist nicht unfinanzierbar – er wird fragmentiert

Finanzierungsprobleme der Sozialversicherungssysteme entstehen nicht aus deren innerer Logik, sondern aus politischen Setzungen: Sonderregime, Beitragsbemessungsgrenzen und die partielle Entlassung leistungsfähiger Gruppen aus der Solidarität führen zu einer schleichenden Residualisierung. Je enger die Solidargemeinschaft, desto lauter die Vorwürfe gegen das System – ein selbstverstärkender Prozess mit demokratischem Sprengstoff.

Rezension

Politischer Islam in Europa: die schrittweise Transformation offener Gesellschaften durch langfristige Einflussnahme

Die Autoren verzichten bewusst auf alarmistische Zuspitzungen und legen stattdessen ein leises, aber strategisch angelegtes Muster offen. Im Zentrum steht dabei eine adaptive, legale und institutionell eingebettete Vorgehensweise, die auf Geduld, Mehrdeutigkeit und diskursive Anschlussfähigkeit setzt. Auf Basis umfangreicher Quellenarbeit zeichnen Heiko Heinisch, Nina Scholz und Gustav Gustenau nach, wie sich dieser Anspruch ideengeschichtlich entwickelt hat und warum gerade seine Unauffälligkeit demokratische Gesellschaften vor besondere Herausforderungen stellt.

Redaktion der Washington Post, Washington D.C.

Der schleichende Niedergang der Washington Post

"Königsmacher" nannte man die Washington Post einmal. Dass eine einzelne Zeitung einen Präsidenten zu Fall bringen konnte, war Emblem der Macht einer freien Presse. Heute ist das Blatt ein kaputtgesparter Schatten seiner selbst – und steht damit stellvertretend für einen großen Teil der alteingesessenen liberalen Medien in den USA. Eine chronologische Spurensuche.

Immer mehr konfessionsfreie junge Frauen in den USA

Der religiöse Gender-Gap

Amerikas junge Frauen wenden sich zunehmend vom Glauben ab. Inzwischen bezeichnen sich bereits 43 Prozent der unter 30-jährigen Amerikanerinnen als nicht religiös.

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Rezension

Miteinander reden, auch wenn es weh tut

Der Psychologe und Autor Ahmad Mansour sorgt sich um die Debattenkultur in Deutschland. In seinem neuen Buch „Haltung ohne Hass“ beschreibt er, wie und warum politischer Streit eskaliert und was geschehen muss, damit Menschen wieder verschiedene Meinungen aushalten.

Mitglieder des Arbeitskreises Säkularität & Humanismus

Berliner SPD-Arbeitskreis Säkularität und Humanismus wählt neuen Vorstand

Sieben Impulse für Koalitionsgespräche in Berlin

Der "Arbeitskreis Säkularität und Humanismus der SPD Berlin" hat am Mittwoch, 28. Oktober, im Willy-Brandt-Haus einen neuen Vorstand gewählt. Den Vorsitz übernimmt eine Doppelspitze aus Dr. Felicitas Tesch und Philip Schunke.

Cover

Eine interessante journalistische Monographie

„Wie die Demokratische Partei Trump großmachte“

Welchen indirekten Anteil die Demokraten selbst an Trumps Wahlsiegen hatten, wird in Berichterstattungen und Diskussionen häufig ignoriert. Dass sie sich zugunsten des großen Geldes von den kleinen Leuten abgewandt haben, ist in einem Buch zum Thema die zentrale These: „Die Undemokraten“ von Jörg Wimalasena.

Millionen für die katholische Kirche

Katholische Kirche beteiligt sich nicht an Renovierungskosten für Bekenntnisschule

Nein, wir geben nichts

Die katholische Kirche erfreut sich an den knapp 800 katholischen Bekenntnisschulen in Nordrhein-Westfalen, werden sie doch zu 100 Prozent von der öffentlichen Hand bezahlt. Wenn aber eine verschuldete Stadt eine solche Schule für viele Millionen Euro renoviert und die Kirche um Hilfe bittet, wird diese Bitte wortreich zurückgewiesen. Das zeigt ein Fall aus dem nordrhein-westfälischen Städtchen Haan.

Patrick Stewart

Nachruf auf Sir Patrick Stewart (13. Juli 1940 – 28. Oktober 2026)

Der Humanist auf der Brücke

Captain Jean-Luc Picard von der „USS Enterprise“ war wohl seine bekannteste Rolle: Der Schauspieler Patrick Stewart ist am 28. Oktober im Alter von 86 Jahren an einer Demenzerkrankung verstorben. Doch auch sein Engagement als Aktivist und Schirmherr der britischen Organisation Humanists UK verdient Beachtung. In der Rolle des Captain Picard brachte er einem Millionenpublikum humanistische Werte näher.

Rentner, alte Menschen

Was die amerikanische Rentendebatte mit dem New Deal zu tun hat und warum sie auch für Deutschland interessant ist

Sozialversicherung: Ein überraschender Blick in die USA

Bernie Sanders, der Senator aus Vermont, will die amerikanische Rentenversicherung, die Social Security, langfristig finanziell absichern und zugleich ihre Leistungen verbessern. Dazu schlägt er vor, ihre Finanzierungsbasis zu verbreitern und insbesondere hohe Einkommen stärker heranzuziehen.

Säkularer Stand beim Tag der Deutschen Einheit

„Bremen hat uns mit offenen Armen empfangen”

Drei Tage, zwei Zelte auf der Einheitsmeile und ein Publikum, das zugewandt stehen blieb: Der Zentralrat der Konfessionsfreien blickt auf ein Bürgerfest zurück, das einen riesigen Zuspruch brachte. Mit Lesungen, Präsentationen und Diskussionen am Informationsstand stellte er in direkter Nachbarschaft mit dem AK Polis säkulare Politik und die Aufklärung über die Gefahren des Politischen Islam zur öffentlichen Debatte. Auch der hpd präsentierte sich am Stand.

Bundesadler im Bundesverfassungsgericht

75 Jahre Bundesverfassungsgericht

Erfolgreich, aber mit getrübter Bilanz

Das Bundesverfassungsgericht ist in Deutschland zu einer Institution geworden, die hohes Ansehen genießt. Ihm sind wegweisende Entscheidungen zu verdanken. Darüber sollte allerdings nicht übersehen werden, dass gleichfalls kritische Rückfragen geboten sind. Anlass zur Kritik bieten nicht nur die Entscheidungen, die das Karlsruher Gericht zu den Vorrechten der Kirchen getroffen hat.

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Ein Humanistenpreis an Islamisten?

Die geplante Verleihung des „Marburger Leuchtfeuers 2026“ an Bilal Farouk El-Zayat sorgt für Kontroversen. Im Zentrum der Debatte stehen seine dokumentierten Verbindungen zu islamistischen Milieus und der Umgang der Humanistischen Union Marburg mit der Kritik an ihrer Preisträgerwahl.

historischer Marktplatz

Der Einfluss der abrahamitischen Religionen auf das Wirtschaftswachstum

„Warum sind manche Länder reich und andere arm?“ – Das war die Ausgangsfrage, die sich drei Ökonomen gestellt haben. Zur Beantwortung der Frage wählten sie jedoch einen für die Ökonomie unüblichen Ansatz, denn sie interessierten sich dezidiert für den Einfluss der Religion auf die historische Entwicklung des Wirtschaftswachstums. Sie kamen zum Ergebnis, dass Religion das Wachstum sowohl positiv als auch negativ beeinflussen kann.

El-Zayat wiegelt ab

Der hpd hatte über die geplante Verleihung der Auszeichnung „Marburger Leuchtfeuer" berichtet. Es ging vor allem um die Verbindungen des Preisträgers Bilal Farouk El-Zayat zu islamistischen Milieus, über die bereits 2018 berichtet worden war.