Inge Hüsgen

Die Autorin ist die Chefredakteurin des "Skeptiker", der Vierteljahreszeitschrift der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) sowie Redakteurin beim Humanistischen Pressedienst.

Artikel der Autorin

Homöopathie-Gesetze: "Eine Änderung ist überfällig"

Unter dem Hashtag "Globukalypse" klären Aktivistinnen und Aktivisten über die pseudowissenschaftliche Heillehre Homöopathie auf und rücken Mythen über Globuli & Co. zurecht. "Globukalypse" ist auch Titel einer neuen Website, die vor wenigen Tagen online ging. Darüber sprach Inge Hüsgen mit den Initiatoren Dr. Christian Lübbers und Udo Endruscheit.

Gruppenfoto

Europäische Skeptikerinnen und Skeptiker im Gespräch

Welche Impulse trägt die Wissenschaft zur Klimadebatte und zum Umgang mit Verschwörungsglauben bei? Wie lässt sich kritisches Denken bereits im Schulunterricht vermitteln? Und wie gehen wir mit Unsicherheiten um, mit denen Forschungsergebnisse naturgemäß behaftet sind? All diese Fragen standen auf dem Programm des European Skeptics Congress (ESC) 2022, der vom 9. bis 11. September in Wien stattfand.

Singapur (2017)

Singapur will Verbot von schwulem Sex kippen

In Singapur ist Sex zwischen Männern verboten. Doch nun hat Regierungschef Lee Hsien Loong eine Entkriminalisierung angekündigt. Der asiatische Stadtstaat will damit der zunehmend modernen und aufgeschlossenen Stimmung in der Bevölkerung Rechnung tragen. Jedoch werde es in dem Land keine gleichgeschlechtliche Ehe geben, so der Premier weiter.

Wie die Länder den digitalen Kirchenaustritt blockieren

Wer aus einer der Kirchen austreten will, muss sich auf längere Wartezeiten einstellen. Der Andrang ist groß und zuletzt waren die Termine bei Gerichten und Behörden mancherorts Monate im Voraus ausgebucht. In Deutschland müssen Austrittswillige persönlich bei Amtsgericht beziehungsweise Stadtverwaltung vorsprechen oder den teureren Weg über den Notar nehmen. Erheblich einfacher wäre es, wenn sich der Austritt auf digitalem Wege erklären ließe, wie es das Online-Zugangsgesetz (OZG) vorsieht. Doch daran hapert es noch gewaltig, wie eine Recherche des Computermagazins c't zeigt.

Symbolbild

Islamischer Prediger: Waldbrände durch Frauenfußball

Verheerende Waldbrände haben weite Regionen im Norden Marokkos verwüstet, außerdem leidet die Bevölkerung unter einer Explosion der Lebensmittelpreise. Als angebliche Ursache dieser Übel brandmarkt ein islamischer Prediger den Erfolg des Landes im Frauenfußball. Die Spielkleidung sei für muslimische Frauen "unzulässig", die Ausrichtung eines internationalen Turniers in dem Land eine schwere Sünde.

Saudi-Arabien: Twitter-Userin muss für 34 Jahre ins Gefängnis

34 Jahre Haft für die saudische Studentin Salma al-Shehab, weil sie sich auf Twitter für Frauenrechte ausgesprochen und Tweets von Dissidenten retweetet hat: Das ist das höchste Urteil, das Saudi-Arabien jemals in einem solchen Fall ausgesprochen hat. Die Ereignisse werfen auch ein düsteres Licht auf die Verstrickungen des saudischen Königshauses mit der Social-Media-Plattform.

Kirchenmitglieder bekommen den Strom in Potsdam günstiger

Während die Gaspreise durch die Decke gehen und viele Menschen sich wegen der steigenden Energiekosten sorgen, dürfen sich einige Stromkunden in der Region Potsdam über einen Schnäppchen-Tarif freuen. Das günstige Angebot steht jedoch nicht allen Abnehmern zur Verfügung. Es gilt ausschließlich für Kirchenmitglieder. Am billigsten kommen dabei die Katholiken weg.

Deutsch-Iraner von Hinrichtung bedroht

Einem deutsch-iranischen Regimekritiker droht im Iran die Todesstrafe. Ein Revolutionsgericht in Teheran wirft dem 67-jährigen Jamshid Sharmahd "Verdorbenheit auf Erden" sowie die Beteiligung an einem Bombenanschlag vor. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International befürchtet, dass ein Todesurteil jederzeit erfolgen kann.

Zürich

Ein Lehrstück säkularer Rechtsprechung

Diskriminierende Äußerungen über Homosexuelle sind Schweizer Richtern zufolge auch dann eine Straftat, wenn sie im Wortlaut einer angeblich "heiligen Schrift" entsprechen. Dies hat nun das Züricher Bezirksgericht festgestellt und einen schwulenfeindlichen Straßenprediger zu 15.200 Franken (etwa 15.600 Euro) Geldstrafe verurteilt. Zur Verteidigung hatte der Mann angegeben, dass er nur aus der Bibel zitiert habe.

Und wer spricht mit den Opfern?

Ende Januar 2022 wurde das zweite Münchner Missbrauchsgutachten veröffentlicht, ein Zeugnis des Wegschauens und Versagens von kirchlichen wie staatlichen Stellen. Vorfälle wurden vertuscht, Kirchenleute blieben trotz Vorwürfen ohne Ermittlungen in Amt und Würden, Behörden sahen tatenlos zu. Während Kirchenleute Betroffenheit bekunden, fordern Opfer die Einrichtung einer unabhängigen Ombudsstelle. Eine Bilanz.